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https://www.dresden.de/de/kultur/kunst-und-kultur/museen_kunst/kunst-im-oeffentlichen-raum/symposium_2011.php 18.10.2016 14:36:35 Uhr 10.12.2016 00:11:30 Uhr

Symposium 2011

Dresden-Perspektiven für Kunst im öffentlichen Raum

Am 6. Mai 2011 fand das Symposium "Dresden-Perspektiven für Kunst im öffentlichen Raum" in der Schaltzentrale des ehemaligen Heizkraftwerkes Mitte statt.

Die Kunstkommission für Kunst im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt Dresden initiierte diese öffentliche Veranstaltung mit dem Ziel, künstlerische Diskussionen zu Stadtraum und Stadtentwicklung anzuregen und einen produktiven Prozess in der Stadt für Kunst im öffentlichen Raum zu bewirken.

Mit Roland Nachtigäller, Dr. Petra Reichensperger und dem Kuratorenteam Margarethe Makovec & Anton Lederer waren im Vorfeld drei überregional tätige Kuratoren eingeladen worden, sich mit dem städtischen Leben Dresdens auseinanderzusetzen und auf der Grundlage ihrer Analysen Künstler mit der Entwicklung von Projekten für den öffentlichen Raum Dresden zu beauftragen.

"Dresden-Perspektiven für Kunst im öffentlichen Raum" begann mit Vorträgen der Kuratoren, in denen sie bereits durchgeführte Projekte im öffentlichen Raum vorstellten und Einblicke in ihre kuratorische Praxis gaben. Roland Nachtigäller, seit 2009 Direktor des Museum Marta in Herford, berichtete über künstlerische Arbeit im Landschaftsraum am Beispiel von den von ihm initiierten Projekten „kunstwegen“ und „raumsichten“. Dr. Petra Reichensperger, seit 2011 für zwei Jahre Leiterin des Kunsthaus Dresden, stellte in ihrem Vortrag die Frage, inwiefern Public Art interventionistische Dimensionen eingeräumt wird. Und Anton Lederer, der gemeinsam mit Margarethe Makovec den Verein <rotor> für zeitgenössische Kunst in Graz leitet, gab Einblicke in die „Kunst des urbanen Handelns“, am Beispiel von den von <rotor> initiierten Projekten „real utopia“, „Freizeichen“ und „Annenviertel“.

Die teilnehmenden Künstler Heike Mutter & Ulrich Genth (Hamburg), Marit Neeb (Berlin) und Esra Ersen (Istanbul/Berlin) stellten ihre Projektentwürfe für Dresden erstmalig der Öffentlichkeit vor und diskutierten diese mit dem Publikum.

Ergebnisse

Im Ergebnis des Symposiums beschloss die Kunstkommission die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstlerduo Heike Mutter & Ulrich Genth. Die beiden Künstler überzeugten die Kommission mit dem Konzept für ein "Denkmal für den permanenten Neuanfang" auf dem Neumarkt. Die auf den ersten Blick beinahe unauffällige Ergänzung der bereits vorhandenen Denkmäler durch ein drittes Denkmal zu einer Dreieckskonstellation fügt sich ohne viel Aufhebens in die jetzige Situation des Platzes ein. An einem scheinbar historischen Ort erinnert die Installation entgegen der allgemeinen Erwartung nicht an ein Ereignis oder eine Person der Geschichte, sondern an die Gegenwart. Die Kommission bewertet das Konzept als geschickten Kommentar zum Dresden Mythos und zur (Neu)Erfindung dieser Stadt.

Aufgrund der verschiedenen Interessenlagen bezüglich der weiteren Gestaltung des Neumarktes befindet sich die Realisierung des Projektes derzeit in einem umfangreichen Abstimmungsprozess.

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