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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/sanierung/Sanierungsgeb-Loebtau-Nord.php 25.01.2017 09:35:22 Uhr 20.10.2017 07:06:21 Uhr

Abgeschlossenes Sanierungsgebiet Löbtau-Nord

Allgemeine Daten

Gebietsgröße: 52,5 ha 
Beschluss Gemeinderat: 17. Dezember 1993
Öffentliche Bekanntmachung: 07. Januar 1994 
Geschätztes Fördervolumen 2,7 Mio EUR
Durchführungszeitraum:  1993 bis 2012
Einwohner (Stand 31.12.2010): 6.240

Die Karte zeigt die Grenze des Sanierungsgebietes Löbtau-Nord mit blauem Umfassungsband
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Gebietsgrenzen

Hier können Sie die detaillierte Gebietskarte des Sanierungsgebietes im PDF-Format herunter laden oder sich im Themenstadtplan die Sanierungsgebiete genauer ansehen.

Aufhebung der förmlichen Festsetzung des Sanierungsgebietes „Dresden S 7, Dresden-Löbtau Nord"

Die vom Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden
am 17. Dezember 1993 beschlossene Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Dresden S 7, Dresden-Löbtau Nord", öffentlich bekannt gemacht und in Kraft getreten am 30. Juni 1994, wird aufgehoben.

Ansprechpartner/Kontakt

Der Stadtteil Löbtau - Nord, im Südwesten Dresdens gelegen, war von 1993 bis 2012 Teil von umfassenden Stadterneuerungsmaßnahmen der Landeshauptstadt Dresden, welche in weiteren Stadtgebieten noch bis heute weiter andauern.

Löbtau kann bereits auf sehr lange Geschichte zurückblicken, welche durch die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1068 ihren Anfang nahm. Idyllisch an der Aue der Weißeritz gelegen ist der historische Ortskern des ehemals reichen Bauerndorfes slawischen Ursprunges noch heute in Altlöbtau zu erkennen. Im Zuge der Industrialisierung und der günstigen Lage an der Weißeritz kam es auch in Löbtau zur Ansiedlung von Fabriken und Arbeitersiedlungen. Im 19. Jahrhundert war Löbtau Teil eines frühindustriellen Ballungszentrums. In dieser Phase entstand die bis heute für Löbtau charakteristische Gebietstypik. Im Jahr 1875 entwarf der Geometer Emil Ueberall das rasterförmige Straßennetz, an denen in offener Bauweise die drei- bis viergeschossigen Würfelhäuser erbaut wurden. Diese gründerzeitlichen Wohnhäuser, im Volksmund auch „Kaffemühlen“ genannt, prägen bis heute das Stadtbild in Löbtau.

Da die gründerzeitlichen Wohnviertel im Städte- und Wohnungsbau der DDR eine untergeordnete Rolle spielten und vernachlässigt wurden, nahm auch der stetige Verfall der Wohnsubstanz in Löbtau merklich zu. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden neben den erheblichen baulichen Mängeln auch zahlreiche funktionale Defizite, wie das Fehlen von Spielplätzen, sowie von Sport und Freizeitangeboten in Löbtau festgestellt. Die förmliche Festlegung als Sanierungsgebiet 1993 war die logische Konsequenz um die entstandenen Entwicklungsnachteile konsequent abzubauen. Dabei sollte neben den umfassenden Modernisierungsmaßnahmen an Gebäuden, die Erhöhung der Lebensqualität im Stadtteil durch Zunahme an Grün- und Erholungsflächen, stets das unverkennbare Ortsbild erhalten bleiben.

Nennenswerte der zahlreichen Maßnahmen in der langen Förderperiode sind zum Beispiel die Aufwertung der Spielplätze in Altlöbtau und „Am Lerchenberg“, die Sanierung der Kita „Nautilus“, sowie die Umgestaltung des Areals an der Friedenskirche.

Der Erfolg der Sanierungsmaßnahmen, welche 2012 förmlich abgeschlossen wurden, spiegelt sich nicht nur im aufgewerteten Stadtteilbild wieder, sondern auch in der stetigen Zunahme der Einwohnerzahl, sowie dem Rückgang des Wohnungsleerstandes in den letzten Jahren. Löbtau ist heute wieder ein attraktiver Wohnort für alle Altersgruppen und blickt dank der gelungenen Erneuerungsmaßnahmen in eine positive Zukunft.

Eine detaillierte Zusammenfassung der Sanierung in Löbtau bildet die 2012 erschienene Broschüre: „Löbtau Nord 1993 -2012“ ab.

Beispiele für den Einsatz von Städtebaufördermitteln und gelungenen privaten Bauvorhaben.

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