Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/kultur/kunst-und-kultur/museen_kunst/kunst-im-oeffentlichen-raum/ueberblick-projekte-im-stadtraum.php 11.07.2017 15:48:32 Uhr 18.08.2017 01:17:43 Uhr

Projekte im Stadtraum

In den letzten Jahren hat die Kunstkommission für Kunst im öffentlichen Raum eine ganze Reihe von Projekten ermöglicht und realisiert. Die Seite zeigt eine Auswahl entstandener Arbeiten und liefert weiterführende Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern, deren intensiver Auseinandersetzung mit den Orten und Umständen in der Stadt sich all diese Arbeiten verdanken.

Das Amt für Kultur und Denkmalschutz erarbeitet regelmäßig Informationsblätter zu allen seit 1996 entstehenden Projekten und sammelt sie in einem kostenfrei erhältlichen Schuber.

Ansprechpartnerin

Der sprunghaft reitende goldene August, stets aufpoliert. Der thronende Friedrich August I. auf dem Schlossplatz. Der vor sich hin paradierende Johann auf dem Theaterplatz. Sie, die Könige, beherrschen den öffentlichen Raum des „Alten Dresden“, bilden die Elbe überspannend ein Machtdreieck: Herrschaft, Autorität, Beständigkeit, Würde, Stolz, Kraft, Privileg heißen die Versprechungen der Thronenden und Reitenden.

Das „Neue Dresden“ freilich kennt neue Gebieter. Sie tragen die guten Namen der weltweiten Wirtschaft auf ihren Bannern und Leuchtkästen. Sie fordern unsere Aufmerksamkeit durch Irritation, durch Größe und Leuchtkraft. Besonders einheimische Marken verbinden gern die neuen Medien mit den alten Fürsten, als Imagetransfer. Was soll Kunst in diesem Umfeld wollen? Herumstehen? Das Feld räumen? In den Museen verschwinden? Dabei bedient sich das moderne Marketing fortlaufend aus den Ideenwerkstätten der Künstler. Doch Kunst in ihrer „Reinstform“ soll niemanden behelligen.

Vielleicht sollte sie Ruhe stiften, zum Innehalten zwingen im medialen Overkill. Oder unsere Gedanken auf Vergessenes oder nie Gedachtes lenken. Sie lässt uns schmunzeln und empört uns. Kunst bewegt. Das Selbstverständnis unserer Stadt wird bewegt von Tradition und Innovation, von Tempo und Innehalten, von Natur und Kunst, von Bodenständigem und Fremden, von Visionärem und Machbarem, Anspruch und Hybris. Kunst im öffentlichen Raum kann diese Gegensätze nicht auflösen, immerhin aber zur Sprache bringen.

[...]

Vieles darf auf Anhieb als gelungen gelten, manches wird sich noch entfalten, manches wird (vielleicht) in Vergessenheit geraten. Noch nie war das anders.

Manfred Wiemer
Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz

Drucken

Partner