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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/asbest.php 26.04.2017 17:01:04 Uhr 16.12.2017 10:18:04 Uhr

Asbest

Aufgrund der guten technischen Eigenschaften bzgl. Feuerfestigkeit, Zugfestigkeit, Verarbeitbarkeit, Säuren- und Laugenresistenz wurde Asbest ab den 1950er Jahren zu einem universell eingesetzten Material.

Asbest begegnet uns im Alltag bis heute in vielfältiger Gestalt, so z.B. in Nachtspeicheröfen, Estrichen und Klebern an Teppichböden, Fußbodenflexplatten, Dach- und Fassadenplatten, Lüftungsschachtverkleidung, Dämmmatten hinter Heizkörpern und Herden, Dichtung von Fensterbänken, Flansch-/Schnurdichtungen, Dämmung von Rohrleitungen, als Bauelemente wie Blumenkästen …

Unterschieden werden Asbestprodukte nach ihren Farben, z. B. Weißasbest (Chrysotil), blauer Asbest (Krokydolith), brauner Asbest (Grunerit), oder nach der Gebundenheit, als schwach gebundener (z. B. Spritzasbest) oder fest gebundener Asbest (z. B. Asbestzementplatten).

Die Gefahren des Asbestes liegen bei den unsichtbaren und sehr kurzen Fasern, die vom Menschen eingeatmet werden und sich in der Lunge festsetzen. Sie werden aufgrund der hohen Biobeständigkeit nicht abgebaut, üben durch ihre Faserstruktur einen ständigen Reiz auf das menschliche Gewebe aus und können zu schweren Erkrankungen führen.

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Asbestzementplatten auf einem Nebengebäude
© Umweltamt
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Illegale Ablagerung von Asbestzementplatten
© Umweltamt

Daher ist die Herstellung und die Verwendung vollständig seit 1991 verboten. Unter Verwendung fällt hier insbesondere die Bearbeitung von Asbestprodukten, wie Schleifen, Bohren, Brechen, Sägen, Flexen und Reinigen mittels Hochdruckstrahlen. Verstöße gegen dieses Bearbeitungsverbot stellen einen Straftatbestand nach § 325 Strafgesetzbuch dar.

Rückbau- und Sanierungsarbeiten sind vom Verwendungsverbot ausgenommen. Für diese gelten strenge sicherheitstechnische Schutzmaßnahmen, die in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 519 erfasst sind. Für den Vollzug dieser Arbeitsschutzmaßnahmen ist die Landesdirektion Dresden - Abteilung Arbeitsschutz - die zuständige Behörde. Unter Einhaltung der in der TRGS genannten Schutzmaßnahmen sind Rückbauarbeiten im eigenen Haushalt auch in Eigenregie zulässig. Um eine Gefahr für sich selbst und für Dritte auszuschließen sollten Arbeiten an Asbeststoffen jedoch nur durch zertifizierte Fachfirmen erfolgen.

Demontierte Asbestzementplatten und die Befestigungsmittel sowie die Schutzkleidung und Atemfilter sind in gekennzeichneten Containern oder Folientaschen luftdicht zu lagern und durch einen Entsorgungsfachbetrieb einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen. Die Belege über die Entsorgung sind der unteren Abfallbehörde zur Prüfung vorzulegen.

Ein Informationsblatt des Umweltamtes gibt detailliert Auskunft zu Eigenschaften und Anwendungsarten von asbesthaltigen Materialien und informiert über gesundheitliche Gefahren und Regeln beim Umgang mit Asbest.

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