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https://www.dresden.de/de/rathaus/politik/stadtrat/c_01.php 04.04.2018 11:19:49 Uhr 21.07.2018 06:00:39 Uhr

Aktuelles aus dem Seniorenbeirat

21. Sitzung 12.3.18

OB Hilbert: Schwerpunkte und Ziele – Seniorenpolitik der Fraktionen – Seniorenbegegnungsstätten  – „Prager Zeile“

Als Erstes berichtete OB Dirk Hilbert über die geplante Neustrukturierung der städtischen Verwaltung. Ziel ist die zentrale Unterbringung in der Stadtmitte mit dem Ziel, den Bürgern kurze Wege anzubieten und der Verwaltung eine effiziente und problemorientierte Verwaltungspraxis zu ermöglichen. Deshalb soll am Ferdinandplatz ein neues Verwaltungsgebäude gebaut werden, der Ausbau des Objektes Theaterstraße läuft bereits und das Neue Rathaus wird fertig saniert. Zur Ansiedlung eines Seniorenbeauftragten laufen noch interne Abstimmungen.

In der anschließenden Diskussionen wurden besonders die immer noch bestehenden Unzulänglichkeiten im Bereich Mobilität im Alter angesprochen. Zum Beispiel wird für das Fußverkehrskonzept das überarbeitete Gestaltungshandbuch nur zögerlich umgesetzt. Auch gebe es viele Unzulänglichkeiten bei kleinteiligen Reparaturen von Fußwegen und im Winterdienst. Damit stelle sich die Frage nach einem Fußverkehrsbeauftragten. /E

Die Vertreterin der LINKEN betonte die Unterstützung ihrer Fraktion beim Haushaltsbeschluss für Seniorenbegegnungsstätten, zentrale Wohnberatungsstelle und Aufzug Brühlsche Terrasse.

Für die SPD erläuterte Herr Drews seine Aktivitäten der Bereitstellung der Haushaltsmittel für Träger der Seniorenselbsthilfe, Verhandlungen mit Investoren für die Bereitstellung altersgerechter und barrierefreier Wohnungen sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei Ampelschaltungen. /E

Die Leiterin des Sozialamtes, Dr. Susanne Cordts, berichtete über die Entwicklung geförderter Seniorenbegegnungsstätten.

Ein Altenhilfeplan ist vorhanden, Realisierung vielfach ausstehend, Teilhabegesetz ebenfalls vorhanden, Pflichtaufgaben lassen sich nur im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten realisieren.

Es wird auf die Grundsicherung verwiesen, Beratungen im Pflegebereich werden wahrgenommen. Das Netzwerk der Begegnungsstätten wird mit wenig Personal betrieben, die Zahl der Standorte stagniert im Gegensatz zur demografischen Entwicklung, entscheidend sind die Finanzen.

Wichtig ist der Gemeinwesensvergleich zwischen den Städten, die Beratungen sind zu erweitern.

In der Diskussion wurden die folgenden Hinweise gegeben.
Frau Dr. Haufe: besser zentrale Begegnungs- und Beratungsstellen, die Begegnungsstätten sind sehr unterschiedlich verteilt, besser Steuerung nach Bevölkerungsstruktur

Antwort: Finanzen werden flexibel eingesetzt, zeitliche Abfolge, Ausschüsse und Trägeranforderungen sind kompliziert.

Herr Dr. Müller: Begegnungsstätten weiter fördern, sind aber überlastet

Herr Dudeck: Angebote an Wochenenden fehlen, von ihm vorgetragene Antragsformulierung wird nach Diskussion zurückgezogen. /R

Herr Großpietsch, Geschäftsführer des Trägers ASB, berichtete über den Stand zur Erhaltung der „Prager Zeile“. Eine Anschubfinanzierung von zwei mal 30 T€ wurden vom Träger bewilligt. Ohne eine Erweiterung des Geschäftsfeldes, z.B. Tagespflege, bleibt der Weiterbetrieb wegen zu großer Verluste für den Träger sehr fraglich. Er strebe an, bis Mitte des Jahres eine Entscheidung zu treffen.

In der Diskussion gab es Hinweise über Erfahrungen in anderen Begegnungsstätten und Bedingungen für städtische Zuschüsse. Die Bildung einer AG mit kurzfristigem Beratungsbeginn wurde angeregt. /E

20. Sitzung 15.1.18

Pflege in Dresden – Pflegenetz Dresden – Entlassungsmanagement  – Vorstellung Pflegedirektorin Städtisches Klinikum – Deutscher Seniorentag

Als Erstes berichtete Sozialbürgermeisterin Dr. Kaufmann darüber, dass die Zentrale Wohnberatungsstelle mit einer vollen Stelle besetzt ist. Die zweite Stelle wurde ausgeschrieben und die Bewerbergespräche seien in Vorbereitung. Die volle Dienstaufnahme erfolge schrittweise und sei ab dem Frühsommer im neuen Rathaus geplant. /E

Der GF Cultus GmbH, Herr Beine, berichtete über Entwicklung der Städtischen Pflegeeinrichtungen im Jahr 2017. In 7 Standorten werden von 807 Mitarbeiter/innen und 45 AZUBIs 680 Patienten in der Altenhilfe stationär betreut. Dazu kommen noch 166 Patienten in der Behindertenhilfe (davon 161 mit geistiger Behinderung) sowie weitere Patienten in der Kurzzeit- und Tageshilfe. Die Belegung der stationären Einrichtungen liegt bei 98%, in Kurzzeit-Pflege zwischen 65-80%. Als Tendenz zeichnet sich ab, dass mehr jüngere männliche Patienten (70-75 Jahre) in die Einrichtungen kommen, häufig mit Demenz. Die Einrichtung erzielte ein positives Betriebsergebnis von 1,7 Mio.€ und somit in der Lage, die Investitionen i.H. von 2,7 Mio.€ aus dem laufenden Geschäft zu betreiben. Die Kosten von Personal und Investitionen sind z.Z. in Sachsen etwa um ein Drittel niedriger als in den Altbundesländern aufgrund der noch niedrigeren Personal- und Investitionskosten.

In der weiteren Entwicklung zeichnet sich die Tendenz zum ambulanten Pflegedienst ab. („Aus dem Quartier – in das Quartier“). Dazu wurde  2017 mit 5 MA ein Strukturmodell eingeführt (weniger Dokumentation – mehr Pflege).

In der Qualitätsbeurteilung durch den MTD steht die Einrichtung mit dem Mittelwert 1,73 über der Benchmark  von 1,88. Weiterhin wurde von ersten Erfahrungen des Einsatzes von Robotern, Sucht im Alter sowie von einzelnen Investitionsmaßnahmen berichtet.

In der anschließenden Diskussion wurde u.a. das Thema „Pflegenotstand“ behandelt. Das strategische Ziel ist die Verlagerung der Pflege ins kleine Heim (vorrangig für fachspezifische Fälle, z.B. Demenz) zu ambulant. Das kommt sowohl dem zunehmenden Fachkräftemangel als auch dem Wunsch der Patienten nach Verbleiben im gewohnten Sozialraum nach. /E

Frau Lohse vom Sozialamt berichtete von der Entwicklung des Pflegenetzes Dresden im Jahre 2017. Im Zuge der Einführung des Pflegestärkungsgesetzes (PSG II und III) wurden Informationsveranstaltungen, Pflegeheimstammtische usw. durchgeführt. Wichtiges Ziel ist der Aufbau Von Netzwerkstrukturen in der Notfallversorgung sowie  im niedrigschwelligen Bereich, wie z.B. Nachbarschaftshilfe und Alltagsbegleitung.
Die Überarbeitung der Leitziele und wird auch 2018 fortgesetzt mit dem Ziel der Beschlussfassung. In der zukünftigen Entwicklung ist die Verantwortung des FS Sachsen zur Beteiligung einzufordern. /E

Die seit dem Juni 2016 im Amt befindliche Pflegedirektorin Städtisches Klinikum, Frau Vitzthum stellte ihren bisherigen Werdegang vor. Ihr Ausbildungsweg umfasste  die Ausbildung zur Krankenpflegerin und OP-Schwester, danach Studium Pflegemanagement und Einsatz als Pflegedirektorin der Weißeritztal-Kliniken Freital. Eine Zielstellung in ihrer Funktion sieht Frau Vitzthum in der Verstärkung der ehrenamtlichen Begleitung (vorrangig Seh- und Hörgeschädigter), die z.Z. bei der Entlassung aus Krankenhäusern noch nicht ausgeprägt ist. /R

Im Bereich Entlassungsmanagement ist der Dresdner Überleitungsbogen (seit 1.10.2017) gesetzlich festgelegt. /R

Beim Deutschen Seniorentag werden zwei Mitglieder des Seniorenbeirates die Stadt Dresden vertreten. /E

Hier finden Sie die Berichte früherer Beiratssitzungen:

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