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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadtplanung/fnp/rechtswirksam/darstellungen.php 15.09.2015 09:37:15 Uhr 12.12.2017 18:53:55 Uhr

Darstellungen

Der Flächennutzungsplan enthält keine grundstücksscharfen Aussagen. Dargestellt werden in der Regel Flächennutzungen ab einer Größe von circa einem Hektar. Die weitere Differenzierung der Bauflächendarstellungen in Baugebiete erfolgt auf der zweiten Stufe der Bauleitplanung in Form von Bebauungsplänen. In diesen Plänen wird der Flächennutzungsplan durch die Festsetzung der zulässigen Nutzung für jedes Einzelgrundstück präzisiert.

Im Flächennutzungsplan werden insbesondere dargestellt:

Bauflächen

Bei den Bauflächen (ca. 29 Prozent des Stadtgebietes) stellt der Flächennutzungsplan die allgemeine Art der baulichen Nutzung dar. Genauere Aussagen, z.B. ob es sich bei einer gewerblichen Baufläche um ein Gewerbegebiet oder ein Industriegebiet handeln soll, sind Gegenstand der Bebauungsplanung und werden dort festgesetzt.

Wohnbauflächen

Wohnbauflächen (ca. 17 Prozent des Stadtgebietes) werden aufgrund der spezifischen örtlichen Situation unterschieden in Wohnbauflächen ohne bzw. mit hohem Grünanteil. Um der Besonderheit des Dresdner Elbhanges zwischen Pillnitz und Loschwitz Rechnung zu tragen, werden in diesem Bereich Wohnbauflächen mit überwiegendem Grünanteil dargestellt.

Gemischte Bauflächen

Die Gemischten Bauflächen (ca. 6 Prozent des Stadtgebietes) werden über die Darstellungssystematik der Baunutzungsverordnung (BauNVO) hinaus in gemischte Bauflächen mit/ohne hohen Arbeitsstättenanteil unterschieden. Sie dienen dem Wohnen und der Unterbringung von nicht wesentlich störenden Gewerbebetrieben sowie der Unterbringung von Handelsbetrieben und zentralen Einrichtungen.

Gewerbliche Bauflächen

Gewerbliche Bauflächen (ca. 4 Prozent des Stadtgebietes) dienen der Unterbringung von Gewerbebetrieben, die weder innerhalb der Wohnbauflächen noch der gemischten Bauflächen zulässig sind.

Sonderbauflächen

Bei den Sonderbauflächen wird die jeweilige Zweckbestimmung, z.B. für Erholung, Einzelhandel oder Kliniken kenntlich gemacht.

Gemeinbedarfsflächen

Die Einrichtungen zur Versorgung mit Dienstleistungen des öffentlichen und privaten Bereiches sind als Gemeinbedarfsflächen (ca. 2 Prozent des Stadtgebietes) dargestellt (z.B. Schulen, konfessionelle Einrichtungen, sozialen, gesundheitlichen und sportlichen Zwecken dienende Einrichtungen sowie kulturelle Einrichtungen). Da nur die übergeordneten Einrichtungen ab einer bestimmten Größe berücksichtigt werden, bleiben Kindertagesstätten und vergleichbare Einrichtungen, die in Wohnbauflächen integriert sind, in der Flächennutzungsplanung unberücksichtigt.

Verkehrsflächen

Bei den Verkehrsflächen (ca. 4 Prozent des Stadtgebietes) werden ausschließlich die Flächen für den überörtlichen Verkehr und die örtlichen Hauptverkehrszüge dargestellt. Die Darstellung der Nebennetze ist nicht Gegenstand des Flächennutzungsplanes.

Flächen für Ver- und Entsorgungsanlagen

Bei den Flächen für Ver- und Entsorgungsanlagen (ca. 1 Prozent des Stadtgebietes), z. B. Kläranlagen oder Deponien, werden ebenfalls ausschließlich die Standorte dargestellt, die eine übergeordnete Bedeutung haben.

Grün- und Freiflächen

Den größten Teil des Stadtgebietes bestimmen die Grün- und Freiflächen einschließlich der Kleingärten, die Flächen für Landwirtschaft und Wald und Wasserflächen insgesamt über 50 Prozent des Stadtgebietes).

Nachrichtliche Übernahmen, Kennzeichnungen und Vermerke

Der Flächennutzungsplan beinhaltet auch Nutzungsregelungen oder -beschränkungen aufgrund anderer gesetzlicher Vorschriften oder Fachplanungen. Sie stellen keine eigene Planung der Gemeinde dar, wirken sich aber auf die Planinhalte oder weiterführende Bauleitplanungen aus. Beispiele sind Planungen des Bundes oder Landes, Schutzgebiete nach Naturschutzrecht, Überschwemmungsgebiete, Lärmschutzbereiche oder kennzeichnungspflichtige Altlasten.

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