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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/sanierung/Sanierungsgeb-Cossebaude.php 25.01.2017 09:38:32 Uhr 20.10.2017 03:26:34 Uhr

Abgeschlossenes Sanierungsgebiet Cossebaude

Allgemeine Daten

Gebietsgröße: 14,0 ha 
Beschluss Gemeinderat: 26. August 1996
Öffentliche Bekanntmachung: 07. August 1997 
Geschätztes Fördervolumen: 5,0 Mio EUR
Durchführungszeitraum:  1996 bis 2012
Einwohner (Stand 31.12.2011): 453

Die Karte zeigt die Grenze des Sanierungsgebietes Dresden-Cossebaude mit blauem Umfassungsband
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Gebietskarte

Aufhebung der förmlichen Festsetzung des Sanierungsgebietes Dresden S 8 " Cossebaude - Altstadt"

Die vom damaligen Gemeinderat Cossebaude am 12. August 1996 beschlossene Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Cossebaude - Altstadt wurde rechtskräftig am 27. März 2014 aufgehoben.

Ansprechpartner/Kontakt

Der Stadtteil Cossebaude wurde im Juli 1997 nach Dresden eingemeindet und liegt idyllisch im Elbtal im Nordwesten der Landeshauptstadt. Von 1996 bis 2012 war Cossebaude eines der elf förmlich festgelegten Sanierungsgebiete im Stadtgebiet und somit Bestandteil von umfassenden Erneuerungsmaßnahmen.

Cossebaude war den größten Teil seiner über 940 jährigen Geschichte ein kleines Bauerndorf, welches für Wein- und Obstanbau bekannt war. Mit der Errichtung der Eisenbahnstrecke Dresden-Coswig steigerte sich die Ansiedlung von Industriebetrieben und mit dem einhergehenden Bevölkerungszuwachs verdichtete sich auch die ländliche Siedlungsstruktur. Trotz dieser Verdichtung ist Cossebaude immer noch durch eine lockere Bebauung vor allem mit gründerzeitlichen Blockvillen und hohem Grünflächenanteil gekennzeichnet.

Die Vernachlässigung der gründerzeitlichen Wohnviertel im Städte- und Wohnungsbau der DDR führte auch in Cossebaude zu einer starken Verschlechterung der Wohnverhältnisse. Der Großteil der Gebäude wies nicht nur erhebliche Mängel an der Gebäudesubstanz auf, sondern entsprach auch nicht dem zeitgemäßen Standard. Funktionale Defizite, wie zum Beispiel der unzureichende Anteil an öffentlichen Grünflächen verstärkten den schlechten Zustand und somit die die Notwendigkeit des Handelns.

1996 wurde Cossebaude förmlich festgelegt als Sanierungsgebiet um die erkannten Missstände konsequent abzubauen. Die vordergründigen Ziele der Sanierung waren die Verbesserung der Bausubstanz und die Modernisierung der bestehenden Wohnungen. Hinzu kamen die Aufwertung des Ortsbildes mit der Einrichtung eines funktionierenden Ortskernes, sowie die Aufwertung der Straßen und Gehwege. Für die Umsetzung der ehrgeizigen Ziele wurden rund fünf Millionen Euro Städtebaufördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahme“ bereitgestellt.

Neben der grundhaften Gebäudesanierung konnte in den 16 Jahren Förderzeit auch der Großteil der öffentlichen Straßen und Plätze umfassend erneuert werden. Die Sanierung des Heimathauses Cossebaude konnte dabei ebenso realisiert werden wie die Sanierung und der Neubau der Kindertagesstätte Cossebaude. Somit erreichten die Sanierungsmaßnahmen nicht nur eine Aufwertung der technischen Infrastruktur sondern auch eine Verbesserung der sozialen und kulturellen Gegebenheiten in Cossebaude.

Durch den gezielten Einsatz von öffentlichen und privaten Investitionen und einem engagierten Vorgehen aller Beteiligten im Stadtteil konnten die hoch gesteckten Ziele erreicht werden und Cossebaude zu einem heute attraktiven und lebenswerten Stadtteil mit hoher Aufenthaltsqualität entwickeln.

Eine detaillierte Zusammenfassung der Sanierung in Cossebaude bildet die 2012 erschienen Broschüre: „Cossebaude Altstadt 1996 - 2012“.

Die Karte zeigt die Lage des Sanierungsgebietes Cossebaude-Altstadt im Stadtgebiet
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Lage des Sanierungsgebietes im Stadtgebiet
Das Foto zeigt das Gebäude Talstraße 5. Ein helles, saniertes Fachwerkhaus mit dekorativem, sichtbaren Fachwerk. Das Heimathaus Cossebaude.
© Stadtplanungsamt, Heimathaus Cossebaude Talstraße
Das Foto zeigt eine helles und sehr modernes Gebäude vor dem Kinder auf einer hölzernen Bank sitzen und essen. Ein Mädchen schiebt einen Puppenwagen.
© Stadtplanungsamt, städtische Kita Hauptstraße 12
Das Foto zeigt ein großes saniertes Wohngebäude, welches sehr individuell gestaltet ist. Teilweise sind die Außenwände holzvertäfelt, ein Balkon ist eingeschoben ins Dach, ein anderer aufgeständert und im Erdgeschoss haben die Wohnungen Gartenanteile
© Stadtplanungsamt, Wohngebäude Hauptstraße 1
Das Foto zeigt einen gestalteten Platz mit Rundbänken und grünen Hecken, vor saniertem Fachwerkhaus.
© Stadtplanungsamt, Festplatz an der Talstraße

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