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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2017/03/pm_054.php 23.03.2017 14:20:17 Uhr 25.11.2017 08:46:56 Uhr
17.03.2017

Wohnungsbau bestimmte auch 2016 den Immobilienmarkt

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte der Landeshauptstadt Dresden legt in einer ersten Einschätzung wichtige Eckdaten zur Preis- und Umsatzentwicklungen des Immobilienmarktes 2016 vor. Der ausführliche Jahresbericht wird gemeinsam mit der neuen Bodenrichtwertkarte 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz Anfang Mai vorgestellt.

Grundstücksverkehr

Rund 6 100 Immobilien mit einem Transaktionsvolumen von 2,1 Mrd. Euro wechselten im Geschäftsjahr 2016 den Besitzer. Rechnerisch entfällt damit auf jeden der 553 000 Einwohner Dresdens ein Anteil von rund 3 800 Euro.

Bauland

Da die Ausweisung und Entwicklung neuer Baugebiete hinter der Nachfrage zurückblieb, war auch 2016 das Angebot an Baugrundstücken knapp.
Über 60 Prozent der gesamten Erwerbsvorgänge für Wohnen entfielen auf den Handel mit Einfamilienhausgrundstücken. Als Durchschnittspreise für Baugrundstücke in guter und mittlerer Lage wurden für frei stehende Einfamilienhäuser 220 und für Doppelhaushälften 255 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Dies bedeutet einen Preisanstieg von zehn Prozent gegenüber 2015. Als Spitzenwert wurde für ein Baugrundstück in guter Wohnlage 665 Euro pro Quadratmeter registriert.
Auch 2016 wurden unbebaute Grundstücke für den Neubau von Mehrfamilienhäusern insbesondere in den Gemarkungen Neustadt und Friedrichstadt gehandelt. Der durchschnittliche Kaufpreis im gesamten Stadtgebiet betrug 430 Euro pro Quadratmeter Bauland. Der Spitzenwert für ein Wohn- und Geschäftshaus lag bei 1 590 Euro pro Quadratmeter. Grundstücke für Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen wurden 15 Prozent, für Mietwohnungen fünf Prozent teurer gehandelt als 2015.

Bebaute Grundstücke

Im Hinblick auf den Umsatz war der Markt für Wohnbauten (Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Wohn- und Geschäftshäuser) mit 2015 vergleichbar.
 Für neu gebaute, frei stehende Einfamilienhäuser wurden Preise von 2 000 bis 4 100, für Bestandsgebäude je nach Erhaltungszustand 550 bis 5 400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Dies bedeutet gegenüber 2015 einen Preisanstieg von zehn bis 20 Prozent. Der bisher höchste registrierte Preis wurde mit rund 1,9 Mio. Euro beim Verkauf einer denkmalgeschützten, hochwertig sanierten Villa in Loschwitz erzielt.
Die Neustadt war – wie schon 2015 – mit Abstand die umsatzstärkste Gemarkung. Insgesamt wurden für Mehrfamilienhäuser im Bestand durchschnittlich 1 410 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt; der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr betrug etwa 15 Prozent. Für ab 2015 errichtete Mehrfamilienhäuser wurden – bei geringer Anzahl gehandelter Objekte – durchschnittlich 2 825 Euro pro  Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Die Höchstpreise lagen bei rund 2 650 für ein Bestandsgebäude bzw. bei rund 3 800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für einen Neubau.

Wohnungseigentum

Der Markt für Eigentumswohnungen stellt nach Anzahl mit knapp 70 Prozent den größten Anteil am Gesamtmarkt. Auf Weiterverkäufe entfielen rund 65 Prozent der Kaufverträge für Wohnungseigentum. Auch der höchste bisher registrierte Quadratmeterpreis von 5 360 Euro war ein Weiterverkauf in der Gemarkung Neustadt in sehr guter Lage. Die umsatzstärksten Gemarkungen waren wiederum Neustadt und Striesen.

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