Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/dresden-hilft/01_Ostafrika.php 16.07.2018 12:25:17 Uhr 18.08.2018 05:23:42 Uhr

Hungerkatastrophe in Ostafrika - "Dresden hilft" in Somalia und Äthopien

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Spendenaufruf und Spendenübergabe von Oberbürgermeister Dirk Hilbert

Liebe Dresdnerinnen und Dresdner,

über 23 Millionen Menschen in Afrika sind derzeit vom Hungertod bedroht. Seit Jahren hat es in einigen Regionen nicht geregnet, die Ernten sind ausgefallen, das Vieh ist verendet, viele Menschen sind auf der Suche nach Wasser auf der Flucht. Die UNO warnt vor einem Massensterben in Somalia, Äthiopien, Kenia, Nigeria, im Tschad und im Südsudan. Sie appelliert an die Staatengemeinschaft zu helfen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Deutschland zu Spenden aufgerufen, um die bereits vor Ort tätigen Hilfsorganisationen zu unterstützen.

arche noVa gehört zu diesen Hilfsorganisationen, die teilweise unter schwierigsten Bedingungen in Ostafrika im Einsatz sind. Ich bin stolz auf die engagierte Dresdner Hilfsorganisation, die in diesem Jahr auf runde 25 Jahre Erfahrung und Fachkompetenz im Bereich der Wasserversorgung in Krisengebieten zurückblicken kann. Deshalb bin ich sicher, dass auch die Einsätze in Somalia und Äthiopien vielen Tausenden Menschen helfen werden zu überleben.

Im Rahmen des Aktionsbündnisses „Dresden hilft“ mit arche noVa unterstützt die Landeshauptstadt Dresden die Einsätze der Dresdner Organisation in Ostafrika mit 5 000 Euro Soforthilfe.

Ich bitte auch Sie, liebe Dresdnerinnen und Dresdner, um Ihre Spenden. Helfen Sie mit, die Not in den Dörfern und Flüchtlingscamps in Somalia und Äthiopien zu lindern. Die Menschen dort brauchen dringend Hilfe – auch aus Dresden.

Ich danke allen Spenderinnen und Spendern für ihr Mitgefühl und Engagement!  

Dirk Hilbert
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden      

 

Dresden, 29.6.2017: Oberbürgermeister Dirk Hilbert überreicht eine Spende von 5 000 Euro für Soforthilfe in Ostafrika an arche noVa e. V. Das Geld fließt in Wasseraufbereitungsmaßnahmen in einem Gesundheitszentrum für 70 000 Menschen in Äthiopien. (v.l.n.r Stefan Mertenskötter/Vorstandsvorsitzender, Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Agnieszka Olkusznik/stellvertretende Geschäftsführerin und Yvonne Stephan/Projektreferentin Ostafrika von arche noVa e. V.
©Marion Mohaupt

Spenden können direkt auf das  Spendenkonto von arche noVa e.V. überwiesen werden:

Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 357 35 00
BLZ: 850 205 00
IBAN:DE78 8502 0500 0003 5735 00 BIC: BFSWDE33DRE
Kennwort: Dürre in Ostafrika

Was ist mit der Spende der Landeshauptstadt Dresden und weiteren Spenden für Ostafrika passiert?

Unmittelbar nach der Spendenübergabe durch Oberbürgermeister Hilbert am 29. Juni 2017 fiel die Entscheidung: Die 5.000 Euro der Landeshauptstadt Dresden und weitere Spenden kommen zunächst der Krankenstation in Denan/Äthiopien zugute.

Äthiopien ist eines der ostafrikanischen Länder, die am stärksten von der aktuellen Dürre betroffenen sind. Sie sorgt seit Herbst 2015 für eine Ernährungskrise. In der Somali-Region im Osten des Landes sind zwei Regenzeiten hintereinander ausgefallen. Durch die Dürre ist das Vieh verdurstet. Viele Menschen mussten deshalb ihr nomadisches Leben aufgeben und sich in informellen Lagern ansiedeln. Viele Familien leiden Hunger. 

Ein Jahr nach dem Nothilfeeinsatz in Ostafrika zieht arche noVa Bilanz  

Dresden, 11. Juli 2018

Regenspeicher gegen die Hungersnot in Äthiopien

„Verendetes Vieh, ausgetrocknete Brunnen und Menschen, die sehnlichst auf Wasser warteten“, so beschrieb arche noVa-Nothilfekoordinator Nazir Ahmed die Situation im Sommer letzten Jahres im Osten Äthiopiens. arche noVa entschied, einen Nothilfeeinsatz zu starten und rief gemeinsam mit der Stadt Dresden im Rahmen des Aktionsbündnisses „Dresden hilft“ zu Spenden auf. 

Noch in der akuten Dürreperiode organisierte arche noVa die Versorgung von rund 6.000 betroffenen Menschen mit Trinkwasser mittels Tanklastwagen. Um jedoch langfristig der Wasserknappheit vor Ort zu begegnen, begann arche noVa mit seiner lokalen Partnerorganisation „Organisation for Welfare and Development in Action“ (OWDA) gleichzeitig mit dem Ausbau von Speicherbecken und Brunnen. 

Elf traditionelle Regenwasserspeicher, Birkaz genannt, hat arche noVa ausgebaut und zwei Brunnen rehabilitiert. In der trockenen Somali-Region Äthiopiens, in der üblicherweise nur zwei Mal pro Jahr größere Mengen Regen fallen, sichern die Speicherbecken nicht nur die Wasserversorgung der Bevölkerung, sondern auch das Tränken der Viehbestände, mit denen die meist nomadisch lebenden Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten. 

arche noVa stattete ein Gesundheitszentrum mit einem funktionierenden Wasserversorgungssystem aus. In der Gesundheitsstation wurden viele von der Dürre betroffene Menschen versorgt. Vorhandene Wasserspeicher wurden saniert und mit einer „Skyhydrant“-Wasserfilteranlage versehen. Zusätzlich wurden Waschbecken und Duschen gebaut und das Abwassersystem erneuert. Seitdem verfügt das Zentrum über sauberes Trinkwasser für Patienten und Personal und die hygienischen Bedingungen haben sich enorm verbessert. 

Fast 20 Millionen Menschen litten über Monate unter der gewaltigen Dürre in Ostafrika. Vor allem die Bevölkerung der trockenen Somali-Region im Osten Äthiopiens hatte mit der Trockenheit zu kämpfen, die den Zugang zu Wasser und Nahrungsmitteln fast unmöglich machte. 

Teile der Region nun überflutet 

Nach mehreren Phasen anhaltender Dürre hatten viele Menschen ihren Wohnsitz an das flache Ufer des Shabelle-Flusses verlegt, um Zugang zu Wasser und fruchtbarem Anbauboden zu erlangen. Dort errichteten sie notdürftige Siedlungen, die Ende April 2018 durch ungewöhnlich starke Niederschläge zerstört wurden oder zeitweise von jeglicher Versorgung abgeschnitten waren. Auch hier leistete arche noVa zusammen mit seiner Partnerorganisatin OWDA Nothilfe, denn die zuständigen Behörden und lokalen Hilfsorganisationen waren mit ihren limitierten Ressourcen an der Belastungsgrenze. 

arche noVa hilft weiter Wasserspeicher zu bauen  

„Die Problemlage in Ostafrika ist sehr komplex“, sagt Yvonne Stephan, Referentin für Ostafrika bei arche noVa. „Auch wenn es jetzt in einigen Gegenden stark geregnet hat, besteht das Dürrerisiko weiterhin an, denn die Regenzeiten kommen immer unregelmäßiger. In dieser extrem armen Region sind die Menschen vom Regen abhängig und den durch den Klimawandel zunehmenden Wetterkapriolen ungeschützt ausgesetzt. Wenn der Regen ausbleibt oder zu stark ist, ist ihr Leben bedroht. Das Ziel von arche noVa ist es, nachhaltige Hilfe zu leisten. So wollen wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort weitere Wasserspeicher bauen, die es ihnen ermöglichen, den wenigen Niederschlag zu speichern und über die trockenen Perioden zu kommen.“ 

Um weiter helfen zu können, ruft arche noVa zu Spenden auf.  

Ihr Ansprechpartner

arche noVa e.V.


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Weißeritzstraße 3
01067 Dresden


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