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07.03.2018

Dresdner Tierheim zieht Bilanz für das Jahr 2017

Weniger Neuzugänge, einige Dauermieter und drei neue Hundespielplätze

Das städtische Tierheim ist für die Unterbringung von Fundtieren und von behördlich beschlagnahmten Tieren zuständig. Es werden aber auch Tiere von Krankenhauspatienten, Inhaftierten und Verstorbenen versorgt und je nach Kapazitäten auch Abgabetiere.

Insgesamt 1025 Tiere kamen 2017 ins städtische Tierheim: 292 Hunde, 471 Katzen und 262 verschiedene Andere. Damit hatte das Tierheim erneut weniger Neuzugänge, als im Vorjahr. Diese Entwicklung hält seit fünf Jahren an.

Im letzten Jahr konnten 99 Hunde, 243 Katzen und viele sonstige Tiere vermitteln werden. Insgesamt 173 Hunde sowie 58 Katzen kamen zu ihren Besitzern zurück.

„Aktuell versorgen acht Mitarbeiter im Tierheim 34 Hunde, 48 Katzen und 76 andere Tiere. Ich danke allen, auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich hier um Tiere in Not kümmern“, so der Erste Bürgermeister Detlef Sittel.

2017 konnten dank Spenden, für Hunde drei neue Ausläufe gebaut werden. Auf der Wiese sind Areale umzäunt, damit die Tiere mehr Bewegung und Abwechslung haben. Aktuell bekommt der alte Schildkrötenraum einen Umbau und moderne Fliesen.

Zwangspflege

Die Zahl der Tiere in Zwangspflege ist weiterhin hoch. Sie stieg sogar im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Diese Tiere kommen ins Dresdner Tierheim, weil die Besitzer ins Krankenhaus oder in Haft müssen oder verstorben sind. Das Veterinäramt nimm vernachlässigte Tiere in Zwangspflege und das Ordnungsamt gefährliche Hunde, die beschlagnahmt wurden. Häufig sind auch Verstöße gegen das Tierschutzgesetz oder das Sächsische Gefahrhunderecht die Ursachen. So mussten 2017 aus diesem Grund 98 Hunde und 68 Katzen untergebracht werden.

Problematisch sind die Dauer der Unterbringung und die finanzielle Lage der Tierhalter. Die Kosten für die Unterbringung der Zwangspflegetiere trägt in jedem Fall der Tierbesitzer. Wie bereits in den Vorjahren führte das auch 2017 zu hohen Außenständen, die den Haushalt des Tierheimes belasten.

Probleme mit untergebrachten Tieren

Die Zahl von 34 Hunden im Tierheim klingt nicht viel, ein großer Teil der Hunde findet teilweise seit Jahren keinen neuen Besitzer. Ursachen sind Alter und Gefährlichkeit. Der erste Eindruck am Gitter schreckt potentielle Interessenten immer wieder ab. Es sind einfach keine fertig sozialisierten Hunde, die der Übernehmer sofort mit bester Erziehung problemlos ausführen kann, hier ist viel Arbeit und Hundeerfahrung notwendig.  Hinzu kommen die gemäß sächsischem Gefahrhunderecht als gefährlich eingestuften Hunde. Gerade für gefährlich eingestufte Tiere ist kaum ein Bürger bereit, das Erlaubnisverfahren beim Ordnungsamt zu durchlaufen und einen solchen Hund zu übernehmen.

Dank an Spender

Ende 2017 war ein Bestand an Spenden im Tierheim in Höhe von mehr als 27 000 Euro vorhanden. Das Dresdner Tierheim ist für jede private Unterstützung dankbar. Der Bestand an Geldern aus Nachlässen betrug am 1. Januar 2018 über 336 000 Euro. Das erleichtert die Arbeit und zeigt, dass die Dresdner die Leistung des Tierheimes schätzen. Von Spendengeldern konnten im vergangenen Jahr die drei zusätzlichen Hundeausläufe, die Bauarbeiten des Schildkrötenraumes finanziert sowie Kratzbäume und Futtermittel angeschafft werden.

Öffnungszeiten, Vermittlungswochenende, Kontakte

Tierheim, Zum Tierheim 10, 01157 Dresden

  • Montag und Mittwoch: 13.00 – 15.00 Uhr
  • Dienstag und Donnerstag: 13.00 – 18.00 Uhr
  • Freitag: geschlossen
  • jeden 1. Sonnabend im Monat: 13.00 – 15.00 Uhr

Der nächste Vermittlungssonnabend findet am 7. April 2018 von 13 bis 15 Uhr statt, Tierfreunde sind herzlich eingeladen.

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