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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/gruenes-dresden/gruenanlagen-parks/c_05.php 21.06.2015 11:37:21 Uhr 31.05.2016 13:53:32 Uhr

Rosengarten

Der Rosengarten entstand nach Plänen des damals amtierenden Stadtgartendirektors Heinrich Balke in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und zählt zu den bedeutendsten städtebaulich-gärtnerischen Leistungen dieser Zeit. Am Neustädter Elbufer gelegen, ist er Teil der landschaftlich gestalteten Uferpromenade. Das sogenannte Königsufer bildet das Pendant zur architektonisch ausgebildeten Altstädter Seite.

Die Anlage wurde im Zusammenhang mit einer Gartenausstellung 1936 als Lehr- und Schaugarten eröffnet. Der Rosengarten wies einen Bestand von 6.000 Rosenstöcken auf. Er gliedert sich in die aufeinander folgenden Bereiche Vorderteil, Trennungsteil, Hochstammrosenteil und Senkgarten. In ihrer Ausprägung mit den streng geometrischen Formen, dem rechteckigen Mittelfeld und den Umgehungswegen, der Rahmung, Reihung und Materialauswahl sowie der bildkünstlerischen Gestaltung gilt der Garten als typischer Vertreter der 30er Jahre.

Während des II. Weltkrieges wurde der Garten stark beschädigt, die künstlerische Ausstattung ging zum Teil verloren. In der Zeit nach 1945 führten großflächige Aufschüttungen von Trümmern des umgebenden Gebietes sowie Instandsetzungsarbeiten im Zeitgeschmack der 50er und 70er Jahre zu Veränderungen der Anlage. Verluste in der ursprünglichen Gestaltung sowie in der räumlichen Struktur waren die Folge. Ein großer Teil der Rosen war überaltert, Bodenmüdigkeit führte zu Ausfällen des Bestandes und desolate Anlagen, wie Mauern, Treppen und Plattenwegen sind erneuerungswürdig.

Das Augusthochwasser 2002 überflutete die Gartenanlage und schädigte insbesondere im Mittelteil die Wege, Wassertechnik, Rosen und Gehölze. Langzeitschäden an Blühgehölzen und Bäumen wurden erst 2004 sichtbar. Unmittelbar nach dem Hochwasser setz-ten Mitarbeiter des Grünflächenamtes die Anlage provisorisch instand, beseitigten Schlamm und reinigten die Wege. 3170 Beetrosen, 600 Hochstammrosen, Strauchrosen und Blühgehölze wie Zieräpfel wurden gepflanzt.

Der Rosengarten steht  unter besonderem Schutz als Kulturdenkmal gemäß des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes.

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