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Umbau und Erweiterung des Marie-Curie Gymnasiums mit Sporthallenneubau

Bauvorhaben

Um- und Erweiterungsbau Gymnasium Marie Curie mit Neubau einer Dreifeldsporthalle

Anschrift: Zirkusstraße 7 in 01069 Dresden

Modell: Perspektive Eingang Marie-Curie Gymnasium Dresden

Perspektive Eingang Marie-Curie Gymnasium Dresden

Bauherr

Landeshauptstadt Dresden / Schulverwaltungsamt

Bauzeit

Planung: von 04/2008 bis 05/2011
Ausschreibung/Vergabe: von 05/2011 bis 05/2012
Durchführung: von 07/2011 bis 08/2013

Baukosten (brutto)

Planung: 3,63 Mio. EUR
Durchführung: 22,17 Mio. EUR
Gesamtsumme: 25,8 Mio. EUR

Baubeschreibung 

Am Standort des Gymnasiums Marie Curie an der Zirkusstraße ist eine Erweiterung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudeensembles aus den 60er Jahren vorgesehen. Im Herbst 2008 hat die Planung als Ergebnis eines vorausgegangenen Architektenwettbewerbes begonnen.

Die Möglichkeiten von baulichen Erweiterungen sind durch den Zuschnitt des Grundstückes und wegen der zahlreichen, teilweise nicht überbaubaren Ver- und Entsorgungsleitungen stark eingeschränkt. Zudem erschwert eine durchgängige, ca. 3 m mächtige Trümmerschuttschicht die Gründung.

Da auch ein großer Teil der Freianlagen, insbesondere der gepflasterte Hauptzugang von der Zirkusstraße aus unter Denkmalschutz steht, ist ein behutsamer Umgang mit den verfügbaren Flächenressourcen oberstes Gebot.

Das alte Schulgebäude besteht aus einem dreigeschossigem und einem zweigschossigem Solitär, einer sich nördlich anschließenden Aula und einer westlich vorgelagerten Sporthalle. Alle Gebäudeteile besitzen die für diese Zeit typischen Satteldächer und streng gegliederte Lochfassaden. Sie sind durch eingeschossige Verbinderbauten untereinander erschlossen.

Die Aula mit Verbinder befindet sich als vorgezogene Baumaßnahme bereits in der Sanierung, welche im Juni 2009 abgeschlossen sein wird.

Es ist geplant, auch die Solitäre im Bestand denkmalgerecht zu sanieren und mit einem neuen, quer gestellten viergeschossigen Neubau mit Flachdach im Süden zu erweitern.

Dadurch bildet sich ein dreiseitig gerahmter Pausenhof, welcher sich zur Zirkusstraße öffnet.

Die Sporthalle mit dem Verbinder wird zurückgebaut und an gleicher Stelle durch eine halb eingegrabene Dreifeldhalle ersetzt. Das Dach der Sporthalle soll ein Kleinspielfeld aufnehmen, um die Einordnung der nach Schulbaurichtlinie notwendigen Freianlagen in einer besseren Qualität zu ermöglichen. Der Erweiterungsbau wird mit den Altbauten durch einen mehrgeschossigen Übergang und die Sporthalle mit dem Erweiterungsbau und dem Altbau durch einen unterirdischen Kellergang verbunden.

Während der Erweiterungsbau neben Klassenräumen überwiegend die Fachkabinette aufnehmen wird, werden sich im Altbau vornehmlich Klassen- und Kursräume, sowie der Verwaltungsbereich etablieren.

Der neue Hauptzugang des Gymnasiums wird sich in den Erweiterungsbau verschieben. Die fußläufige Erschliessung von der Zirkusstraße bleibt jedoch erhalten. 

Der Erweiterungsbau ist teilweise funktional unterkellert und zeichnet sich durch ein großzügiges und lichtdurchflutetes Foyer aus, an welches sich die Mensa und die Bibliothek anschließen. Eine Besonderheit des Gebäudes ist seine großzügige Erschließung über ein über alle Etagen offenes, längsaxiales und durchgestecktes Treppenhaus mit Kaskadentreppen. Die Zugänglichkeit der Klassenräume im Süden erfolgt über durchgängige Balustraden, von welchen aus die Türen zu den nördlich gelegenen Fachkabinetten über Brücken erreicht werden. 

Die Fassade des Neubaus ist formal streng gefaßt und gliedert sich vorrangig durch waggerechte, geschossweise Bandstrukturen aus Glas und WDVS, die Stirnseiten erhalten großzügige Öffnungen für die natürliche Belichtung der innereren Pausenflächen.

Das Erdgeschoss bleibt durchgängig verglast, um den Eindruck eines schwebender Baukkörper zu erzeugen. Auf der Seite des Haupteinganges ist Fassade vollständig um ca. 3 m zurückgesetzt.  

Die Sporthalle ist oberirdisch vom Schulgebäude durch einen Freiraum getrennt.

Die Funktionsräume der Dreifeldsporthalle befinden sich im Untergeschoss. Es soll erreicht werden, dass die Fassade und die Ballfanfsicherung auf dem Hallendach sich homogen struktuieren und otpisch eine Einheit bilden.

Neben der schulischen Nutzung ist Vereins- und Freizeitsport geplant.  

Die verkehrliche Erschließung soll über die südlich gelegene bestehende Anliegerstraße erfolgen.

Der Lehrerparkplatz im Bestand westlich der Aula wird zu eimem kleine Pausenhof umgewidmet und ensteht neu vor dem oberirdischen südlichen Haupteingang der Sporthalle. Daduch werden die Erschliessungswege wesentlich kürzer, die weiträumige Umfahrung des Grundstückes ist nicht mehr notwendig.

Entsprechend der Zielstellung der Landeshauptstadt Dresden werden die neuen Gebäude so ausgeführt, daß der Primärenergiebedarf nach EnEV 2009 um mindestens 25% unterschritten wird.

Aus Gründen des Denkmalschutzes ist eine energetische Ertüchtigung der Altbauten nur bedingt möglich.  

Installiert wird eine moderne energiesparende Haustechnik. Die Wärmeversorgung der Gebäude erfolgt über einen Fernwärmeanschluss der DREWAG mit Einsatz eines Heizwasser-Puffer-Speichersystems. Die Sporthalle einschließlich Sanitär- und Umkleidebereiche sowie die Ausgabeküche, die Mensa und die inneneliegenden Sanitärbereiche werden mit zentralen Lüftungsanlagen ausgerüstet. Über eine zentrale Leittechnik erfolgt die nutzungsabhängige Steuerung und Regelung der heizungs- und lüftungstechnischen Anlagen mit dem Ziel der Optimierung des Verbrauchs an Heizwärme und Elektoenergie sowie der zentralen Erfassung und Visualisierung aller betriebsrelvanten Vorgänge.

Weiterhin wird eine Regenwassernutzungsanlage in Verbindung mit der Nutzung von Brunnenwasser/Grundwasser vorgesehen, die für die WC- und Urinalspülung sowie die Bewässerung der Aussenanlagen eingestzt wird.

Die Stromversorgung erfolgt über das EVU und ein modernes TNS-Netz. Zur Optimierung des Energieverbrauchs wird ein Energiekontrollsystem eingesetzt. Einzelne Bereiche werden mit Unterzählern versehen.

Bei der Beleuchtung des Objektes werden grundsätzlich Energiesparlampen mit einer hohen Lichtausbeute verwendet. Die Beleuchtungsanlagen werden über Präsenzmelder energetisch optimiert gesteuert.

Zur Sicherstellung der Rettungswegbeleuchtung werden LED Sicherheitsleuchten verwendet. Diese garantieren eine hohe Lebensdauer und eine kleine Zentralbatterieanlage.

Für die  Sicherheit ist im Altbaubereich eine BMA Kat. 1 erforderlich. Die Alarmierung erfolgt über eine elektroakustische Anlage.

Alle Kommunikationsverbindungen werden über ein Anwendungsneutrales System, Class E, welches in zwei physisch getrennten Netzten aufgebaut wird, realisiert.

Für den variablen Zugriff auf Internetdienste erfolgt der Einsatz von Exestpoints.

Beteiligte Planungsbüros 

Entwurfsplanung (HOAI Lph 2 - 9): 

Architekten: CODE UNIQUE Architekten, Dresden

Freiflächenplanung: Andreas Blume, Landschaftsarchitekt, Dresden

Planung Ausstattung Sculgebäude: Conzept-Fachplanung, Frau Schinzel, Oßmannstedt

Tragwerksplanung: Krebs & Kiefer, Dresden

Planung Heizung, Lüftung, Sanitär: Ingenieurbüro Krause, Dresden

Planung Elektro- und Fördertechnik: Ingenieurbüro Wagner, Dresden

Planung Tiefbau, Erschließung: mund, gille, partner, Dresden

Brandschutz Erweiterungsbau, Altbauten: Prof. Rühle, Jentzsch & Partner GmbH, Dresden

Bauphysik /Bauakustik:müller bbm, Langebrück

Schallschutz: Schirmer Beratende Ingenieure, GmbH, Dresden

Baugrund: IB Lasch, Coswig

Holzschutz: IB Walther, Bad Gottleuba

Mauerwerk: IB Göbel, Bannewitz

Restaurator: Taubert & Stenzel, Dresden

Schadstoffuntersuchungen / Abbruch- und Entsorgungskonzept: ergo Umeltinstitut, Dresden

Beteiligte Baufirmen

noch keine Beauftragung erfolgt

Foto: Altbausubstanz vor Beginn der Baumaßnahmen

Altbausubstanz vor Beginn der Baumaßnahmen

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt

Projektleiter:
Herr Roland Flämig

Fachingenieur HLS:
Frau Dr. Feudel

Fachingenieur ELT:
Herr Zodehougan

Postanschrift 
Postfach 120020
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Lingnerallee 3
01069 Dresden
Telefonnummer 
0351-488 3328
Faxnummer 
0351-488 3805




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