Sanierung Neues Rathaus Dresden - Erster Realisierungsabschnitt 2011-2015

Ostflügel des Neuen Rathauses mit Rathausturm
Bauvorhaben
Fortsetzung Sanierungsprozess Neues Rathaus Dresden, 1. Bauabschnitt mit Modernisierung Brandschuz, Sanierung des Ostflügels und des Daches
Bauherr
Landeshauptstadt Dresden
Eigenbetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen
Bauzeit
Planung: von 06.2009 bis 09.2012
Ausschreibung/Vergabe: von 01.2011 bis 01.2015
Durchführung: von 05.2011 bis 06.2015
Baukosten (brutto)
Gesamtsumme: 26.500.000,00 EUR
Baubeschreibung
Das Neue Dresdner Rathaus ist 1910 mit monumentaler Außenwirkung und kunstvoller Ausstattung errichtet worden. Nach den Kriegszerstörungen wurde es in neuen Formen wieder errichtet, die heute von den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und einem veränderten Gestaltungswillen dieser Zeit Zeugnis ablegen.
Seit der politischen Wende 1990 wurden am Neuen Dresdner Rathaus bereits eine Reihe von Teilsanierungs-maßnahmen durchgeführt, um das Haus neuen Nutzungsbedingungen anzupassen. Die Spuren von Verschleiß und Alterung sollten verschwinden. Alle Baumaßnahmen müssen auch weiterhin im Einklang mit dem historischen Wert des Gebäudes stehen, das seit 1979 als Denkmal des Städtebaus und der Architektur in den Listen geführt wird. Heute wird es zu Recht als ein Denkmal des Wiederaufbaus betrachtet, ist doch das äußere Erscheinungsbild des Rathauses wesentlich durch diesen erst 1965 abgeschlossenen Abschnitt der Geschichte des Bauwerks bestimmt, wenn auch die Grundstrukturen und große Teile der Bausubstanz vom Originalbau erhalten sind.
Gegenstand der Planungs- und Bauaufgabe ist die Sanierung des Neuen Rathauses Dresden mit den Schwerpunkten Komplexsanierung Ostflügel sowie Brandschutz- und Dachsanierung des Gesamtkomplexes.
Die Sanierung hat unter Berücksichtigung einer hohen Energieeffizienz und der Anforderungen des Denkmalschutzes zu erfolgen.
Die Aufteilung der brandschutz- und folgetechnischen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen erfolgt voraussichtlich in 6 Bauabschnitten. Das bedeutet, dass Bauabschnitte in unterschiedlichen Jahresscheiben realisiert werden bzw. dass es bautechnologisch sinnvoll ist, innerhalb dieser definierten Bauabschnitte weitere Abschnitte in Bezug auf die Gestaltung einer optimierten Belegungsplanung bzw. eines optimierten Bauablaufes zu bilden.
Die erforderlichen brandschutztechnischen Sanierungs- und Folgemaßnahmen werden unter dem Aspekt konkret zu verzeichnender Risikopotentiale architektonisch bearbeitet. Hierbei zählt der Ostflügel zu dem akut gefährdeten Gebäudeabschnitt. Er wird deshalb zuerst saniert.
Das Hauptgefährdungspotential im Rathaus ist vor allem der Sondernutzung als Versammlungsstätte geschuldet sowie der großen Gebäudeausdehnung des Gesamtkomplexes. Der Ostflügel, der schwerpunktmäßig als Versammlungsstätte des Rathauses genutzt wird, ist hierbei stets im Gesamtzusammenhang der baulichen Anlage zum Nord- und Südflügel und zum Rathausturm zu betrachten und kann nur bedingt als eigenständiger baulich-funktioneller Bereich angesehen und überplant werden.
Die Sanierung und Modernisierung brandschutztechnisch bedenklicher Elektro-Anlagen geht mit der brandschutzbaulichen und brandmeldetechnischen Sanierung einher. Bereits erfolgte und in die Gesamtsanierung zu integrierende Teilsanierungsarbeiten dienten bisher der Minimierung des Risikopotentials.
Bezug nehmend auf die Belange der haustechnischen Installationen H/L/S existieren umzusetzende Forderungen zum Einbau von Brandschutzklappen, Herstellung von feuerbeständigen Lüftungskanälen, Schottungen von Sanitärsteigern usw., die in den architektonischen Ausbaustandard zu integrieren sind.
Der erste Realisierungsabschnitt umfaßt die Komplettsanierung Ostflügel, Brand-, Dach- und Schadstoffsanierung des östlichen Südflügels mit Errichtung eines neuen Rechenzentrums sowie Abbruch- und Rohbaumaßnahmen für den Einbau einer Zentralregistratur im Kellergeschoss unter dem Lichthof.
Beteiligte Planungsbüros mit Planungsleistung
- Architekt: ARGE msp Architekten Gesellschaft für Bauplanung mbH - IB Schmid Gesellschaft für Projektsteuerung und Bauüberwachung mbH, Dresden
- Projektsteuerung: Projektcare Rode GmbH, Dresden
- Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Kless Müller GmbH, Dresden
- Gas-, Wasser-, Abwasser- und Feuerlöschtechnik: Ingenieurbüro Eggerichs und Irmscher, Ullersdorf
- Wärmeversorgungs-, Brauchwassererwärmungs- und Raumlufttechnik: Klemm Ingenieure, Dresden
- Elektrotechnik: DIE-Projekt GmbH, Dresden
- Aufzugstechnik: technik-plan - Ingenieurbüro Ehrhart Borowski, Dresden
- Bau- und Raumakustik/Medientechnik: Akustik Bureau Dresden, Dresden
- Vermessung: Ingenieurgesellschaft FALASCH mbH, Dresden
- Küchenplanung: KEP GmbH, Dresden
- Bauphysik: Kai Rentrop Wolfgang Sorge GbR, Dresden
- Sicherheitskoordinator: Dipl.-Ing. (FH) Holger Braun, Dresden
Beteiligte Baufirmen
- Baustelleneinrichtung: B plus L, Bauunternehmen und Baulogistik GmbH, Dresden
- Abbrucharbeiten: Bertram für Bau und Gewerke GmbH, Dresden
- Gerüstbau: Alexander Richter Gerüstbau GmbH, Dresden
- Bergung Möbel und Einbauten: Brückner Tischlerei GmbH+Co KG, Dresden
- Bergung Leuchten: Elektro Wolf, Liebenau
- Freischaltung Sanitär: Kretschmar Haustechnik GmbH
- Freischaltung Heizung: HSG Zander Ost GmbH, Dresden
- Freischaltung GLT: Kieback&Peter GmbH & Co.KG, NL DD
Ansprechpartner
Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt
Projektleiterin: Frau M. Schesky
Fachingenieur Elektro: Herr T. Blankenhagen
Fachingenieur HLS: Frau I. Nadollek
- Postanschrift
- Postfach 120 020
01001 Dresden - Besucheranschrift
- Lingnerallee 3
01069 Dresden - Stadtplan
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- Öffentlicher Personennahverkehr
- Haltestelle Pirnaischer Platz
- Anfahrt mit Bus und Bahn
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- Telefonnummer
- 0351-488 3310
- Faxnummer
- 0351-488-3804
- E-Mail Adresse
- mschesky@dresden.de

Festsaal im Ostflügel des Rathauses

Lichthof

Plenarsaal
