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https://www.dresden.de/de/leben/schulen/faq/schulpflichtverletzungen.php 31.05.2017 08:53:35 Uhr 22.04.2018 22:08:31 Uhr

Schulpflichtverletzungen

Was geschieht bei Schulpflichtverletzungen?

Schulpflicht

Schulpflicht besteht nach § 26 Abs. 1 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (SchulG) „für alle Kinder und Jugendlichen“. Sie erstreckt sich gemäß § 26 Abs. 2 SchulG „auf den regelmäßigen Besuch des Unterrichts und der übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule.“ Die Schulpflicht gliedert sich in die Pflicht zum Besuch der Grundschule oder der Klassenstufen 1 bis 4 der allgemein bildenden Förderschule und einer weiterführenden allgemein bildenden Schule (Vollzeitschulpflicht - 9 Jahre) sowie die Pflicht zum Besuch einer Berufsschule oder der entsprechenden berufsbildenden Förderschule (Berufsschulpflicht - i. d. R. 3 Jahre). (§ 28 Abs. 1 SchulG) Sofern Auszubildende vor Vollendung des 18. Lebensjahres ein Berufsausbildungsverhältnis beginnen, sind sie bis zum Ende des Berufsausbildungsverhältnisses berufsschulpflichtig. (§ 28 Abs. 4 SchulG).

Informationen zur Schulpflicht in weiteren Sprachen finden Sie im englischsprachigen Auftritt:

Pflichten der Eltern

Die Pflicht ihr schulpflichtiges Kind an einer Schule anzumelden, obliegt den sorgeberechtigten Eltern. ( § 31 Abs. 1 SchulG) Dabei ist zu beachten, dass die Anmeldung im Grundschulalter an einer Schule des zuständigen Schulbezirkes erfolgen muss. ( § 25 Abs. 4 SchulG) Darüber hinaus haben die Sorgeberechtigten dafür zu sorgen, dass ihr schulpflichtiges Kind am Unterricht und anderen verbindlichen Veranstaltungen der Schule (u. a. auch den Schuluntersuchungen) teilnimmt, dass es für den Schulbesuch entsprechend ausgestattet ist und die Schulordnung einhält.

Pflichten der Ausbilder

Aus der Berufsschulpflicht für Jugendliche ergibt sich für die Ausbildungsbetriebe bzw. Arbeitgeber die Pflicht, den Jugendlichen in der Berufsschule anzumelden und für die Zeit des Schulbesuches freizustellen. Die Überwachung der Schulanmeldepflicht obliegt dem Schulverwaltungsamt.

Schulpflichtverletzungen

Verletzungen der Schulpflicht können für die Sorgeberechtigten, für Schüler, die das 14. Lebensjahr vollendet haben und für Ausbilder bzw. Arbeitgeber unangenehme Folgen haben. Bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit werden sie als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 1.250 Euro geahndet. ( § 61 SchulG) Doch dazu muss es erst gar nicht kommen, denn in der Regel kündigen sich Schwierigkeiten früh genug an. Zuerst reagiert die Schule auf Schulpflichtverletzungen, als nächstes das Schulverwaltungsamt. Anschließend erfolgt eine Anzeige beim Ordnungsamt und ggf. auch beim Jugendamt. Bleiben diese Maßnahmen erfolglos, kann die Schule die zwangsweise Zuführung des Schülers zum Unterricht durch die Polizei veranlassen.

Die für die verschiedenen Schularten erlassenen Schulordnungen enthalten Verbindlichkeiten, die sowohl Schüler als auch Erziehungsberechtigte betreffen. Über die jeweilige Schulordnung (siehe auch Gesetze und Rechtsvorschriften) informiert auf Anfrage die Schulleitung.

Hilfe und Unterstützung bei Schulpflichtverletzungen

Uns liegt das Wohlergehen unserer Schüler/-innen, Kinder und Jugendlichen am Herzen. Trotz aller Bemühungen können Schwierigkeiten im Schulalltag und in der Familie dazu führen, dass Schüler und Schülerinnen keine Lust auf Schule haben und Schule schwänzen. Gründe dafür können sein, dass Kinder und Jugendliche Probleme in der Schule und in ihrer Familie haben, darüber nicht sprechen können. Kinder und Jugendliche suchen oft ihren eigenen Weg, leiden unter sozialen Schwierigkeiten und erfahren mitunter körperliche und seelische Gewalt. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer Kindeswohlgefährdung führen. Erkennbare Anzeichen und Anhaltspunkte bei den Kinder und Jugendlichen können sein:

  • Selbstverletzungen
  • Hygienemängel
  • Weglaufen, Streunen
  • Gewalttätigkeiten
  • seelische Krankheitssymptone (Ängste, Zwänge, Einnässen)
  • fortgesetzte unentschuldigte Schulversäumnisse
  • Gesetzesverstöße
  • Zuführung der Gesundheit gefährdender Substanzen
  • fehlende ärztliche aber notwendige ärztliche Versorgung und Behandlung (z.B. therapeutische Fachkräfte)
  • traumatisierte Lebensereignisse (z.B. Verlust von Angehörigen)
  • materielle Notlage
Hilfe und Unterstützung können die Schulsozialarbeiter, die an fast allen Dresdner Schulen ihren Sitz haben, die

und die

geben.

Schulordnungen

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