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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/wettbewerbe/workshops/Werkstattverfahren-Robotron.php 26.01.2016 08:17:10 Uhr 20.10.2017 03:29:10 Uhr

Werkstattverfahren Südliche Pirnaische Vorstadt / Robotron

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Nach 1990 stellte sich durch die Privatisierung von Grund und Boden eine neue Situation ein. Die Immobilien des ehemaligen Kombinates Robotron wurden als eine der größten zusammenhängenden Immobilienbestände durch die Treuhand verkauft.
Heute stellt die südliche Pirnaische Vorstadt einen wesentlichen Entwicklungsbereich der Dresdner Innenstadt dar. Das Gebiet wird durch große Freiräume geprägt, in welche die großen Bauten des ehemaligen Elektronik-Kombinats Robotron sowie das Deutsche Hygiene-Museum als Solitärbauten eingestellt sind. Mit seiner Lage zwischen Altstadtkern und den östlichen großen Freiräumen, der Nachbarschaft zu Blüherpark und Bürgerwiese, einer guten äußeren verkehrlichen Erschließung und den noch zur Verfügung stehenden freien Flächen besitzt es ein erhebliches Entwicklungspotenzial.
Die in der Folge eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs 1994 bis 1998 auf Grundlage optimistischer wirtschaftlicher Prognosen erarbeiteten Planungskonzepte konnten nicht realisiert werden. Eine deutlich zurückhaltendere demografische Entwicklung, die im Kernbereich der Innenstadt nach wie vor vorhandenen unbebauten Flächen mit noch erheblichem Flächenpotenzial für innenstadtrelevante Nutzungen sowie die veränderten Bedingungen auf dem Wohnungs- und Büromarkt mit partiellen erheblichen Leerständen verhinderten die Umsetzung der Pläne aus den 1990er Jahren.
Das Planungsleitbild Innenstadt 2008 formuliert für das Gebiet: „Die Freiraumqualitäten des Großen Gartens sollen sich bis an den Altstadtring heran entwickeln. Eingerahmt von dem südlich gelegenen Blüherpark und der Bürgerwiese sowie der nördlich verlaufenden Lingnerallee entsteht ein großer, baulich gerahmter Innenstadtpark, in dem die Sportanlagen des Rudolf-Harbig-Stadions, das Georg-Arnhold-Bad sowie das Deutsche Hygiene-Museum eingebettet sind. Nach Auslaufen der heutigen Nutzungen im sogenannten Robotron-Areal kann hier, zwischen Park und Promenadenring gelegen, langfristig ein neuer hochwertiger Standort für vielfältige Büronutzungen entstehen. An der nördlichen und der südlichen Flanke, längs der Lingnerallee sowie entlang der Bürgerwiese und Parkstraße können sich attraktive innerstädtische Lagen für gehobenes Wohnen und Arbeiten am Park herausbilden.“

Zur Fortschreibung des Planungsleitbildes gehört auch das Werkstattverfahren für das so genannte Robotronareal, das unter Federführung des Stadtplanungsamtes im November/Dezember 2008 durchgeführt wurde.
Obwohl derzeit ein großer Investitionsschub nicht absehbar ist, wird für das Gebiet eine auf längere Sicht stabile Planungsgrundlage benötigt, um die Umsetzung von einzelnen Projekten und die Behebung von vorhandenen Defiziten mittel- und langfristig steuern zu können und gleichzeitig Anreize für potenzielle Entwicklungen zu bieten. Mit diesem Ziel hat das Stadtplanungsamt das Verfahren durchgeführt und in diesem Sinne sind auch die Wettbewerbsergebnisse zu verstehen – als Vision und Angebot der Stadt gleichermaßen.
Fünf Büros waren aufgefordert, für den Standort Ideen zu entwickeln und vorzustellen.

Nachfolgend finden Sie die Jurybewertungen der einzelnen Arbeiten.

Studio TZ / Ulrich Trappe, Roland Züger mit Jorg Sieweke

Atelier Loidl, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner mit Jörg Wessendorf, Architekt

Schellenberg und Bäumler Architekten GmbH

Knerer und Lang Architekten GmbH

Pesch und Partner, Architekten und Stadtplaner

Das Stadtplanungsamt hat zum Werkstattverfahren Südliche Pirnaische Vorstadt/Robotron eine Broschüre herausgegeben, die Sie sich hier ansehen können:

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