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https://www.dresden.de/de/kultur/kunst-und-kultur/bildendekunst/kunst-im-oeffentlichen-raum/kunstkommission.php 23.02.2018 11:17:29 Uhr 15.11.2018 21:15:50 Uhr

Kunstkommission

Seit 1994 gibt es in Dresden eine Richtlinie für Kunst im öffentlichen Raum, deren Umsetzung in den Händen der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden liegt.

Seit Jahren tritt die Kunstkommission mit Nachdruck für eine lebendige Kunst im Stadtraum ein und hat bisher mit Erfolg eine ganze Reihe von Projekten realisiert. Dabei geht es nicht um eine Verschönerung von Plätzen mit Kunstobjekten. Ziel ist es vielmehr, künstlerische Arbeiten an sozialen, städtebaulichen oder kulturgeschichtlichen Brennpunkten in der Stadt wirksam werden zu lassen.

Die Kunstkommission wird alle fünf Jahre neu berufen und setzt sich aus Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtrates und ehrenamtlich mitarbeitenden Künstlerinnen und Künstlern, Architektinnen und Architekten und Kunstsachverständigen zusammen. Sie berät in den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen über die eingereichten Projekte und deren Förderung.

Alle Projekte, für die öffentliche Zuwendungen beantragt werden oder die dauerhaft im Stadtraum verbleiben sollen, müssen der Kunstkommission vorgestellt werden. Dabei sind bestimmte Aspekte im Antragsverfahren zu berücksichtigen.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Kunstkommission bildet die Entwicklung und Umsetzung von Eigenprojekten im aktuellen überregionalen Maßstab sowie die Initiierung von Kunstwettbewerben.

Hinweise zum Antragsverfahren: 

Bildende Künstlerinnen und Künstler, die Kunst im öffentlichen Raum von Dresden realisieren und dafür einen Zuschuss beantragen möchten, müssen einen entsprechenden Antrag bei der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden einreichen.

Unter Kunst im öffentlichen Raum sind dabei insbesondere künstlerische Beiträge im Bezug zum Stadtraum zu verstehen, die mit den aktuellen Möglichkeiten der Gegenwartskunst auf das öffentliche Lebensumfeld in der Stadt reagieren und einen inhaltlichen Bezug zum Standort haben.

  • Potentiellen Antragstellern wird empfohlen, sich zunächst mündlich im Amt für Kultur und Denkmalschutz über die Voraussetzungen einer Antragstellung und das konkrete Vorgehen zu informieren oder beraten zu lassen. Bei diesem Gespräch erfolgt auch eine zeitliche Abstimmung, wann der Antrag mit den entsprechenden Unterlagen sinnfälliger Weise eingereicht und wann er in der Kommission behandelt werden kann.
  • Der Antrag kann formlos gestellt werden. Neben dem künstlerischen Konzept ist ein konkreter Standortvorschlag sowie eine Kostenplanung einzureichen. Diese soll neben den Honorar- und Materialkosten auch die Kosten für Dienstleistungen Dritter, Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, anfallende Genehmigungsgebühren sowie die zu erwartenden Folgekosten beinhalten. Informationen zur Person bzw. zur bisherigen künstlerischen Arbeit des Antragstellers/der Antragstellerin ergänzen den Antrag.
  • Von den Antragstellern wird erwartet, dass sie ihre Projekte persönlich in der Kunstkommission vorstellen und erläutern.
  • Bei allen Projekten, für die eine Sondernutzungserlaubnis, Ausnahmebewilligung, Baugenehmigung oder denkmalschutzrechtliche Genehmigung erforderlich ist, ist vor Antragstellung in der Kunstkommission von den Antragstellern die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit zu prüfen. Das Amt für Kultur und Denkmalschutz kann bei Bedarf die entsprechenden Kontakte vermitteln.
  • Die Realisierung bewilligter oder geförderter Projekte erfolgt in Eigenregie des Antragstellers. Dazu gehört auch das Einholen aller notwendigen Genehmigungen.

 

Sitzungstermine 2018 zur Orientierung für die Antragsteller:

Die Sitzungen sind nicht öffentlich.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Mittwoch, 30. Mai 2018

Mittwoch, 22. August 2018

Mittwoch, 14. November 2018

Besetzung der Kunstkommission und Richtlinie

Aktuelles Projekt

RE-ENACTING OFFENCES 

Ein Kunstprojekt von María Linares 

In Zusammenarbeit mit interessierten Dresdner Bürgerinnen und Bürgern geht die Künstlerin der Frage der Normalität von Diskriminierung im Alltag aus unterschiedlichen persönlichen Perspektiven nach. 

Die Auseinandersetzung mit aktiven und passiven Diskriminierungserfahrungen sowie mit konkreten Alltagsproblemen soll zu einer Sensibilisierung im Umgang mit Vorurteilen und einer Diskussion im Stadtraum anregen.  

Interessant an dem Projekt ist das wechselseitige Verlassen der Täter- bzw. Opferrolle der Beteiligten sowie die Einbindung von Menschen, denen die Künstlerin im Alltag begegnet. Im Ergebnis entstehen Videoarbeiten, die in drei Dresdner Einkaufszentren gezeigt werden.

RE-ENACTING OFFENCES ist ein fortlaufendes Projekt, das mit dem Mittel der Kommunikation in unterschiedlichen Städten stattfindet.

Weitere Informationen zum Projekt

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