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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/wettbewerbe/Erlweinpreis-2016.php 07.02.2017 10:08:03 Uhr 15.12.2018 09:14:43 Uhr

Erlweinpreis 2016

Das Foto zeigt Hans Erlwein
© SLUB Dresden - Deutsche Fotothek, Hans Erlwein

Hans Erlwein hat in seiner Wirkungszeit als Dresdner Stadtbaurat von 1904 bis 1914 zahlreiche Bauten für die Stadt entworfen und errichtet, mit denen er Maßstäbe für die gestalterische Bewältigung von Bauaufgaben für Profanbauten innerhalb eines sensiblen Stadtgefüges und deren Verknüpfung mit technischen Neuerungen im Industriebau setzte.

In Würdigung seiner Verdienste um die architektonische Qualität von in der Öffentlichkeit wirksamen Bauten vergibt die Landeshauptstadt Dresden seit dem 125. Geburtstag von Hans Erlwein im Jahr 1997 den Erlweinpreis. 

Der Erlweinpreis wird für Bauvorhaben vergeben, die sich insbesondere durch architektonische Qualität und Wirksamkeit in der Öffentlichkeit auszeichnen. Die Vergabe des Erlweinpreises der Landeshauptstadt Dresden steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters.

Der Erlweinpreis besteht aus einer Urkunde und einem Geldpreis in Höhe von 10 000 Euro für die Architektin/den Architekten bzw. die Ingenieurin/den Ingenieur sowie einer Urkunde und einer Plakette für die Bauherrin/den Bauherren. Die Jury kann den Preis auch unter mehreren Preisträgern aufteilen.

Am 21. September 2016 beriet eine Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrates, der Fakultät Architektur der TU Dresden, der Architektenkammer Sachsen, der Ingenieurkammer Sachsen, des Bundes Deutscher Architekten Sachsen und der Sächsischen Akademie der Künste, Klas-se Baukunst sowie den Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr und Kultur und Tourismus über die Vergabe des Preises und die Besonderen Anerkennungen und entschied wie folgt:
ARGE Rieger Architektur GbR und ASD Architektur und Ingenieurbüro
© Holger Stein, ARGE Rieger Architektur GbR und ASD Architektur und Ingenieurbüro

Der Erlweinpreis 2016 wird vergeben für die Komplexe Sanierung des Schulgebäudes, den Erweiterungsbau und den Neubau einer Turnhalle der 81. Grundschule "Robert Weber"

Standort: Robert-Weber-Straße 5

Architekt: ARGE Rieger Architektur GbR und
ASD Architektur und Ingenieurbüro, Dresden

Bauherr: Landeshauptstadt Dresden

Das Vorhaben wurde  von der Jury wie folgt bewertet:

Die Sanierung und Erweiterung der 81. Grundschule wurde im besonderen Maße als gelungenes Beispiel der Verflechtung von historischer Bausubstanz mit einem modernen Erweiterungsbau angesehen. Die sensible Sanierung des Altbaus ermöglichte den Erhalt von vielen historischen Flächen und Bauteilen. Fast unauffällig fügt sich der Erweiterungsbau an das historische Schulgebäude an und schränkt die Wirkung des ehemaligen solitären Baukörpers keineswegs ein. Als besonders beachtenswert wurde von der Jury die Einordnung der neuen Gebäudeteile in den Landschaftsraum bewertet. Der Gebäudekomplex folgt den Staffelungen des Außenraumes und lässt an zahlreichen Stellen sehr attraktive Blickbeziehungen in die Landschaft zu. Auch die Anordnung der Innenräume lässt zahlreiche Durch- und Einblicke zu, was dem Haus einen offenen, angenehmen Charakter verleiht. Die Innenraumgestaltung ist selbstverständlich und lässt Spielraum für die Präsentation von Schülerarbeiten. Die Jury empfand ein hohes Maß an Identifikation von Lehrern und besonders von Schülern mit ihrem neuen Schulgebäude. Die Anordnung und Gestaltung der Außenräume wurde zweckmäßig für den Bewegungsdrang der Schüler angesehen. Die teilweise Überdachung ermöglicht eine wetterunabhängige Nutzung. Die Integration des Außen- in den Innenraum wurde durch große Glasflächen wirkungsvoll umgesetzt. Die liebevolle Detailgestaltung rundet die gelungene architektonische Leistung ab. Das Projekt zeigt auf ausgesprochen gelungene Art und Weise, wie das Verständnis von Schule um 1900 mit den heutigen Vorstellungen und aktuellen Lernkonzepten auch im Architektonischen verbunden werden kann. Die sorgsame Sanierung würdigt das stolze bestehende Schulgebäude und der Erweiterungsbau schafft selbstbewusst und unaufgeregt Platz für die Ideen der Gegenwart.

Eine Besondere Anerkennung der Jury erhalten die folgenden Vorhaben:

Umbau und Sanierung St. Pauli Kirchruine

Standort: Königsbrücker Platz

Architekt: Dähne Architekten, Dresden

Bauherr: STESAD GmbH, Dresden

Im Bild ist das Glasdach der St. Pauli Kirche zu sehen
© Dähne Architekten

Sanierung 6. Grundschule "Am Großen Garten"

Standort: Fetscherstraße 2

Architekt: ARGE Klinkenbusch + Kunze BDA und
hänel furkert architekten BDA, Dresden

Bauherr: Landeshauptstadt Dresden

Im Bild ist die sanierte 6. Grundschule "Am Großen Garten" zu sehen.
© ARGE Klinkenbusch+Kunze und hänel furkert architekten

Neubau Mehrfamilienhaus Hospitalstraße

Standort: Hospitalstraße 17

Architekt: ARGE dd1 Architekten und Friedemann Rentsch Architektur, Dresden

Bauherr: LOFTCOMING Immobilien GmbH, Dresden

Im Bild ist der Neubau des Mehrfamilienhauses in der Hospitalstraße zu sehen.
© ARGE dd1 architekten und Friedemann Rentsch Architektur

Die Preisverleihung fand am 4. November 2016 statt.

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