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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/klimaschutz/Nutzung_erneuerbarer_Energien.php 27.06.2015 15:16:01 Uhr 18.10.2017 20:30:55 Uhr

Nutzung erneuerbarer Energien

Während im Bundesdurchschnitt der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch 2013 bereits 23,4 Prozent erreicht hat, ist dieser in Dresden mit etwa 4 Prozent (Stand 2013) noch sehr gering. Der Themenstadtplan im Internetauftritt der Landeshauptstadt Dresden stellt mit dem Thema „Erneuerbare Energien - Anlagenkataster" stromerzeugende Anlagen im Stadtgebiet dar, deren Einspeisung gemäß dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vergütet wird. Weitere Informationen zu Anlagen im Stadtgebiet sowie im Freistaat Sachsen, die erneuerbare Energien nutzen, erhalten Sie im "Energieportal Sachsen" der Sächsischen Energieagentur GmbH (SAENA).

Stand und Perspektiven der Nutzung erneuerbarer Energien im Stadtgebiet werden im Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEuKK) Dresden 2030 ausführlich beschrieben.

Den Hauptanteil des Stromes und der Wärme aus erneuerbaren Energiequellen in Dresden liefert eine Anlage zur thermischen Altholzverwertung, die in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben wird. Weitere Biomasseanlagen werden mit Brennstoffen wie z. B. Biogas oder Holzpellets betrieben. Die Biomassenutzung stößt jedoch aufgrund ihres hohen Bedarfs an Anbaufläche – gerade in dicht besiedelten urbanen Gebieten – an ihre Grenzen. Zur Ermittlung der Potentiale der energetischen Biomassenutzung wurde das Dresdner Umland einbezogen. Ergebnisse von Potenzialanalysen werden hier zum download bereitgestellt:

Mit Hilfe der Photovoltaik ist es hingegen möglich, aus der verfügbaren Fläche ein Vielfaches an Stromertrag zu erzielen. Um bestehende Potenziale stärker zu erschließen, gibt die Landeshauptstadt Dresden mit dem Solarpotenzial-Dachkataster im Themenstadtplan ihres Internet-Auftritts informelle Unterstützung (Rubriken „Stadtentwicklung und Umweltschutz“, danach „Klimaschutz“) . Hier sind Erstinformationen über die Eignung jedes Gebäudedaches in Dresden für die Photovoltaik verfügbar. Zur Umsetzung ist eine Einzelfallprüfung durch einen Fachbetrieb empfehlenswert.
Infolge des geänderten, seit 23. August 2012 rechtskräftigen Erneuerbare Energien Gesetzes (BGBl. I 2012 S. 1754) ist für Haushaltsstromkunden eigener Solarstrom vom Dach billiger als vom Stromversorger zu bekommen. Zum Beispiel gilt für eine im September 2014 in Betrieb gegangene Photovoltaik-Dachanlage mit einer installierten Leistung von maximal 10 kWpeak für 20 Jahre eine Einspeisevergütung von 12,69 ct/kWh. Wird der Solarstrom nicht eingespeist, sondern unmittelbar selbst verbraucht, entsteht ein Einspareffekt von 13,87 ct/kWh im Vergleich zum Brutto-Strompreis der Grundversorgung der DREWAG (26,56 ct/kWh). Selbstgenutzter Solarstrom kostet damit nur noch die Hälfte (Stand September 2014). Weitere Informationen zur Solarstromnutzung finden Sie hier:
Die Ostsächsische Sparkasse Dresden bietet für Besitzer von Einfamilienhäusern in der Stadt Dresden und in der Region mit "SolarPaketDresden" ein zinsgünstiges Sonderkreditprogramm für Photovoltaikanlagen an.
Sie können auf dem eigenen Dach keine Photovoltaikanlage realisieren, wollen aber in erneuerbare Energien investieren? Dann können Sie Anteile beim Bürgerkraftwerk Dresden, einer Gemeinschaftsinitiative von Lokale Agenda 21 für Dresden e. V., Deutsches Hygiene-Museum und Landeshauptstadt Dresden oder bei einer regionalen Energiegenossenschaft erwerben. Weitere Informationen finden Sie hier:

Anlagen zur Nutzung der Wasserkraft gibt es in Dresden nur wenige. Neben einem Wasserkraftwerk am Bienertmühlwehr an der Weißeritz mit einer Leistung von 200 kW und einer Jahresstromproduktion von etwa 830 MWh bestehen zwei weitere Anlagen, die in das städtische Trinkwasser- bzw. Abwassersystem integriert sind.

Die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH betreibt im Rohwasser-Zufluss für das Wasserwerk Coschütz eine Wasserkraftanlage mit einer Leistung von 67 kW, die 125 MWh Strom erzeugte (2012). Im Auslauf der Kläranlage in Dresden-Kaditz ist eine Turbine installiert, die mit einer Nennleistung von 138 kW jährlich etwa 650 MWh Strom für den Kläranlagenbetrieb bereitgestellt. Darüber setzt der Betreiber, die Stadtentwässerung Dresden GmbH, ein ehrgeiziges Energiekonzept unter Nutzung weiterer erneuerbarer Energiequellen um.

In Dresden gibt es keine Windkraftanlagen, die Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Der gegenwärtig geltende Flächennutzungsplan (FNP) sowie auch der Entwurf des neuen FNP mit Stand vom März 2013 sehen keine Anlagenstandorte im Stadtgebiet vor. Die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH betreibt mit einer 90 prozentigen Unternehmensbeteiligung seit August 2010 im 300 km entfernten Möckern unweit von Magdeburg den Windpark Ziepel mit acht Anlagen mit einer Gesamtleistung von 16 MW, der Strom für etwa 12 000 Haushalte bereitstellt.
Die Nutzung der Windenergie wird vorrangig auf der Ebene der Regionalplanung thematisiert. Am 31. August 2013 ist der neue Landesentwicklungsplan in Kraft getreten, der die Fortschreibung der Regionalpläne der sächsischen Regionalen Planungsverbände erfordert. Auf der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am 25. September 2013 wurde der Beschluss zur 2. Gesamtfortschreibung des Regionalplans gefasst, in die die Windenergienutzung integriert wird.
Die Nutzung der im Untergrund oder Grundwasser gespeicherten Wärmeenergie (Geothermie) gewinnt auch in Dresden zunehmend an Bedeutung, zumal zum Antrieb der erforderlichen Wärmepumpen selbst erzeugter Solarstrom genutzt werden kann. In jedem Fall ist zu beachten, dass eine Beeinträchtigung des Grundwassers durch die Erdwärmenutzung selbst oder die dazu errichteten Anlagen ausgeschlossen werden kann. Weitere Informationen zum Thema Erdwärme finden Sie hier:
Die Nutzung der in tieferen Gesteinsschichten gespeicherten Wärmeenergie, der sogenannten Tiefengeothermie, als Beitrag zur Modernisierung des Fernwärmesystems wird auch in Dresden in Erwägung gezogen. Als einer der ersten Schritte wurde im ersten Halbjahr 2014 ein Erfahrungsaustausch mit der nordböhmischen Stadt Litoměřice, die bereits eine Probebohrung bis etwa 2 100 Meter Tiefe realisiert hat, durchgeführt. Weitere Informationen und Projektergebnisse sind hier abrufbar:

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