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https://www.dresden.de/de/leben/schulen/faq/kinder-ausland.php 26.01.2018 08:41:58 Uhr 21.07.2018 13:35:56 Uhr

Kinder aus dem Ausland

Wie werden Kinder aus nicht deutschsprachigen Ländern an den Schulalltag herangeführt?

Schulpflicht

Für alle Kinder und Jugendlichen, die im Freistaat Sachsen ihren Wohnsitz haben, besteht eine gesetzliche Schulpflicht. Sie erstreckt sich auf den regelmäßigen Besuch des Unterrichts und der übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule.

Auch die Kinder von in Dresden lebenden ausländischen Bürgern unterliegen der Schulpflicht. Sie werden schrittweise an den Schulalltag herangeführt und bis zu ihrer vollen Integration speziell gefördert.

Zur Erfüllung ihrer Schulpflicht können die Kinder eine öffentliche Schule oder eine genehmigte Ersatzschule besuchen.

Mit der Internationalen Schule Dresden hat die Stadt außerdem besondere Möglichkeiten für Kinder aus nicht deutschsprachigen Familien zu bieten.
Schon im Vorschulteil lernen die Kinder durch Spielen und zielgerichtete Beschäftigungskonzepte, sich auf Englisch mitzuteilen und zu verstehen. Ein umfassendes Muttersprachkonzept rundet das Programm ab.

Seit dem Jahr 2004 schließen Absolventen die 12. Klasse in der Internationalen Schule Dresden mit dem International Baccalaureate-Diplom ab.

Informationsblatt zur Schulpflicht in verschiedenen Sprachen

Die Landeshauptstadt Dresden hat den Inhalt dieser Internetseite in einem Informationsblatt zusammengetragen. Das Informationsblatt ist in verschiedenen Sprache erhältlich:

Besondere Bildungsberatung

Die Besondere Bildungsberatung ist eine wichtige Maßnahme zur Integration von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache in den Schulalltag. Das Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden, informiert Eltern und Kinder über Bildungsmöglichkeiten im Freistaat Sachsen und berät individuell zur Schullaufbahn. Darüber hinaus prüfen die zuständigen Referenten des Landesamtes für Schule und Bildung ob die Notwendigkeit des Besuches einer Vorbereitungsklasse (siehe Punkt „Vorbereitungsklasse“) besteht und ob eine Förderung der Herkunftssprache gewünscht wird. Die Eltern dieser Kinder sind daher verpflichtet, ihre schulpflichtigen Kinder zur Besonderen Bildungsberatung im Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden, anzumelden, bevor die Kinder eine Schule besuchen können.

Anmeldung zur Besonderen Bildungsberatung im Landesamt für Schule und Bildung

Die Anmeldung erfolgt über die E-Mail-Adresse

daz-bildungsberatung@sbad.smk.sachsen.de

oder auf dem

Postweg an das Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden

Kontakt:

Landesamt für Schule und Bildung, Standort Dresden,

Abteilung 2 - Schulen

Großenhainer Straße 92,

01127 Dresden

Telefon: (03 51) 84 39-0

Sprechzeit: Dienstag, von 13 - 18 Uhr, nach vorheriger Terminvereinbarung

Zur Besonderen Bildungsberatung sind der Ausweis oder Pass des die Anmeldung vornehmenden Sorgeberechtigten, die Geburtsurkunde des Kindes und das letzte Schulzeugnis, das dem Schüler im Herkunftsland ausgestellt wurde, vorzulegen.

Vorbereitungsklasse

Alle Schüler verschiedener Nationalitäten, die die deutsche Sprache nicht oder nicht ausreichend beherrschen, besuchen zuerst eine »Vorbereitungsklasse«. Hier lernen sie Deutsch als Zweitsprache und werden auf den Übergang in die Regelklasse ihrer Altersstufe vorbereitet.
Ein Betreuungslehrer begleitet die Kinder und Jugendlichen auf dem Weg ihrer schulischen und sozialen Eingliederung.

Schrittweise Integration

In allgemeinbildenden Schulen besuchen die Schüler der Vorbereitungsklassen nach einigen Wochen erstmals stundenweise ihre künftige Regelklasse. Diese Teilintegration beginnt in der Regel in weniger sprachbetonten Fächern.

Je besser sich der Kontakt zu den Mitschülern entwickelt und je mehr sich die Kenntnisse in der deutschen Sprache festigen, umso größer wird der Stundenanteil in der Regelklasse. Der Übergang bis zur vollständigen Integration wird ganz individuell gestaltet und ist in der Regel nach spätestens 18 Monaten abgeschlossen. Dann lernt der Schüler nach dem üblichen Stundenplan und erhält auch Noten für seine Leistungen.

Seine Schullaufbahn setzt er mit den gleichen Möglichkeiten fort wie die anderen Schüler auch. Die Schule bietet bei Bedarf sprachliche Fördermöglichkeiten an.

Herkunftssprachlicher Unterricht

Das vorhandene Sprachpotenzial der Kinder, die zwei- und mehrsprachig aufwachsen, wird als Begabung wahrgenommen und bestmöglich gefördert. Deshalb bietet der Freistaat Sachsen im Rahmen der vorhandenen Ressourcen für diese Kinder fakultativ einen herkunftssprachlichen Unterricht in zurzeit 14 Sprachen (Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Italienisch, Persisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Vietnamesisch, Ukrainisch, Ungarisch, Japanisch, Portugiesisch) an. Die Anmeldung erfolgt über die Schule.

Schuluntersuchung

Die Gesundheit ist eine wichtige Basis für das Lernen unserer Kinder. Deshalb legt das Schulgesetz schulärztliche Untersuchungen fest. Ärzte des Gesundheitsamtes führen für alle Kinder im Vorschuljahr die Schulaufnahmeuntersuchungen durch.

Der Untersuchungszeitraum beginnt nach der Schulanmeldung und zieht sich über einige Monate hin. Terminangebote liegen während der Schulanmeldungen bereits vor. Zumindest ein Sorgeberechtigter begleitet dann das Kind während der Untersuchung, die meist in den Praxisräumen des Gesundheitsamtes stattfindet. Die Untersuchung beinhaltet eine ganzheitliche körperliche Untersuchung (wie von den Vorsorgeuntersuchungen bekannt) und spielerische Aufgaben, um schulrelevante Entwicklungsbereiche des Kindes zu erfassen. Eine Beratung der Eltern zu den vielen Fragen rund um den Schulbeginn und die Entwicklung des Kindes gehört natürlich dazu. Während der Schulzeit werden weitere schulärztliche Untersuchungen angeboten. Wenn Kinder auf Grund von Erkrankungen häufig und/oder lange vom Schulunterricht fernbleiben müssen, kann der Kinder- und jugendärztliche Dienst in Beratungen und Begutachtungen einbezogen werden. Eltern können sich darüber hinaus gern zu gesundheitlichen Fragen und Schulbesuch im Gesundheitsamt beraten lassen.

Kontakt

Landesamt für Schule und Bildung

Standort Dresden


Besucheranschrift

Großenhainer Straße 92
01127 Dresden


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Telefon 0351-84390
Fax 0351-8439301

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