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https://www.dresden.de/de/rathaus/ortsaemter/prohlis/geschichte/c_07.php 06.05.2015 11:39:13 Uhr 13.11.2018 09:14:24 Uhr

Reick

Reick war ab 1396 dem Klosterhof in Leubnitz unterstellt, später auch dem Leubnitzer Amt. Es gehörte, wie andere Dörfer, kirchgemeindlich zur Frauenkirche und wurde 1674 nach Leubnitz umgepfarrt.

Unbedeutend wäre das kleine Bauerndorf geblieben, aber was heute die Autobahn bringt, brachte im vergangenen Jahrhundert die Eisenbahn: Gewerbe und Industrie. Noch zeugen die Reste des Erlweinschen Gasbehälters vom industriellen Aufschwung in Reick. Hinzu kamen Ziegeleien, Werkzeugmaschinenfabriken (Hille, John & Eichler), Farben-, Foto- ,Turbinen-, Kamera- und Papierfabriken, Schleifkörperunion, Kühlanlagenbau, Mikromat, Carl-Zeiss-Jena, Elektromat, Impulsa, Pentacon, Autoreparaturwerk u. a. Betriebe. Um 1900 gab es 17 Gärtnereibetriebe.

Mit dem Bevölkerungszuwachs entstanden einige Schulen: 1890 an der Reicker Straße (heute Stadthaus, Brennhaus), 1927/29 die 45. Volksschule auf der Hülßestraße nach Entwürfen des Stadtbaurates Paul Wolf. Sie war eine der modernsten Schulneubauten Europas.

Einige Bauernhöfe sind glücklicherweise in Altreick noch erhalten, unter ihnen der Hof Laue, den der berühmte Astronom Palitzsch aus Prohlis für seine Tochter Sophia Laue kaufte.

Zwischen 1925 und 1933 errichteten Baugenossenschaften ausgedehnte Wohnblocks westlich der Tornaer Straße. Bis an Altreick heran und damit auf Reicker Flur reicht das ab 1976 erbaute Plattenbaugebiet Prohlis.

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