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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/sanierung/Entwicklungsgebiet-Nickern.php 11.12.2017 13:19:45 Uhr 12.12.2017 17:02:00 Uhr

Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Nickern

Gebietsplan Entwicklungsgebiet Nickern
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Gebietsplan Entwicklungsgebiet Nickern

Konversionsgebiet Nickern – Vom Kasernengelände zum Wohngebiet

Die Fläche am südlichen Stadtrand von Dresden war ab 1932 Ausbildungsstandort der Luftwaffe. Ab 1945 wurde das Gelände durch die sowjetischen Streitkräfte genutzt.

Nach Aufgabe der militärischen Nutzung 1992/ 93 übertrug die Bundesrepublik Deutschland die Fläche an den Freistaat Sachsen. Zugleich war die Landeshauptstadt Dresden bestrebt, eigene Flächenangebote zu schaffen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnbauland sicherzustellen und dem Abwanderungstrend ins Umland entgegenzuwirken.

Um eine zügige und koordinierte Umnutzung der Militärbrache zu fördern, beschloss der Stadtrat im Dezember 1994 die förmliche Festsetzung eines städtebaulichen Entwicklungsbereiches.

Als treuhänderischer Entwicklungsträger wurde die STESAD GmbH eingesetzt. Die ehemals militärischen Flächen wurden noch 1994 insbesondere vom Freistaat erworben.

Seit Mai 1995 ist die Entwicklungssatzung in Kraft. Seither werden die Militärbrache und die angrenzenden Bereiche (57 ha) auf Grundlage eines rechtskräftigen Bebauungsplanes bei Erhalt wertvoller Landschaftsformen zu einem Wohngebiet entwickelt.

Unter Beachtung der aktuellen Nachfrage auf dem Grundstücks- und Wohnungsmarkt wurde je nach Erfordernis in Teilbereichen ein Änderungsverfahren zum Bebauungsplan eingeleitet.

Bund, Land und Stadt haben mit der Bereitstellung von Fördermitteln in Höhe von 22,24 Mio. Euro für Grunderwerb, Ordnungsmaßnahmen, Altlastensanierung, Erschließung und Freiflächengestaltung die Voraussetzung dafür geschaffen.

Stand der Entwicklung März 2016

  • 345 öffentlich geförderte Mietwohnungen im Geschosswohnungsbau (Neubau und Sanierung/Umnutzung Kasernengebäude);
  • ca. 590 Wohneinheiten im verdichteten bzw. individuellen Eigenheimbau;
  • Gestaltung der Grünbereiche Stadtteilpark und Trutzsch;
  • Kleingartenanlage »Am Trutzsch« des Stadtverbandes »Dresdner Gartenfreunde e. V.«
  • Kinder- und Jugendspielplatz im Stadtteilpark;
  • Sport- und Spielfläche am Trutzsch;
  • Kindertageseinrichtung und Gewerbe- und Dienstleistungseinrichtungen im sanierten denkmalgeschützten Kasernengebäude.

Das Gebiet ist durch den ÖPNV erschlossen. Die Standortphilosophie, Leben zwischen Stadt und Land, ist Realität geworden. Mittlerweile leben auf dem ehemaligen Kasernengelände ca. 1800 Menschen, welche die aufgelockerte, mit viel Grün durchzogene Bebauung zu schätzen wissen. Eine großzügige Stadtteilparkanlage wertet das Wohngebiet weiter auf. Die Vermarktung der Baufelder bzw. der Verkauf von Grundstücken für den individuellen Eigenheimbau erfolgt durch den treuhänderischen Entwicklungsträger STESAD GmbH.

Gegenwärtig arbeiten Stadt und Entwicklungsträger an der Entwicklung des Teilbereiches 1, dem etwa 7,8 ha großen Areal nördlich des ehemaligen Kasernengebäudes (heute Wohnungen, KITA, Gewerbe).

In 2010/2011 wurden die bundeseigenen Grundstücke erworben. Der Bebauungsplan Nr. 35.3, Dresden Nickern Nr. 2 ehemaliges Kasernengelände, wurde am 26. Februar 2015 vom Stadtrat beschlossen und ist seit dem 19. März 2015 rechtskräftig. In 2016 haben die Baumaßnahmen zur Errichtung der Erschließungsstraßen sowie der Ver- und Entsorgungsleitungen für das neue Wohngebiet "Nickerner Stadtgärten" begonnen. Auf dem Areal zwischen Heinz-Bongartz-Straße und Nickerner Straße entstanden neue Baugrundstücke für Einfamilien- und Reihenhäuser. Mit der Vermarktung wurde begonnen.

Die Erneuerungsziele sind grundsätzlich erreicht. Die Neuordnung des gesamten Entwicklungsbereiches wird mit der Erschließung und Vermarktung des letzten Teilbereiches abgeschlossen. Der Imagewandel des ehemaligen Kasernengeländes in den letzten Jahren lässt sich insbesondere auf die großzügig gestalteten öffentlichen Räume und eine intakte Infrastruktur zurückführen. Entstanden ist ein Wohnstandort mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität.    

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