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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/schulen/35_MS_Weissig_SH.php 23.06.2015 16:41:57 Uhr 18.10.2017 20:27:01 Uhr

Umbau und Erweiterung der Oberschule Weissig

Bauvorhaben

Umbau und Erweiterung des Schulgebäudes an der Mittelschule Dresden-Weißig

Anschrift: Gönnsdorfer Weg 1, 01328 Dresden

Projektauftraggeber

Landeshauptstadt Dresden, Schulverwaltungsamt

Projektleitung

Landeshauptstadt Dresden, Hochbauamt

Bauzeit

 Planung: von 07.2009 bis 02.2014 
 Ausschreibung/ Vergabe: von 03.2014 bis 03.2015
 Baudurchführung: von 06.2014 bis 02.2016

Baukosten (brutto)

 Planung:     972.000 EUR
 Durchführung:  7.819.146 EUR
 Gesamtkosten:  8.791.146 EUR
 davon Fördermittel:  3.322.800 EUR

 

Fördermittelgeber: Freistaat Sachsen / Förderfonds zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur

Baubeschreibung

Allgemein / Lage

Das Gebäude der Mittelschule Weißig befindet sich in östlicher Stadtrandlage von Dresden im Stadtteil Weißig. Es markiert den Übergang zwischen der dörflichen Bebauung des alten Ortskerns Weißig und dem offenen Landschaftsraum des Schönfelder Hochlandes.  An dieser Stelle bieten sowohl der Verlauf des Gönnsdorfer Weges als auch der klar definierte Feldrain entlang der Bahnhofsstraße Ansätze für eine städtebauliche Orientierung. Das vorhandene Schulgrundstück mit dem vorhandenen Schulgebäude befindet sich auf einem stark abfallenden Hanggrundstück.

Das Bestandsgebäude wurde in den 70er Jahren als Stahlbeton-Plattenbau in Querbauweise errichtet und besitzt ein Erdgeschoss, zwei Obergeschosse sowie ein vollständiges Kellergeschoss mit Tiefkeller. Es besteht aus tragenden Stahlbetonwänden mit einer Stärke von 190 mm, welche im Wesentlichen unbewehrt sind. Die Geschossdecken bestehen aus 290mm dicken Ackermanndecken-Fertigteilen. Im Jahre 1998/99 wurden im Rahmen einer Dachaufsattelung des vorhandenen Plattenbaus drei neue Klassenräume und WC-Anlagen geschaffen. Die ehemalige Dachdecke wurde zur Aufnahme der Verkehrslast verstärkt.

Die Mittelschule Weißig soll zu einer zweizügigen Mittelschule ausgebaut werden.

Städtebauliche Einordnung

Mit dem bestehenden Schulgebäude und der geplanten Sporthalle sind wesentliche Eckpunkte zur Bebauung des Grundstücks gegeben. Der Erweiterungsbau ist in zwei Richtungen orientiert. Er entspricht damit der prägnanten örtlichen Situation und komplettiert das Gebäudeensemble zu einer ablesbaren Einheit mit Anklängen an eine ländliche Hofanlage. Die Raumbildung in den Freiflächen wird durch die Anordnung der Baukörper differenziert. Der Landschaftsraum fließt zwischen Sporthalle und Erweiterungsbau in die Hofflächen ein und der dreiseitig gefasste Innenhof zwischen Alt- und Neubau bietet Windschutz und Anbindung an Pausenhalle und Speisesaal.

Baubeschreibung Erweiterungsneubau

Durch Anordnung des Erweiterungsbaus, der neuen Außenanlagen und dem Neubau der Sporthalle wird die Verlegung der Zufahrt für Anlieferungen und Stellplätze notwendig. Diese wird auf die Nordostseite des Bestandsgebäudes angeordnet.

Für eine ebenerdige Verbindung zwischen Schulgebäude und Sporthalle sowie dem Neubau der Zufahrt ist die Abgrabung des Erdreiches vor dem Kellergeschoss des Altbaus notwendig. Somit entsteht ein vollwertig nutzbares Sockelgeschoss mit Klassenräumen und zwei Zugängen zum Außenraum und eine neue Zufahrt zum Schulgrundstück inkl. Parkplätzen.

Im Dachgeschoss des Bestandsgebäudes wird der mittlere Bereich des Dachstuhles abgebrochen, um durch zwei lange Dachgauben die entsprechende Raumhöhe und Nutzfläche für vollwertige Unterrichtsräume zu schaffen.

Der Haupteingang mit Pausenhalle und angeschlossenem Mehrzweckraum befindet sich im Neubau und ist an den Gönnsdorfer Weg angebunden. Von der Pausenhalle - mit Blick auf den geschützten Pausenhof - ist der Speiseraum auf kurzem Weg erreichbar. Die Erschließung des Schulgebäude erfolgt vom zentralen Haupteingang und der angeschlossenen Treppe am Gönnsdorfer Weg und wird in den Obergeschossen als Mittelflur weitergeführt, der jeweils an beiden Enden kleine Aufenthaltsflächen für Ausblick und Kommunikation vorsieht. Zwei weitere Treppen,  jeweils in Alt- und Neubau, sichern den zweiten Rettungsweg und verkürzen die Wege innerhalb des Hauses. Neben der durchgehenden Treppe auf der Nordostseite wird im Dachgeschoss des Altbaus eine weitere Verbindungstreppe in das 2.OG eingefügt, so dass auch diese Ebene über zwei Treppen angebunden ist. Ein Aufzug im Altbau sichert die barrierefreie Anbindung aller Ebenen des Schulgebäudes und des Pausenhofs. Desweiteren führt aus dem Sockelgeschoß des Altbaus ein kurzer Weg zum Haupteingang der Sporthalle.

Die Verteilung der Räume innerhalb des Gebäudekomplexes folgt einem einfachen Grundgedanken. Alle Klassenräume und Gruppenräume sind zusammenhängend innerhalb des Neubaus angeordnet und jeweils nach Südwesten bzw. Südosten und zur Landschaft hin orientiert. Eine Teilunterkellerung des Neubaus schafft die notwendigen Technikflächen an zentraler Stelle und berücksichtigt den oberflächennah anstehenden Felshorizont im Untergrund. Im Altbau sind Fachkabinette, Räume für Werk- und Technikunterricht, die Bibliothek, Kunst- und Musikraum, die erforderlichen Räume für die Schulleitung inkl. Lehrerzimmer und Sekretariat sowie weitere Räume für Ganztagsangebote angeordnet.

Beteiligte Planungsbüros

Gebäudeplanung: meyer-bassin und partner bda, Dresden
Tragwerksplanung: IBB Wilhelm, Dresden
Planung Heizung+Lüftung+Sanitär: NKG Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
Elektroplanung:  IBAR Engineering GmbH, Dippoldiswalde
Aufzugplanung:  DTP Theaterbühnentechnik GmbH, Dresden 
Tiefbauplanung:  Ingenieurbüro Dipl.-Ing. F. Kirsten, Dresden 
Thermische Bauphysik:  Kai Rentrop / Wolfgang Sorge GbR, Dresden 
Schallschutz/Raumakustik:   Genest und Partner Ingenieurgesellschaft, Dresden 
Baugrunduntersuchung:  Baugrundbüro Hommel, Dresden
Schadstoffgutachten:  Müller BBM, Dresden  

Beteiligte Baufirmen

Los 1 Rodungsarbeiten: Dipl.-Ing. Dieter Rotzsch 
Los 2 Abbau und Umsetzung mobiler Raumeinheiten:  Karl Köhler Bauunternehmung GmbH 
Los 4 Rückbau Gerüsttreppe:   Bindig Gerüstbau GmbH 
Los 5 Brandmeldeanlage: TFI Systeme Radeberg 
Los 6 Abbrucharbeiten:  AEB GmbH 
Los 7 Bauhauptgewerke:  HIG Hoch-und Ingenieurbau Gera GmbH 

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden Hochbauamt

Projektleitung: Herr Hübner
Fachingenieur Elektro: Herr Hönisch
Fachingenieur HLS: Herr Bellmann


Besucheranschrift

Lingnerallee 3
01069 Dresden


Themenstadtplan

Telefon 0351-488 3884
Fax 0351-488 3805
E-Mail mhuebner1@dresden.de
Website http://dresden.de/hochbau


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