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https://www.dresden.de/de/kultur/kulturhauptstadt/beteiligen/mikroprojekte/grunaer-nachbarschaftstage.php 23.01.2018 15:31:33 Uhr 19.09.2018 13:46:16 Uhr

Grunaer Nachbarschaftstage

Wer sind wir?

  • von Sigus e. V.

Wir wohnen und arbeiten in Dresden-Gruna mit fast 14.000 Nachbarinnen und Nachbarn. Für die Organisation der erstmals durchgeführten Nachbarschaftstage haben sich, angeregt durch SIGUS e. V. die folgenden in Gruna tätigen Institutionen und engagierten Bürgerinnen und Bürger gefunden, die die Festtage und Bürgerwerkstatt mitgestalten und unterstützen:

  • Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Dresden Gruna-Seidnitz
  • Grünes Büro Ost/Bürgerbüro
  • Seniorenbegegnungsstätte "fidelio“ der Volkssolidarität
  • Streetworkerbüro „sofa 9“/Stadtteilprojekt Mobile Jugendarbeit
  • Vonovia  Immobilienservice
  • Ortsamt Blasewitz
  • Tauschnetz-Elbtal-Striesen
  • Kinder- und Jugendhaus Schieferburg
  • Sigus e. V.
  • Familienzentrum Pauline
  • Wohnungsgenossenschaft „Aufbau“
  • Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte e.V. Hans-Erlwein-Gymnasium
  • Freie Montessorischule Huckepack
  • Gemeinnützige Wohnungsbau-Genossenschaft Dresden-Ost eG.

Was ist das Projekt?

Das Echo im Stadtteil und die Beteiligung mit mehreren Hundert Grunaerinnen und Grunaern und Gästen vom Auftaktsingen am 1. Juni 2017 bis zum Brunnenfest der Volkssolidarität am 18. Juni 2017 bestätigen: Gruna ist ein attraktiver Wohnort im mittleren Osten Dresdens. Viele wohnen hier länger als im Durchschnitt anderer Stadtteile - und das gerne.

Dennoch bleibt viel zu tun: Die Nachbarschaften festigen, den Stadtteil als Ganzes und insbesondere Altgruna als Ortszentrum aufwerten und zum lokalen Engagement für eine sozial ausgeglichene und ressourcenschonende Lebens- und Arbeitsweise ermutigen. Diesen Zielen dienten die erstmals vom 1. bis 18. Juni 2017 ausgerichteten Grunaer Nachbarschaftstage.

Die letzte Woche stand unter der Überschrift „Die Nachbarn haben das Wort“ - nun in Gestalt der Bewohnerkonferenz am 16. und 17. Juni 2017. Vor dem Hintergrund der anstehenden städtebaulichen Veränderungen ragt sie aus dem Gesamtprogramm der Nachbarschaftstage heraus, da sie zur Beteiligung ermutigte. Wichtig ist den Ausrichtern, dass die Einwohner neben ihren Veränderungswünschen auch diejenigen Orte, Gebäude, Grün- und Wasserflächen, Einrichtungen etc. benennen, die sie als bewahrenswert erachten. Dazu gehören auch solche, die heute zerstört oder kaum noch zu erkennen sind, die aber – wie zum Beispiel die beiden Standorte der „Grünen Wiese“ - in der Geschichte des Stadtteils und der Nachbarschaften einst eine wichtige Rolle spielten. Reizvolle Orte fanden wir u. a. in den Wohnhöfen des „Aktivistenviertels“ entlang des Grunaer Landgrabens, im Rothermundtpark, an der Pikardie im Großen Garten  oder in einem Hof auf der Herkulesstraße, wo ein Wasser-/Feuerwehrturm so manches Rätsel aufgibt.

Nach den fünf Stadtteilrundgängen, der Bürgerbefragung an den Siedler-Zelten und der Bewohnerkonferenz am 16. und 17. Juni 2017 war klar, dass folgende Themen im Stadtteil weiter vertieft werden sollten:

  • mehr Miteinander im Stadtteil
  • einladende Begegnungsräume und –plätze für Nachbarschaftsaktivitäten in den Wohngebieten
  • mehr Grün, Sitzmöglichkeiten und Begegnungsräume im Ortsteilzentrum (zum Beispiel als parkähnlicher Platz um den Findlingsbrunnen)
  • mehr Platz für Kinder und  Gemeinschaftsaktivitäten (Gemeinschaftsgärten, Sport und Spiel)
  • mehr Orte und Anlässe für Kleinkunst, Bildung und Kultur im Alltag
  • Bewahren und Ausbau des Landgrabens und Rothermundtparks als Bestandteil eines Grüngürtels im Dresdner Osten

Wie wird sich das Projekt im Jahr 2025 entwickeln?

Die folgenden als Ergebnis der Bewohnerkonferenz 2017 begonnenen Vorhaben sind dann umgesetzt und werden im Alltag vor Ort gelebt: Es arbeitet ein Nachbarschaftszentrum mit den Schwerpunkten

  • Nachbarschaftswerkstatt und RepairCafé
  • Anlaufstelle zur Pflege von Stadtgrün und Klimaschutz
  • Bürgerbüro für Nahmobilität

 

Durchführung

„Im Ergebnis erwarten wir Anstöße und konkrete Verabredungen für die Entwicklung von Gruna als sozial, kulturell und wirtschaftlich attraktiven Stadtteil unter konkreter Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner“ wurde als anspruchsvolles Ziel der insgesamt 15 institutionellen Ausrichter der Ersten Grunaer Nachbarschaftstage mehr als erreicht…

So kann Ende 2017 festgestellt werden, dass beherzte Grunaer Bewohnerinnen und Bewohner am 15. Dezember 2017 die Interessengemeinschaft „In Gruna Leben“ gegründet haben, um eine Bürgerplattform zur Stadtteilgeschichte und -gestaltung einzurichten. Im Gründungspapier heißt es: „In diesem Arbeits- und Kommunikationsforum ermutigen wir Nachbarn, sich qualifiziert und nachhaltig für ihr Gemeinwesen zu engagieren. Die Interessengemeinschaft steht in den nächsten Jahren vor zwei Schwerpunkten:

  1. Etablieren einer generationenübergreifenden Stadtteilrunde, wo neben einer Verzahnung der Angebote von Jugend- bis Seniorenarbeit ab 2018 auch jährlich Nachbarschaftstage und 2020 das Ortsjubiläum vorbereitet und organisiert werden.
  2. Einrichten eines Nachbarschaftszentrums mit den Schwerpunkten
  • Begegnungsstätte und Werkstatt für Stadtteilkultur und -geschichte inkl. Orts- und Zeitzeugen-Archiv, da in der Zukunftswerkstatt immer wieder das Fehlen von Kultur und dafür geeigneter Räume angesprochen wurde
  • Nachbarschaftswerkstatt und RepairCafé für nachhaltiges Haushalten (inkl. Tauschbörse, Umsonstladen, Nachbarschaftsküche) mit Start des 1. RepairCafé am 25. Januar 2018
  • Anlaufstelle zur Pflege von Stadtgrün, für kurze Wege zum Klimaschutz und Müllvermeidung
  • Anlauf- und Informationsstelle für Nahmobilität, Fußverkehr und andere Verkehrs- und Transportformen in Gruna.

Wichtig ist aktuell das Einrichten eines Kontaktbüros als Vermittlungsstelle zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung; hier können die Vorschläge, Pläne und bereits getroffene Entscheidungen zu den Belangen des Stadtteils kommuniziert werden. Aufgaben wären vor allem Gemeinwesen- und Projektarbeit sowie das Fördern von bürgerschaftlichem Engagement und Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen und der öffentlichen Meinungsbildung. Das im November 2017 erstellte BürgerVotum mit 224 Beteiligten (fast 5 Prozent der Grunaer Haushalte) darf als Ermutigung zur Zivilgesellschaft gewertet werden.

Das Nachbarschaftszentrum bildet in der Perspektive räumlich, personell und ressourcenseitig den Mittel- und Anlaufpunkt sowie die Feedbackstelle des Gesamtvorhabens „Revitalisierung Altgruna“; deren Zukunftsfestigkeit ankert in der je spezifischen Ausformung und deren Zusammenspiel der o. g. Komponenten unter dem Dach der Interessengemeinschaft.“

Bürgerbeteiligung im Sozialraum Gruna – das ist der Beitrag des Stadtteils zur Kulturhauptstadtbewerbung Dresden für 2025!

 

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