Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/110/ereignisse/festakt.php 14.11.2016 15:00:57 Uhr 19.10.2017 03:36:26 Uhr

Festakt: 800 Jahre und kein bisschen alt

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt jährte sich am 31. März 2006 zum 800. Mal — Grund genug, diesen besonderen Tag mit einem großen Festakt zu begehen. Der Festakt begann um 9 Uhr mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der Frauenkirche. Die Dresdner Kapellknaben und der Frauenkirchenorganist gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Danach zogen die Gäste um in die Semperoper. Dort erwartete sie ein abwechslungsreiches Programm. Die Festredner waren der damalige Oberbürgermeister Ingolf Roßberg und der Schriftsteller Volker Braun. In feierlichem Rahmen wurden dem Baudirektor des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche, Dr. Eberhard Burger, das Ehrenbürgerrecht und Dr. Alan Keith Russell, Präsident des British Dresden Trust, die Ehrenmedaille verliehen. Die Dresdner Philharmonie, der Dresdner Kreuzchor, die Sächsische Staatskapelle und der Kammerchor der Frauenkirche gaben der Veranstaltung einen musikalischen Rahmen.

Zum Festakt waren zahlreiche hochrangige Gäste geladen, darunter der Präsident des sächsischen Landtags, Erich Iltgen, die sächsischen Staatsminister für Kultus und Justiz, Steffen Flath und Geert Mackenroht, weitere Abgeordnete des Landtages, des Bundestages und des Europa-Parlaments sowie Botschafter und Gesandte aus verschiedenen Ländern. Außerdem wurden Menschen erwartet, die sich mit ihrem Wirken um die Stadt Dresden verdient gemacht haben, wie etwa Trümmerfrauen oder Zeitzeugen. Eingeladen waren auch die Olympiateilnehmer aus der Landeshauptstadt und Bürger, die an diesem Tag ein persönliches Jubiläum feierten.

Aus Anlass des Stadtjubiläums waren Delegationen aus den zwölf Partnerstädten Dresdens zu Gast. Aus Brazzaville (Kongo), Breslau (Polen), Columbus (USA), Coventry (Großbritannien) und Rotterdam (Niederlande) wurden die Oberbürgermeister erwartet, Straßburg (Frankreich) erwies Dresden mit einer Doppelspitze aus Oberbürgermeisterin und Regionspräsident die Ehre. Auch die anderen Partnerstädte Florenz (Italien), Hamburg, Ostrava (Tschechien), Salzburg (Österreich), Skopje (Mazedonien) und St. Petersburg (Russland) entsanden hochrangige politische Vertreter.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die sächsische Landeshauptstadt im Jahr 1206 im Urteilsspruch eines Schiedsgerichtsverfahrens. Damals wurde der Burggraf von Dohna dazu verurteilt, eine Burg abzureißen, die er im Herrschaftsgebiet des Meißner Bischofs errichtet hatte. Dresden, in der Mitte zwischen Meißen, Dohna und der umstrittenen Burg gelegen, diente als Gerichtsort. Jedoch verrät die Ersterwähnungsurkunde nichts über die Entstehung der Stadt, die schon deutlich länger zurückliegen muss. Dieser Teil der Geschichte ist auch im Jubiläumsjahr noch umstritten und lässt viel Raum für Legenden und Spekulationen.

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