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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2016/02/pm_002.php 01.02.2016 16:45:10 Uhr 30.06.2016 03:18:43 Uhr
01.02.2016

Stammzell-Experten aus aller Welt in Dresden

Biotech-Experten aus Forschung und Industrie diskutieren die neuesten Erkenntnisse der Stammzellforschung für die Neuroregeneration 

Vom 1. bis 3. Februar 2016 bringt der Kongress „Stem Cell Models of Neural Regeneration and Disease“ Stammzell-Experten aus dem In- und Ausland in Dresden zusammen, um sich über den Forschungsstand zu Stammzellmodellen im Bereich der Neurodegeneration auszutauschen. Veranstaltet wird das Symposium von der Internationalen Gesellschaft für Stammzellforschung (ISSCR) gemeinsam mit dem DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien (CRTD) – Exzellenzcluster an der Technischen Universität Dresden. Zu dem Symposium werden über 350 Experteninnen und Experten aus mehr als 30 Nationen erwartet. 

Vernetzung von Experten aus Wissenschaft, Industrie und klinischer Forschung 

Das dreitägige Symposium erstreckt sich über die Themenbereiche 3D-Organoide, Modellierung von neurologischen Erkrankungen und Regeneration von Nervenzellen. Es werden zudem mögliche Wege zur klinischen Anwendung von Forschungsergebnissen aufgezeigt. Die Kongressteilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und klinischer Forschung erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit international renommierten Sprechern, wie Jürgen Knoblich (IMBA Wien), Sally Temple (NSCI, New York), Jonas Friseìn (Karolinska Institutet, Stockholm) und Lawrence S. B. Goldstein (University of California, San Diego). Break-out Sessions – ein spezielles Format zum direkten Austausch in kleineren Gruppen – ermöglichen den intensiven themenzentrierten Austausch und die Vernetzung. Posterpräsentationen in der Halle des CRTD stellen zudem die Forschungsarbeiten von knapp 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dar. 

Konferenz am CRTD bringt internationale Spitzenforscher zusammen

„Diese Konferenz bringt Spitzenforscher aus der ganzen Welt zusammen, die hier ihre Stammzellforschung zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen vorstellen. Wir sind stolz, dass das CRTD eine internationale Reputation in diesem Forschungsfeld besitzt. Und wir sind froh, unsere Türen Wissenschaftlern aus aller Welt in Partnerschaft mit der Internationalen Gesellschaft für Stammzellforschung zu öffnen“, sagt Prof. Dr. Elly Tanaka, Direktorin und Forschungsgruppenleiterin am CRTD, sowie ISSCR-Vorstandsmitglied. Die ISSCR veranstaltet seit 2012 internationale Symposien zu verschiedenen Themenfeldern der Stammzellforschung an verschiedenen Standorten weltweit, zuletzt in Kyoto und Florenz.

Dr. Robert Franke, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden: „Die Stammzellforschung gehört in der Medizin zu den vielversprechendsten Forschungsbereichen. Mit dem CRTD und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ist Dresden Heimat für weltweit beachtete Institute der Spitzenforschung auf dem Gebiet der Regenerativen Therapien. Wir freuen uns, dass sich auf dem Symposium in Dresden Stammzell-Experten aus aller Welt über die neuesten Erkenntnisse der Stammzellforschung austauschen und wünschen viel Erfolg.“

Dresdner Stammzell-Forschung bietet Chancen für die Therapie und Heilung vieler Krankheiten

Mit Dresden findet der Kongress an einem starken Standort für die Forschung an Regenerativen Therapien statt. Das Team rund um Prof. Tanaka vom CRTD untersucht die speziellen Stammzellen des ‚Wundertiers’ Axolotl. Der mexikanische Schwanzlurch ist in der Lage, selbständig ganze Gliedmaßen und Organe funktionsfähig nachwachsen zu lassen. Außerdem forscht das CRTD am Gehirn des Zebrafisches, der verletzte Gehirnzellen regenerieren kann. Ziel ist es, diese Mechanismen so zu übertragen, dass in Zukunft auch menschliche Gehirnzellen regeneriert werden können. Stammzellen sind Zellen, welche noch keine spezielle Funktion entwickelt haben. Aus ihnen können neue Zellen entstehen, welche zur Behandlung zahlreicher Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutkrankheiten und Knochenbrüchen genutzt werden.

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