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https://www.dresden.de/de/kultur/kunst-und-kultur/museen_kunst/kunst-im-oeffentlichen-raum/symposium/makovec_lederer.php 06.05.2015 12:07:45 Uhr 26.04.2017 19:43:05 Uhr

Margarethe Makovec und Anton Lederer

Margarethe Makovec, geboren in Wien 1971 und Anton Lederer, geboren in Graz 1970.

1994 begannen sie, zeitgenössische Kunst zu präsentieren, damals in ihrer eigenen Wohnung, die für Publikum geöffnet wurde. Fünf Jahre später gründeten sie < rotor > Verein für zeitgenössische Kunst mit Sitz in Graz. Ihre Programminteressen konzentrieren sich auf sozial und politisch engagierte Kunstproduktionen und sie haben einen Schwerpunkt entwickelt in der Zusammenarbeit mit Kunstszenen aus Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Der öffentliche Raum spielt in den Überlegungen eine große Rolle, insofern er die Chance bietet, Menschen mit Kunst zu erreichen, die den geschlossenen Kunstraum nicht betreten.

1998 haben sie ihr erstes großes Projekt im öffentlichen Raum durchgeführt unter dem Titel „Öffentliche Erscheinungen“, in dem 10 leerstehende Geschäfte rund um einen Straßenzug im Grazer Bezirk Griesan an 10 internationale KünstlerInnen vergeben wurden.

2001 realisierten sie mit „Never Stop the Action“ ein dreitägiges Performance-Event in der Grazer Innenstadt.

2003 schließlich, im Jahr als Graz Kulturhaupstadt Europas war, wurde der 5. Grazer Bezirk Gries mit 15 künstlerischen Interventionen bespielt, die der Zukunft bestehender Orte auf der Spur waren: „real*utopia“. Zur selben Zeit wurde der < rotor > in das „BalkanKonsulat“ verwandelt und Gäste aus Belgrad, St. Petersburg, Prag, Istanbul, Budapest und Sarajevo gestalteten das Programm. Als Mitentwicklerin des BalkanKonsulat konnte die Kuratorin und Designerin Lejla Hodzic aus Sarajevo gewonnen werden.

2004 kam es zur Teilnahme am Grazer Roma-Festival mit der Ausstellung „Wir sind wer wir sind. Aspekte zum Leben der Roma in der zeitgenössischen Kunst." Die Ausstellung tourte in den beiden darauffolgenden Jahren nach Ljubljana, Trnava, Usti nad Labem, Bukarest und Budapest.

Seit 2002 sind die beiden in die Organisation der sogenannten MSE-Meetings involviert, das sind biennal stattfindende Treffen von KunstexpertInnen aus dem MSE-Raum (Mittel-Süd-Ost-Europa). 2006 etwa wurde das Treffen in Prishtina koorganisiert, 2008 im tschechischen Usti nad Labem und 2010 wird es in Istanbul stattfinden.

Zwischen 2007 und 2009 fand das Langzeitprojekt „Land of Human Rights“ statt, das „Künstlerische Analysen und Visionen zur Situation der Menschenrechte in Europa“ zum Inhalt hatte und mit internationalen Partnern in Slowenien, Kroatien, Ungarn, Tschechien und Deutschland entwickelt und im Rahmen einer Förderung aus dem Programm Kultur der Europäischen Union durchgeführt wurde.

Von 2008 bis 2010 wurde in 10 verschiedenen kleineren Städten und Gemeinden der Steiermark das Projekt „Freizeichen. Künstlerische Interventionen im Kontext jugendlicher Lebenswelten“ durchgeführt, wobei jeweils KünstlerInnen mit Jugendlichen vor Ort Arbeiten für den öffentlichen Raum schufen.

Seit 2009 befasset sich das Duo gemeinsam mit der Wiener Kultur- und Stadttheoretikerin Elke Krasny mit den Menschen und den Entwicklungen im Grazer „Annenviertel!“ im Rahmen des mehrjährig angelegten Projekts „Die Kunst des urbanen Handelns“, welches wiederum von einer internationalen Kooperation mit Partnerorganisationen in Bulgarien, Italien, Kroatien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik durchwirkt ist.

Makovec und Lederer waren an verschiedenen Bildungsinstitutionen im In- und Ausland lehrend tätig, waren zu Vorträgen und Diskussionen in ganz Europa eingeladen und haben eine Reihe von Büchern und Katalogen von den <rotor> Aktivitäten publiziert.

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