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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/sanierung/Dresden-S-05.1-Plauen.php 23.08.2017 13:33:26 Uhr 12.12.2017 11:27:56 Uhr

Abgeschlossenes Sanierungsgebiet Dresden S-05.1 Plauen

Allgemeine Daten

Gebietsgröße: 14,2 ha 
Beschluss Gemeinderat: 02. Juni 1994
Öffentliche Bekanntmachung: 17. Juni 1994 
Beschluss Erweiterungsgebiet: 14. Juli 2005
Öffentliche Bekanntmachung: 29. August 2005
Geschätztes Fördervolumen 8,3 Mio EUR
Durchführungszeitraum:  1994 bis 2014
rechtskräftige Aufhebung 25.Juni 2015
Einwohner (Stand 31.12.2013): 2.192
Die Karte zeigt die Grenze des Sanierungsgebietes Dresden-Plauen mit blauem Umfassungsband
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Gebietskarte

Aufhebung der förmlichen Festsetzung des Sanierungsgebietes Dresden S 05 " Dresden- Plauen"

Die vom Stadtrat der Landeshauptstadt beschlossene Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Dresden S-05.1 Dresden - Plauen, öffentlich bekanntgemacht und in Kraft getreten am 17. Juni 1994, sowie die Satzung zur Gebietserweiterung, öffentlich be­kanntgemacht und in Kraft getreten am 29. August 2005, wurde am 25.Juni 2015 rechtskäftig aufgehoben.

Von 1994 bis 2015 war der Stadtteil Plauen, gelegen im Süden von Dresden am Ufer der Weißeritz, eines von elf förmlich festgelegten Sanierungsgebieten der Landeshaupthaupt und somit Teil umfangreicher Fördermaßnahmen im Rahmen der Stadterneuerung. Plauen, erstmals 1206 urkundlich erwähnt, war jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt und eine wichtige Floßverbindung an der Weißeritz in die nahe gelegene Residenzstadt Dresden. Außerdem bot die malerische Landschaft im Plauenschen Grund berühmten Malern der Romantik, wie unter anderem Casper David Friedrich, eine beeindruckende Kulisse für ihre Werke. Die Zeit der Industrialisierung ist in Plauen eng mit dem Namen Gottlieb Traugott Bienert verbunden. Er modernisierte nicht nur die Plauener Hofmühle und entwickelte sie zu einer der größten Getreidemühlen in Sachsen, sondern errichtete auch für die Kinder seiner Arbeiter einen Kindergarten und eine Schule. In dieser Zeit entstand auch die für Plauen typische geschlossene Gründerzeitbebauung, welche den dörflichen Charakter Plauens verdrängte. Im Jahr 1903 folgte die Eingemeindung nach Dresden. Der Stadtteil blieb weitestgehend vom Krieg unzerstört. In der Nachkriegszeit lag das Augenmerk auf Neuschaffung von Wohnraum durch industriellen Wohnungsbau, so dass die gründerzeitlichen Wohnquartiere in Plauen vernachlässigt wurden. Nach der Wiedervereinigung war das Plauener Stadtbild von ruinösen Wohnhäusern, Brachflächen, schadhaften Straßen und einem schmutzigen Weißeritzufer geprägt. Auf Grund der erheblichen städtebaulichen Mängel, welche auch funktionale und soziale Defizite hervorbrachten, wurde ein Teil Plauens 1994 zum Sanierungsgebiet erklärt. Im Vordergrund stand die denkmalschutzgerechte und umweltverträgliche Sanierung der Gebäude unter ständiger Einbeziehung der Interessen der Bewohnerschaft. Das Sanierungsgebiet wurde 2005 um den historischen Ortskern erweitert, dessen bauliche Missstände durch die Hochwasserschäden 2002 verstärkt wurden. Im gesamten Förderzeitraum wurden ca. 9 Millionen Euro Städtebaufördermittel für die Sanierung von Wohngebäuden und den Abbruch von Seiten-und Hintergebäuden verwendet. Neben der denkmalschutzgerechten Sanierung der Wohngebäude mit viel Liebe zum Detail konnten mit einem kleinen Anteil auch zwei öffentliche Gebäude, welche nicht direkt im Sanierungsgebiet lagen, wie das Neo-Renaissance Rathaus im Ortszentrum und der ehemalige Plauener Bahnhof als Jugend- und Stadtteilhaus, saniert werden. Die Aufwertung von Straßen und öffentlichen Plätzen konnte ebenso erfolgreich realisiert werden wie die Schaffung von Kinderspielplätzen. Mit der gezielten Hilfe der Städtebauförderung und dem hohen Engagement der Plauener Bürger, Eigentümer und aller am Sanierungsprozess beteiligter Akteure konnten die ehrgeizigen Ziele im Quartier erreicht werden und sich Plauen heute wieder zu einem attraktiven Stadtteil mit hoher Aufenthaltsqualität für Jung und Alt entwickeln.

Karte zeigt die Lage des Sanierungsgebietes im Stadtgebiet
© Amt für Geodaten und Kataster und Stadtplanungsamt, Lage des Sanierungsgebietes
Blick auf das historische Rathaus Plauen
© Stadtplanungsamt, Rathaus Plauen
Das Foto zeigt den größten Raum im Plauener Rathaus mit Jugendlichen, welche Hockey spielen.
© Stadtplanungsamt, Jugendliche in Aktion
Blick entlang der ausgebauten Hofmühlenstraße mit Bewegungselementen aus Edelstahl im Promenadenbereich entlang der Weißeritz
© Stadtplanungsamt, Hofmühlenstraße
Das Foto zeigt den ehemaligen Plauener Bahnhof mit sanierter Fassade und Weinbewuchs.
© Stadtplanungsamt, Stadtteilhaus "Plauener Bahnhof"

Weitere Beispiele für den Einsatz von Städtebaufördermittel.

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