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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/klimawandel.php 11.01.2016 13:33:53 Uhr 23.10.2017 11:42:42 Uhr

Klimawandel - global und regional

Klimaänderungen global

Das Weltklima unterliegt einem deutlichen Wandel. In den vergangenen 100 Jahren stieg die mittlere globale Temperatur um 0,7 Grad. Der größte Teil dieses Anstieges ereignete sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts und die Geschwindigkeit der Erwärmung nimmt weiter zu. Diese Tatsache lässt sich nicht mehr allein mit natürlichen Ursachen, wie z. B. den periodischen Schwankungen der Sonnenaktivität erklären, sondern ist auf den Anstieg des seit Beginn der Industrialisierung durch den Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen zurückzuführen. Die bereits heute eingetretenen Klimaänderungen haben weitreichende Auswirkungen auf Mensch und Natur.

Der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), eine Institution der Vereinten Nationen, veröffentlichte in den Jahren 2013 und 2014 den 5. Sachstandsbericht, der die bislang umfassendste Bestandsaufnahme des weltweit voranschreitenden Klimawandels darstellt. Mehr Informationen erhalten Sie hier:  

Durch Klimaschutzmaßnahmen, insbesondere die Minderung von Treibhausgasemissionen (Kohlendioxid, Methan, Disticksoffoxid u. a.), wird versucht, die Erderwärmung zu verlangsamen. Als Komplementärstrategie spielt die Anpassung an den bereits stattfindenden Klimawandel sowie an die künftig zu erwartenden klimatischen Bedingungen eine zunehmende Rolle. Die Landeshauptstadt Dresden beteiligte sich deshalb mit zahlreichen regionalen Akteuren an dem Verbundprojekt REGKLAM. In diesem vom Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie geförderten Vorhaben wurde ein Integriertes Regionales Klimaanpassungsprogramm (IRKAP) für die Modellregion Dresden entwickelt, das nun schrittweise in die Praxis umgesetzt wird.

Klimawandel in Sachsen

Für Sachsen ergibt sich nach heutigem Kenntnisstand ein mittlerer Temperaturanstieg von etwa 2 bis 3 Grad bis 2100 gegenüber der Referenzperiode 1981 bis 2000.  Es wird erwartet, dass die Temperaturen insbesondere im Winter steigen.

Langfristig verändern sich Intensität und Häufigkeit von Wetterlagen und damit die Feuchte- und Wärmeverhältnisse in der Region. So ist insbesondere der Temperaturanstieg im Winterhalbjahr in engem Zusammenhang mit der zunehmenden Eintrittshäufigkeit und der Dauer von Westwetterlagen zu sehen. Bei Südwestströmungen, deren Häufigkeit im Sommer zugenommen hat, liegen große Teile Sachsens im Regenschatten des Erzgebirges. Sommerliche Dürreperioden werden zunehmen und  gravierende Auswirkungen auf den Wasserhaushalt sowie die Land- und Forstwirtschaft haben.

Eine umfassende Übersicht zum Klimawandel in Sachsen wurde im September 2008 mit dem Klimaatlas vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft veröffentlicht. Mehr erfahren Sie unter folgendem Link:

Klimatrend für Dresden

Auch in Dresden wird sich der Klimawandel erheblich auf das Stadtklima auswirken.

Sowohl der Mensch als auch Naturgüter werden betroffen sein. Die durch den Klimawandel bedingten thermischen und lufthygienischen Belastungen, die Auswirkungen zunehmender Extremereignisse (Hitzeperioden, Starkniederschläge) sowie potenzielle Folgeeffekte z. B. für die Wasserversorgung, den Gebäudebereich, das Gesundheitswesen oder die Grünflächen zeigen, dass Städte besonders anfällig sind.

Wie sich die gegenwärtigen und künftigen Klimaveränderungen in den langjährigen Mitteltemperaturen für den Dresdner Raum darstellen, verdeutlicht die unten stehende Abbildung. Die Werte für 1980 bis 2014 wurden jeweils über die zurückliegenden 30 Jahre gemittelt. Der kontinuierliche Anstieg der Jahresmitteltemperatur ist unverkennbar.

 

Weitere Erläuterungen zum Klimatrend in Dresden sind im "Umweltbericht 2011 bis 2014 Fakten zur Umwelt", Kapitel 2, enthalten:

Informationen zur klimatischen Entwicklung auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland enthält der Klimaatlas des Deutschen Wetterdienstes (DWD):

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