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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2018/03/pm_033.php 15.03.2018 08:10:35 Uhr 26.09.2018 01:57:07 Uhr
09.03.2018

Großes Interesse an Diskussionsrunde „Streitbar!“

800 Gäste und 1 000 Zuschauer via Live-Stream

Auf dem Podium: Uwe Tellkamp, Karin Großmann, Durs Grünbein (v.l.n.r.)
© Klaus Gigga

Aufgrund der großen Nachfrage fand die Diskussion „Streitbar! Wie frei sind wir mit unseren Meinungen?“ mit Uwe Tellkamp und Durs Grünbein am Abend des 8. März 2018 kurzfristig im Konzertsaal des Dresdner Kulturpalastes statt. Das Interesse war riesig: Die Veranstalter verzeichneten knapp 800 Gäste und über 1 000 Zuschauerinnen und Zuschauer bei der Live-Stream Übertragung im Internet.

Aus Dresden gingen im vergangenen Jahr zwei öffentliche Aufrufe hervor, die aus der Literaturbranche heraus, eine nationale Debatte um die Themen Meinungsfreiheit und Demokratie entfachten. Wir befänden uns bereits in den Anfängen einer „Gesinnungsdiktatur“ warnt die eine Seite („Charta 2017“). Die andere Seite („Aufruf von Tätigen im Literatur- und Kulturbereich“) spricht bei der Verwendung solcher Begriffe von einer „verbalen Entgleisung“ und mahnt zu einer angemessenen Sprache.

Diese Debatte nahm das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 der Landeshauptstadt zum Anlass, zu einer öffentlichen Diskussion einzuladen. Dabei diskutierten auf dem Podium die Autoren und Erstunterzeichner der jeweiligen Aufrufe, Uwe Tellkamp („Charta 2017“) und Durs Grünbein („Aufruf von Tätigen im Literatur- und Kulturbereich“) über die Frage: „Wieviel Meinungsfreiheit halten wir aus?“. Moderiert wurde der Abend von Karin Großmann, Chefreporterin der Sächsischen Zeitung.

„Diese Diskussion macht einmal mehr deutlich, wie groß das Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger ist, relevante gesellschaftspolitische Themen öffentlich zu diskutieren. Die Landeshauptstadt Dresden und das Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 sehen sich in der Verantwortung, die Debatte um das Zusammenleben unserer Gesellschaft in Dresden und Europa und um unsere gemeinsamen Werte zu befördern. Eine lebendige Demokratie braucht Kontroverse und Selbstbefragung“, so Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin.

Die Aufzeichnung des Gesprächs ist im Internet auf Facebook Dresden 2025 und auf dresden.de/streitbar nachzuschauen.

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