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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/wettbewerbe/workshops/Werkstattverfahren-BARRIEREN-UeBERWINDEN.php 03.02.2017 09:09:54 Uhr 18.10.2017 00:19:36 Uhr
Luftbild des Projektgebiets
© Luftbild, Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt Dresden

Werkstattverfahren ‚Barrieren Überwinden‘ - Der Weg vom Rathaus zum Deutschen Hygiene-Museum

Zeitraum:

26. April bis 15. Juni 2011; Ergebnispräsentation am 11. Juli 2011

Auslober

Ausrichter des Werkstattverfahrens ist die Landeshauptstadt Dresden vertreten durch den Geschäftsbereich Stadtentwicklung/Stadtplanungsamt sowie den Geschäftsbereich Wirtschaft/Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

Planungsaufgabe / Ziel des Verfahrens

Zur Teilnahme am Werkstattverfahren wurden aufgefordert:  
Krüger Landschaftsarchitekten/Dresden Beitrag als PDF
ATELIER LOIDL Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartG /Berlin Beitrag als PDF
Noack Landschaftsarchitekten/Dresden Beitrag als PDF
Atelier 8 Landschaftsarchitekten/Baruth/Mark Beitrag als PDF 
Hutterreimann+Ceijka  Landschaftsarchitekten /Berlin Beitrag als PDF

Gutachter und Berater

Ergebnis

Abschließend wird durch das Bewertungsgremium eine mehrheitlich getragenen Empfehlung zur weiteren Verfahrensweise abgegeben:

  • Das Gremium spricht sich mehrheitlich dafür aus, die Arbeiten des Ateliers LOIDL, Krüger Landschaftsarchitekten sowie Atelier 8 nicht weiter zu verfolgen.
  • Dem Auftraggeber wird empfohlen, die beiden Arbeiten der Büros Hutterreimann Landschaftsarchitekten und Noack Landschaftarchitekten im Zuge einer Überarbeitungsphase weiter zu qualifizieren.
  • Die weiterentwickelten Vorschläge sollen abschließend nochmals unter Beteiligung des Bewertungsgremiums diskutiert werden, um dann eine abschließendes Votum abzugeben.
  • Auftakt soll eine Beratung mit den Büros unter Teilnahme von Herrn Rehwaldt oder Herrn Prof. Schonhoff sein.
  • Die Überarbeitung soll Ende September abgeschlossen sein.
  • Die Arbeit des Büros Hutterreimann soll insbesondere in folgenden Punkten weitergeführt werden:
    • Die Verbindung zwischen der Achse Herkulesallee und Deutschem Hygiene-Museum ist stärker herauszuarbeiten.
    • Überprüfung des Bereiches Soundgarten hinsichtlich der Praktikabilität und Realisierungsfähigkeit
  • Im Vorschlag des Büros Noack sind im Rahmen der weiteren Bearbeitung:
    • Angebote zum Parken aufzuzeigen,
    • eine vertiefte Ausführungen zu dem Blütenband (insbesondere zu den jahreszeitlichen Aspekten) zu erarbeiten,
    • das Stadtfoyer· hinsichtlich der gartendenkmalpflegerischen Vereinbarkeit zu prüfen.

Abschluss des Werkstattverfahrens Barrieren überwinden Der Weg vom Rathaus zum Deutschen Hygiene-Museum Präsentation und Bewertung der überarbeiteten Entwürfe

Ort: WTC, Turm Raum 1036
Datum. 17.11.2011

Gesamtkonzept und Funktionalität

Die überarbeiteten Vorschläge schaffen jeweils eine prägnante Achse vom Rathausplatz in Richtung Großer Garten. Die funktional notwendige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer wird jeweils mit der gewünschten Aufmerksamkeit geschaffen.

Die Arbeit Hutterreimann Landschaftsarchitekten, Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH führt die nördliche doppelte Baumreihe bis an das Rathaus weiter. Im Zusammenhang mit der klaren Wegeführung und der vorgeschlagenen Platzfolge erhält der Entwurf einerseits eine Eindeutigkeit in seiner Aussage. Andererseits wird durch diese strenge Führung der Achse mit Doppelbaumreihe bis in den Rathausplatz hinein der Promenadenring räumlich unterbrochen. In Verbindung mit der den Rathausplatz südlich begrenzenden Doppelbaumreihe des Promenadenringes wird der Raum nach Norden mit der vorgeschlagenen Baumpflanzung eingegrenzt und stark verengt.

Die gut dimensionierte Wegeführung für die das Gebiet querenden Fußgänger und Radfahrer liegen nahe an der Skateanlage. Die Arbeit des Büros Noack Landschaftsarchitekten; EIBS GmbH beendet die verlängerte Herkulesallee vor der St. Petersburger Straße mit einer kleinen Platzfläche. Der Rathausplatz wird insgesamt als Raum in seiner Gesamtgröße freigehalten und in den geplanten Promenadenring integriert. Durch diese Offenheit entsteht eine gute Orientierung, das Robotronareal rückt gut wahrnehmbar ins Blickfeld. Die Größe der Pflanzfläche schränkt die benutzbare Fläche für Veranstaltungen ein. Die funktionale Gliederung des Raumes um die Skateanlage mit klarer Trennung der Bewegungsflächen für die Passanten deren Dimensionierung mit dem Lageplan etwas offen bleibt, wird positiv bewertet. Aus der Sicht des Deutschen Hygiene-Museums wird die großzügige Anbindung zur Herkulesallee hervorgehoben. Es wird festgehalten, dass mit der Überarbeitung und der damit verbundenen, denkmalpflegerisch gewollten Beibehaltung der Vorplatzsituation vor dem Museum die große Geste des Entwurfs an Kraft verloren hat.

Die von beiden Büros vorgeschlagene Ergänzung der Skateanlage nach Westen wird als positiv und realisierbar bewertet.

Bewertung und Empfehlung

Nach Abschluss der Diskussion erfolgt die Abstimmung zu den beiden Arbeiten. Von den stimmberechtigten Gutachtern des Bewertungsgremiums sind fünf anwesend. Das Bewertungsgremium stimmt mit einem Stimmverhältnis von 4:1 für die Arbeit Noack Landschaftsarchitekten; EIBS GmbH und empfiehlt dem Auftraggeber, die weitere Planung auf der Grundlage dieses Entwurfes fortzuführen. Die in der Diskussion aufgezeigten Hinweise und Anregungen sind in künftigen Planungsphasen zu beachten.

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