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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadtplanung/rahmenplaene/R-791-Suedvorstadt.php 20.07.2017 14:09:18 Uhr 20.10.2017 07:11:17 Uhr
Foto zeigt einen Blick auf das Rahmenplangebiet
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt

Südvorstadt Dresden: Bildung und Stadt im Dialog, Rahmenplan Nr. 791

Ansprechpartner/Kontakt

Onlinebeteiligung:

Vom 11. bis 18. Juni 2015 wurde eine Online Bürgerbeteiligung durchgeführt. Einwohnerinnen und Einwohner der Südvorstadt konnten auf einer Website alle Informationen abrufen und eigene Beiträge einstellen. Die Seite besuchten 1220 Nutzer zirka 1800 mal. Insgesamt wurden 84 Beiträge von 66 registrierten Teilnehmern eingetragen. In diesem Dokument ist der Umgang mit den Stellungnahmen aus der Onlinebeteiligung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (TÖB) nachzulesen.

Im Ergebnis entstand ein Rahmenplan in der Fassung vom 2. Mai 2016, welcher am 15. Dezember 2016 durch den Stadtrat gebilligt wurde.

Wie geht es weiter?

Auf der Grundlage dieses Rahmenplanes erfolgt gegenwärtig unter anderem die Erarbeitung des Bebauungsplanes Nr. 393, Dresden Räcknitz Nr. 3, Nöthnitzer Straße - Campus Süd. Die Öffentlichkeit wurde durch den Rahmenplan bereits frühzeitig über die allgemeinen Planungsziele und Zwecke dieses Bebauungsplanes unterrichtet. Weitere Möglichkeiten zur Beteiligung an der Entwicklung des Gebietes sind den Bekanntmachungen im Amtsblatt zu entnehmen.

In Bearbeitung befinden sich ebenfalls die Bebauungspläne

  • Nr. 40, Dresden Räcknitz Nr. 1, Südpark und
  • Nr. 3014, Dresden - Altstadt II Nr. 28, Quartiere am Nürnberger Platz.

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Historischer Plan des Untersuchungsgebietes von 1927
© Stadtplanungsamt
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Bestandsplan des Untersuchungsgebietes von 2014
© Stadtplanungsamt

Anlass und Ziel

Die Südvorstadt ist heute Dresdens stetig wachsende Adresse für Bildung und Wissenschaft. Insgesamt 50 000 Menschen lernen, lehren oder wirken in anderer Form aktiv an der Ausbildung des akademischen Nachwuchses in Dresden mit. Gemeinsam mit namhaften deutschen Forschungsinstituten aber auch Wohnquartieren und Einrichtungen für Dienstleistungen, wird der Stadtteil südwestlich des Dresdener Hauptbahnhofs seiner Bezeichnung als Vorstadt längst nicht mehr gerecht. Der heutige Campus der Universität hat mit zirka 1,5 km die gleiche Distanz zum Hauptbahnhof wie etwa der Altmarkt. Die Einrichtungen der Technischen Universität (TU), der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sowie die Einrichtungen namhafter Institute wie Max Planck und Fraunhofer liegen heute mitten in der Stadt und bilden einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Eine attraktive Universität ist für die Gesamtentwicklung der Stadt Dresden und ihrer Region eine bedeutsame Komponente.

Die Entwicklung der deutlich kleineren HTW (zirka 5000 Studierende) erfolgt derzeit in überschaubaren und qualitätsvollen Einheiten im Einzugsbereich des Hauptbahnhofs und in enger Orientierung zum Bestand. Die raumgreifende baulich-räumliche Entwicklung der TU (zirka 35 000 Studierende) und ihrer benachbarten Institute hingegen sucht derzeit ihre neuen Standorte entsprechend der raschen und günstigen Verfügbarkeit freier Flächen. Periphere Lagen, südlich der Nöthnitzer Straße auf der „grünen Wiese“ oder auch im Osten des Untersuchungsgebietes jenseits der Teplitzer Straße werden derzeit baulich entwickelt oder hierzu in Aussicht genommen. Es steht zu befürchten, dass sich das Gefüge der Südvorstadt künftig ohne ein flexibles räumliches Konzept mehr und mehr zu einer räumlich und funktional zerfließenden Gemengelage wandeln könnte, in der nicht nur die Universität, sondern auch die Substanz der verbleibenden Wohnquartiere ihre jeweils „kritische Masse“ und ihren räumlichen Zusammenhalt verlieren. Eine maßvolle urbane Konzentration und Verdichtung sind jedoch die Voraussetzung für eine gedeihliche und adäquate Nahversorgung und Belebung des gesamten Stadtteils.

Unter den bisher beteiligten Akteuren besteht Einigkeit darüber, dass sich künftige Entwicklungen wesentlich planvoller und deutlicher am Gebot der Innenentwicklung orientieren müssen und auf das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs zu konzentrieren sind. Das Motto der TU Dresden „Die synergetische Universität“ unterstützt idealerweise das planerische Konzept, aus den bestehenden und künftigen Bausteinen der Südvorstadt einen lebendigen und sowohl gut durchmischten als auch gut vernetzten Stadtteil für Bildung, Wissenschaft und Wohnen zu generieren.

Im Sinne der Sicherung künftiger Chancen und Möglichkeiten sollen räumliche Reserven und mittel- bis langfristige Entwicklungsspielräume für alle Akteurinnen und Akteure des Stadtquartiers erkundet und in Bezug auf ihre unterschiedlichen Voraussetzungen entwerferisch getestet werden. Das Ziel ist es, mittels dieser Vorgehensweise ein möglichst breit abgestimmtes und vor allem robustes städtebauliches Rahmenkonzept für die perspektivische Gesamtentwicklung der Dresdner Südvorstadt zu erhalten.

Ausgangslage

Der Untersuchungsraum mit einer Größe von etwa 370 Hektar wird begrenzt durch

  • die Bahntrasse/Strehlener Straße
  • die Fritz-Löffler-/Münchner Straße
  • die Nöthnitzer Straße/Räcknitzhöhe
  • und die Teplitzer Straße.

Jeweils mit einbezogen sind hierbei die äußeren Anschlussbebauungen und Freiräume.

Das herausgearbeitete Grundkonzept besteht darin, das räumliche Bild dreier miteinander vernetzter Schwerpunkte (Entwicklungspole) zu verfolgen, innerhalb derer sich künftige Entwicklungen konzentrieren sollen.

 

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