Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/frauen-maenner/schutz-vor-gewalt/angebote_maenner.php 14.12.2017 14:41:14 Uhr 15.12.2017 13:22:54 Uhr

Angebote für Jungen & Männer

Beratungsstelle Dresden für Opfer von Straftaten

Opferhilfe Sachsen e. V.

Wer sind wir:

Wir bestehen seit 1996 als eingetragener gemeinnütziger Verein und unterhalten Beratungsstellen in allen Landgerichtsbezirken Sachsens. Unser Beratungsangebot richtet sich an alle, die durch eine Straftat als Opfer, Zeugen/Zeuginnen oder Angehörige betroffen sind. Fallbesprechungen und Fortbildungen gehören ebenfalls zu unseren Angeboten. Die Beratung wird in Dresden von drei hauptamtlichen Sozialpädagoginnen durchgeführt. Sie ist kostenlos, streng vertraulich und auf Wunsch auch anonym. Wir beraten unabhängig davon, ob Anzeige erstattet wurde oder nicht. Nach telefonischer Absprache sind auch Hausbesuche möglich.

Unser Angebot:

  • psychosoziale Beratung und Entlastungsgespräche
  • Begleitung in Krisensituationen
  • Informationen über Rechte als Opfer einer Straftat, zur Anzeigenerstattung und zum Gerichtsverfahren
  • Begleitung bei der Entscheidungsfindung
  • Unterstützung bei der Wahrnehmung Ihrer Interessen und im Umgang mit Behörden
  • Begleitung zu Zeugenaussagen, Anwältinnen und Anwälten sowie Gerichtsverhandlungen
  • telefonische Beratung und Information

Beratungsstelle für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt

Opferberatung Dresden RAA Sachsen e. V.

Wer sind wir:

Wir sind eine Beratungsstelle für Betroffene von rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt. Unser Angebot ist kostenlos, wir arbeiten parteilich für die Betroffenen und auf Wunsch anonym. Wir beraten, betreuen und begleiten die Betroffenen sowie deren Angehörige, Freundinnen und Freunde, Zeuginnen und Zeugen.

Unser Angebot:

  • Klärung der rechtlichen Situation
  • Unterstützung bei der psychischen Verarbeitung
  • Aufbau von Opferschutz
  • Organisation von finanzieller Unterstützung und Wiedergutmachung
  • Informations- und Präventionsveranstaltungen

Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erziehende

VSP e. V.

Unser Angebot:

  • Hilfe bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse und Gewalterfahrungen, sexuellem Missbrauch und anderen als belastend empfundenen Problemen

Weitere Informationen: siehe Rubriken "Lebenshilfe", "Gesundheit" sowie "Partnerschaft, Elternschaft und Familie"

D.I.K.

Dresdner Interventions- und Koordinierungsstelle zur Bekämpfung häuslicher Gewalt/Gewalt im sozialen Nahraum - Frauenschutzhaus Dresden e. V.

Wer sind wir:

Wir sind eine Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt. Unser Träger ist der Frauenschutzhaus Dresden e. V.

Die D.I.K. hat zwei Aufgabenschwerpunkte:

  • Beratung gewaltbetroffener Frauen und Männer und deren Kinder
  • regionale Kooperation und Vernetzung

Wir verstehen unser Projekt als Bindeglied zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen.

Unser Angebot:

An uns können Sie sich wenden, wenn Sie

  • in einer Ehe oder Partnerschaft leben, in der körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt gegen Sie ausgeübt wird.
  • von einem anderen Menschen, mit dem Sie in einer häuslichen Gemeinschaft leben, bedroht, gedemütigt oder misshandelt werden.
  • von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin auch nach der Trennung verfolgt und bedroht werden.
  • Betroffene von Stalking sind.

Die D.I.K. bietet

  • Beratung zu den Themen häusliche Gewalt und Stalking,
  • Information über Ihre rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz vor weiterer Gewalt, Bedrohung und Belästigung,
  • Hilfe bei der Erstellung zivilgerichtlicher Anträge nach dem Gewaltschutzgesetz (GewSchG),
  • Begleitung und Unterstützung sowie
  • Fachberatung zum Thema Häusliche Gewalt und Stalking.

Beratungen erfolgen telefonisch oder vor Ort in der D.I.K. Aufsuchende Beratungen sind prinzipiell möglich. Unsere Beratung ist anonym, kostenfrei und freiwillig. Sie ist offen für alle Frauen und Männer.

Erziehungsberatungsstelle
Fach- und Beratungsstelle bei häuslicher und sexualisierter Gewalt

AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH

Wer sind wir:

Wir bieten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Hilfen bei der Bewältigung von kritischen Lebenssituationen wie sexuellem Missbrauch, seelischer Misshandlung, anderen (familiären) Problemen, die schwerwiegende Gefährdungen und Beeinträchtigungen von Kindern nach sich ziehen können.

Unser Angebot:

  • Beratung und Hilfestellung für Betroffene und Angehörige bei vermuteter oder drohender sexueller, körperlicher oder seelischer Misshandlung von Kindern und Jugendlichen
  • Krisenintervention, Beratung und Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Gewalt erfahren oder erfahren haben
  • Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt, von Vergewaltigung, Nachstellungen, Überfällen
  • begleiteter sowie beaufsichtigter Umgang bei erhöhtem Schutzbedarf von Kindern aufgrund Gewaltdynamik in der Familie
  • Fachberatung zur Abschätzung von Kindeswohlgefährdung (§ 8 a KIK)
  • Fachberatung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen, die mit sexueller und/oder häuslicher Gewalt oder sexuellen Übergriffen unter Kindern konfrontiert sind
  • Fortbildungsangebote für Fachkräfte in sozialen und pädagogischen Einrichtungen, Multiplikatoren/Multiplikatorinnen, Polizei und Justiz
  • Unterstützung bei der Klärung und Lösung von Erziehungsfragen und der Bearbeitung von Entwicklungskrisen, familiären Beziehungskrisen, der Verarbeitung von Trennung und Scheidung, der Auseinandersetzung mit Gewalterfahrungen, Neuorientierung bei Ablöseprozessen

Jugendamt
Kinder- und Jugendnotdienst

Wer sind wir:

Der Kinder- und Jugendnotdienst des Jugendamtes Dresden ist eine rund um die Uhr erreichbare Beratungs- und Kriseneinrichtung für Kinder und Jugendlich von 0 bis 17 Jahren sowie deren Familien. Ein Team von Sozialpädagogen/-pädagoginnen unterstützt und berät persönlich und telefonisch in aktuen Not- oder Krisensituationen und nimmt Kinder und Jugendliche bei Bedarf in Obhut. Gemeinsam mit den Betroffenen werden Perspektiven aus der entsprechenden Krisensituation gesucht. Für die Inobhutnahme-Ausführung von Säuglingen und Kleinkindern stehen dem Kinder- und Jugendnotdienst Bereitschaftsbetreuungsfamilien zur Verfügung.

Männerhaus

Wer sind wir:

  • eine ehrenamtlich und professionell arbeitende Männerberatung in Berlin

Unser Angebot:

  • eine Auszeit für Männer in Krisensituationen und solche, die sich aus gewalttätigen Beziehungen lösen wollen

Weißer Ring

Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.

Wer sind wir:

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der seine Hilfe für Kriminalitätsopfer durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter realisiert. In der Außenstelle Dresden sind eine Außenstellenleiterin und 18 Ehrenamtliche im Einsatz.

Unser Angebot:

Wir können Opfern helfen durch:

  • menschlichen Beistand und persönliche Betreuung nach der Straftat
  • Hilfestellung im Umgang mit Behörden
  • Begleitung zu Gerichtsterminen
  • Vermittlung von Hilfen anderer Organisationen
  • Unterstützung in materiellen Notlagen im Zusammenhang mit Straftaten, u. a. durch kostenlose medizinische Erstberatung, Scheck für kostenlose Erstberatung bei einer frei gewählten Rechtsanwältin/Anwalt, Rechtsschutz

Weitere Einrichtungen

ESCAPE Dresden

Beratungs- und Trainingsangebot für Täter und Täterinnen in Fällen häuslicher Gewalt
Männernetzwerk Dresden e. V.

Wer sind wir:

Wir sind eine täterorientierte Beratungsstelle und haben mit dem Projekt ESCAPE das Ziel, häuslicher Gewalt im sozialen Nahraum etwas Konkretes entgegenzusetzen. Täterorientierte Arbeit leistet hierzu ihren Beitrag, da konkrete Interventionen in Fällen häuslicher Gewalt stattfinden, die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert und die Verantwortung für Veränderungen bei den Tätern eingefordert wird. Wir arbeiten in Netzwerken zu häuslicher Gewalt in Dresden und im Großraum Dresden (Riesa/Großenhain, Meißen/Coswig/Radebeul/Radeberg, Weißeritzkreis, Pirna).

Unser Angebot:

Wir bieten Einzelberatungen und Gruppentrainings für Täter und Täterinnen mit konkreten Zielen an. Bestandteile des Beratungsprozesses sind unter anderem,

  • dass diese sich mit ihrem Handeln, ihren Aggressionen auseinander setzen,
  • dass sie sich in die Sicht, Ängste und Befürchtungen von Opfern hineinversetzen, um ein (Un-)Rechtsempfinden zu entwickeln und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen,
  • mit ihnen alternative gewaltlose Handlungsmuster zu erarbeiten und auszuprobieren.

Am Ende der Beratung sollen die Täter und Täterinnen in der Lage sein, zukünftig Krisensituationen ohne Gewalt bewältigen zu können. Der Zugang zu unserem Beratungsangebot erfolgt durch Telefonkontakt. Die Beratungen finden in der Regel in wöchentlichen 50-minütigen Sitzungen statt. Darüber hinaus unterstützen und intensivieren wir den Beratungsprozess durch Gruppenarbeit. Ein weiteres Anliegen unserer Arbeit ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema sowie die Wissensvermittlung an Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Fachkräfte. Wir beziehen in unsere Arbeit die Sicht und die Perspektive von Tätern und Täterinnen ein, lehnen aber Gewalt und Verantwortungslosigkeit ab. Die Beratung erfolgt durch Männer für Männer und durch Frauen für Frauen.

Ziel:

Täterberatung soll Tätern die Möglichkeit geben, aus ihrer individuellen Gewaltspirale auszubrechen und auf Grund neu zu erlernender Handlungsalternativen ein in der Gesellschaft und vor allem im sozialen Nahraum getragenes Leben zu führen. Grundlage ist der gesellschaftliche Wert, dass Gewalt kein probates Mittel der Konfliktbewältigung ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um psychische, physische, ökonomische oder sexuelle Gewalt handelt und ob die Opfer Frauen, Männer oder Kinder sind.

Zielgruppe:

  • Männer und Frauen, die Gewalt in einer bestehenden bzw. bestandenen partnerschaftlichen Beziehung oder Gewalt an einem im Haushalt lebenden Erwachsenen ausgeübt haben oder ausüben
  • Selbstmelder und gewiesene Täter ab 18 Jahre

MIRROR

Männernetzwerk Dresden e. V.

Wer sind wir:

In den vergangenen Jahren waren wir in der täterorientierten Anti-Gewalt-Arbeit im Projekt ESCAPE
(s. o.) mit der Herausforderung konfrontiert, uns mit Tätern/Täterinnen auseinanderzusetzen und dennoch für Opfer etwas erreichen zu wollen. Wiederholt erreichten uns dabei Anfragen zum Thema Erziehungsgewalt. Aus diesem Bedarf und der Überzeugung heraus, dass Täterarbeit ein sinnvolles, weil gewaltvermeidendes Angebot sein kann, entstand die Projektidee "Mirror - gewaltfreie Konfliktlösung in der Erziehung und Begleitung von Kindern". Konfliktlösung in der Erziehung und Begleitung von Kindern meint dabei Konflikte, die in Erwachsenen ausgelöst werden, und nicht Konflikte, die mit Kindern zu lösen sind. Dieses Konfliktpotenzial erhöht sich in Stress- und Überforderungssituationen und kann nicht durch das Handeln von Kindern oder in der Auseinandersetzung mit ihnen gelöst werden. Hier gilt es, dass Erwachsene ihre Verantwortung übernehmen und handeln. "Mirror" will sie dabei unterstützen.

Ziel:

  • Gewalt als Erziehungsmittel abbauen und somit Kinder in ihrer körperlichen und seelischen Verletzlichkeit schützen. Eltern und erwachsene Bezugspersonen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Erziehungsaufgaben selbstständig und selbstverantwortlich wahrzunehmen, ohne Gewalt auszuüben. Unter anderem sollen sie dabei die Grenzen ihrer Belastbarkeit erkennen und bei Bedarf Hilfemöglichkeiten rechtzeitig in Anspruch nehmen
  • geeignete präventive Angebote zur Unterbrechung von Gewaltkreisläufen entwickeln und die Arbeit in bestehenden Netzwerken unterstützen

Zielgruppe:

  • Eltern und Bezugspersonen, die Gewalt gegenüber Kindern anwenden und motiviert sind, dies zu ändern,
  • Erwachsene, die Angst haben, während der eigenen Überforderung Gewalt an Kindern auszuüben.

Erziehungsgewalt meint dabei insbesondere psychische und physische Gewalt erwachsener Bezugspersonen gegenüber Kindern.

TOA

Konfliktschlichtungsstelle für Täter-Opfer-Ausgleich
Verein für soziale Rechtspflege Dresden e. V.

Wer sind wir:

Wir sind eine Schlichtungsstelle, in der Straftaten im Jugendbereich außergerichtlich geklärt werden können. Die mit der Straftat verbundenen Konflikte werden in einem gemeinsamen Gespräch zwischen Täterin oder Täter und Opfer im Beisein eines neutralen Vermittlers/einer Vermittlerin aufgearbeitet. Schadenswiedergutmachungen können vereinbart werden. Weiterer Ärger und unnötiger Rechtsstreit können damit vermieden werden.

Unser Angebot:

  • außergerichtliche Klärung von Straftaten beziehungsweise Klärung von Konflikten, um Anzeigenstellung zu vermeiden
  • Klärung der Sichtweisen der Konfliktbeteiligten im einzelnen Vorgespräch
  • gemeinsames Ausgleichsgespräch zur Konfliktklärung unter der Vermittlung einer neutralen Schlichterin/eines Schlichters
  • Aushandeln einer gemeinsamen Vereinbarung zur Schadenswiedergutmachung und Absprache über den zukünftigen Umgang miteinander

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