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https://www.dresden.de/de/rathaus/ortsaemter/prohlis/geschichte/c_01.php 06.05.2015 11:39:08 Uhr 10.12.2018 02:15:13 Uhr

Prohlis-Nord

Prohlis liegt im Zentrum aller zum Ortsamt gehörenden Stadtteile. Nach der Reformation betrug die Grundfläche von Prohlis 11 Hufen (ca. 200 ha).

Die Bauern waren dem Maternihospital und dem Brückenamt in Dresden sowie dem Leubnitzer Amt zinspflichtig. Prohlis war der einzige Stadtteil, von dem bis 1975 der alte Dorfkern (sorbischer Rundling) mit dem 1888 erbauten Schloss vollständig erhalten war.

1975-1985 kam es bei der Errichtung des neuen Prohlis zum Abriss. Als letztes Gebäude fiel 1985 das Schloss. Den Neorenaissancebau gab Johann Christian v. Kapherr in Auftrag. Seine beiden Architekten Kirsten und Kreyzig repräsentierten die Dresdner Semperschule. Den Schlosspark gestaltete kein Geringerer als der königliche Obergartendirektor J. C. Friedrich Bouché (1850-1933).

Im 1988 gegründeten Heimat- und Palitzsch-Museum liegen Pläne des Architekten Wolfgang Hänsch, der mit Unterstützung der Bevölkerung versucht hatte, Dorf und Schloss in das neue Prohlis zu integrieren.

Drei Persönlichkeiten sind zu nennen, die das kaum mehr als 200 Einwohner zählende Prohlis hervorbrachte: Niclas v. Prolus, ab 1418 Domherr in Meißen, Andreas Proles (1429-1503), Magister, Ordensoberer der Augustiner in Deutschland, er zählte zu den Reformatoren vor Luther, und der Bauer Johann Georg Palitzsch (1723-1788). Mit seiner Erstwiederentdeckung des Kometen Halley 1758 und weiteren von der Wissenschaft gewürdigten Himmels- beobachtungen, brachte dieser es zum erfolgreichsten Astronomen in Sachsen im 18. Jahrhundert. 1877 errichtete die Gemeinde inmitten des Dorfplatzes das Palitzsch—Denkmal.

(Fortsetzung siehe Stadtteil Prohlis-Süd)

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