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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/schulen/Pestalozzi-Gymn_Speiseraum.php 23.06.2015 16:42:34 Uhr 23.10.2017 15:25:45 Uhr

Neubau des Speiseraums am Pestalozzi-Gymnasium in Dresden

Bauvorhaben

Neubau Speiseraum am Pestalozzi-Gymnasium, Pestalozziplatz 22, 01127 Dresden

Projektauftraggeber

Landeshauptstadt Dresden / Schulverwaltungsamt

Kontakt

Projektleitung: Herr Michael Hübner
Fachingenieur Elektro:
Herr L. Zodehougan
Fachingenieur Haustechnik:
Herr K. Bellmann


Besucheranschrift

Lingnerallee 3, 01069 Dresden


Themenstadtplan

Verkehrsverbund Oberelbe

VVO-Auskunft

Telefon 0351-488 3884
Fax 0351-488 3805
E-Mail mhuebner1@dresden.de
Website www.dresden.de/hochbau


Postanschrift

Postfach 120020, 01001 Dresden

Bauzeit

Planung: 04.2012 bis 05.2013 
Ausschreibung/Vergabe:                 06.2013 bis 12.2013
Baudurchführung: 12.2013 bis 12.2014 (Speiseraum)
  12.2013 bis 02.2015 (Umbau Imbiss) 

Baukosten (brutto)

Planung: 282.500 EUR
Durchführung:          1.203.000 EUR
Gesamtsumme:       1.485.500 EUR
davon Fördermittel:               572.700 EUR

Die Maßnahme wird gefördert mit Zuwendungen des Freistaates Sachsen zur weiteren Verbesserung der schulischen Infrastruktur (EU-Fonds, Bund, Länder etc.)

Baubeschreibung          

Allgemein / Lage

Am Standort Pestalozziplatz 22 in 01127 Dresden befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Schulgebäude des Pestalozzi Gymnasiums. Es wurde 1908 bis 1912 unter Stadtbaurat Hans Erlwein errichtet und nach 1994 in mehreren Bauabschnitten teilsaniert.

Das Schulgrundstück liegt im Norden von Dresden im Stadtteil Pieschen-Nord und wird durch den Straßenraum des Pestalozziplatzes und der Weinböhlaer Straße begrenzt. Der geplante Neubau befindet sich direkt und hofseitig am Nordflügel des Schulgebäudes und wird im Westen durch das Schulgebäude (Aula, Mehrzweckraum), im Norden durch die Hofzufahrt von der Weinböhlaer Straße und durch einen dahinter liegenden Kindergarten sowie im Osten und Süden durch den Schulhof begrenzt.

Die Räumlichkeiten für die jetzige Speiseversorgung der Schüler und Lehrer befinden sich im Kellergeschoß des Schulgebäudes. Sie haben keine künstliche Be- und Entlüftung, beengte Platzverhältnisse und kaum eine Beziehung zum Außenraum.  Aufgrund der beschriebenen Situation der Speiseversorgung hat dies zur Folge, das viele Schüler auf die Einnahme des Mittagessens verzichten.

Städtebauliche Einordnung

Innerhalb des städtebaulichen Umfeldes, bestehend aus offener und geschlossener Bauweise, stellt das Schulgebäude ebenso wie der angrenzende Kindergarten ein Solitär dar und bildet aufgrund seiner Höhe und seiner Baumasse eine Dominante im Stadtbild. Der anzubauende Speiseraum ordnet sich dem Schulgebäude unter und verändert durch seine gegenüber dem vorhandenen Kohlenkeller nur geringfügig gewachsene Kubatur den städtebaulichen Charakter nicht. Die neue Fassade wertet die nordwestliche Schulhofecke auf und setzt einen modernen Akzent. Die nördliche Grenze des Neubaus nimmt die Flucht von Aula und Mehrzweckraum auf. Die östliche Bauflucht verschiebt sich um 3 Meter in Richtung Schulhof. Weiterhin wächst der Neubau in der Höhe um 1,4 Meter und besitzt somit eine zum angrenzenden Flur des Bestandsgebäudes niveaugleiche Dachfläche.

Der Neubau ordnet sich gestalterisch dem Schulhaus unter, indem er vorhandene Baufluchten und Gesimshöhen aufnimmt. Er besitzt eine zeitgemäße, sachliche und funktionale Formensprache. Er erhält äußerlich eine zurückhaltende Farbgebung. Um die hofseitige Fassadenhöhe ausgewogen zu gestalten, wird die Brüstung im oberen Teil nicht massiv, sondern als aufgeständertes, filigranes Geländer ausgeführt. Die Treppenanlage wird unter Wiederverwendung der vorhandenen Granitstufen errichtet.

Baubeschreibung Erweiterungsneubau

Im Rahmen der Errichtung des neuen Speisebereiches ist geplant, den am Nordflügel des Schulgebäudes vorhandenen maroden ungenutzten Kohlenkeller abzubrechen und durch einen Speiseraumneubau zu ersetzen. Mit der geplanten Lösung kann der Neubau vom Schulgebäude über den Flur des Kellergeschosses erschlossen werden und hat über eine Terrasse (Freisitz) eine direkte Anbindung an den Schulhof. 

Der Neubau Speiseraum besteht aus einem großräumigen Speisebereich zur Esseneinnahme mit einem abgetrennten Küchentrakt. Der Küchentrakt gliedert sich in Ausgabeküche, Spülküche, Kühllager und Abstellraum. Der Zugang zum Speiseraum erfolgt über den Kellerflur des Bestandsgebäude. Dieser Flur wird durch Umverlegung von Medien, durch eine abgehangene Decke und durch neuen Bodenbelag aufgewertet. Zur Überwindung des vorhandenen Höhenunterschiedes befindet sich am Flurende eine 4-stufige Treppe sowie eine behindertengerechte Rampe für Rollstuhlfahrer. Der neue Speiseraum selbst bietet 172 Sitzplätze und damit ca. 50 Plätze mehr als der derzeit vorhandene Speisebereich. Er besitzt eine großzügige Glasfront zu einem vorgelagerten, muldenförmigen Freisitzbereich, der mittels Sitzstufen in den Schulhof übergeht. Die Ver- und Entsorgung der Ausgabeküche erfolgt auf kurzem Weg vom Schulhof über den Kellerflur.

Das Dach des Speiseraumes wird als Abstellfläche für Fahrräder genutzt. Es können ca. 98 Fahrräder abgestellt werden.

Der alte Speisebereich, derzeit mit einem Imbiss gekoppelt, wird ebenfalls umgestaltet. Der durch den Imbiss genutzte Ausgaberaum wird abgebrochen, der Imbiss wird in die jetzige Essenausgabe verlegt. Weiterhin werden die Bereiche für Küchen- und Reinigungspersonal aufgewertet bzw. umgestaltet. Das Reinigungspersonal bezieht einen derzeit ungenutzten Waschraum, welcher für die geplante Nutzung mit geringen Aufwand ertüchtigt wird. Das Küchenpersonal bezieht den derzeitigen Personalraum des Reinigungspersonals.

Beteiligte Planungsbüros

  • Gebäudeplanung: Neu.Bollrich.Hofmann.Gechter Architekten, Dresden
  • Tragwerksplanung: Mayer-Vorfelder und Dinkelacker, Dresden
  • Planung Heizung+Lüftung+Sanitär: IBAR Engineering GmbH, Dippoldiswalde
  • Elektroplanung: IBAR Engineering GmbH, Dippoldiswalde
  • Tiefbauplanung: Ingenieurbüro Dipl.-Ing. F. Kirsten, Dresden
  • Thermische Bauphysik/Schallschutz/Raumakustik: IB Lobers & Partner, Dresden
  • Baugrunduntersuchung: Baugrundbüro Hommel, Dresden
  • Schadstoffgutachten: ERGO Umweltinstitut GmbH, Dresden  
  • Baubegleitende Schadstoffentsorgung: IB Zimmermann, Dresden

Beteiligte Baufirmen

  • Los 01: Abbruch, Erdbau, Rohbau: Uwe Riße Hoch- und Tiefbau, Klipphausen
  • Los 02: Heizung + Sanitär: Haustechnik Schmiedeberg
  • Los 03: Lüftung: Klunge Klima-Filtertechnik
  • Los 04: Elektroinstallation: Elektro Noack GmbH
  • Los 05: Metallbauarbeiten: Hölig Metallbau GmbH
  • Los 06: Tischlerarbeiten: Tischlerei Winkler
  • Los 07: Trockenbauarbeiten: Trockenbau Beeg
  • Los 08: Fliesenlegerarbeiten: Leideck Stein, Fliesen und Platten
  • Los 09: Bodenbelagsarbeiten: Großenhainer Ausbau GmbH
  • Los 10: Malerarbeiten: Maler Feistel GmbH
  • Los 11: Schlosserarbeiten: noch nicht vergeben
  • Los 12: Außenanlagen: noch nicht vergeben
  • Los 13: Dachabdichtung: Hans Hobeck und Söhne Dachbau GmbH

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