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Umbau u. Modernisierung Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium sowie Neubau Dreifeldsporthalle und Aussenanlagen

Modell Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium

Bauzeit:                  

Planung:                                       2006 bis 2008

Durchführung:                                2008 bis 2010

Baukosten (brutto):  

Planung:                                        976.243 EUR 

Durchführung:                              6.026.789 EUR 

Gesamt:                                      7.003.032 EUR

davon Fördermittel:  

Schulgebäude:                         1.419.262,27 EUR

Sporthalle und Freianlagen:          1.977.371,- EUR

Diese Maßnahme wurde mit Zuwendungen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Freistaates Sachsen unterstützt.

Neubau der Dreifeld-Sporthalle

Foto: Galerie in der Sporthalle

Galerie in der Sporthalle

Baubeschreibung 

Als herausragendes Zeugnis des Schaffens von Stadtbaurat Dr. PAUL WOLF von 1927 - 1929 gebaut, wird es als ein zentraler Schulstandort zu einem 4 ½-zügigen Gymnasium weiter entwickelt. Von 2004 - 2006 erfolgte eine umfangreiche Teilsanierung des Schulgebäudes mit Entwicklung zum 4-zügigen Gymnasium. Im Mittelflügel wurde das Tragwerk durch Neueinbau aller Gangdecken ertüchtigt. Mit Einbau von erforderlichen Flucht- und Rettungswegen konnte die Brandsicherheit hergestellt werden. Weiterhin erfolgte die Wärmedämmung der Fassade. Dabei ist durch baulich-gestalterische Maßnahmen der Charakter des Denkmals und die Außenanlagen am Haupteingang an der Hülßestraße denkmalgrecht rekonstruiert und unter Anderem, der aus dem Jahre 1929 stammende, so benannte „Schmuckhof" wieder hergestellt worden. 

Die Gesamtbaumaßnahme beinhaltet folgende Schwerpunkte:

Schulgebäude                        

Der Umbau und die Umnutzung der vorhandenen Turnhallen erfolgt mittels Einbau von zwei neuen Geschossebenen, analog der Geschossgliederung des Hauptgebäudes. Die dafür zu errichtende Stahlbeton-Tragkonstruktion besteht aus Stützen, Riegeln und dazwischen gespannten monolithischen Deckenfeldern. Zusätzliche Vertikallasten werden in separate Gründungen abgeleitet. Der Einbau eines Personenaufzuges wird durch Deckendurchbrüche über vier Geschosse und eine eingestellte Stahlbeton-Rahmen-Konstruktion ermöglicht. In den Etagen bestehen die Aufzugswände zu ca. zwei Dritteln aus Stahl-Glas-Konstruktionen. Daneben werden die notwendigen (Brandschutz-)Warteräume eingerichtet. Somit wird eine durchgängige barrierefreie Nutzung ermöglicht. Die freiwerdende Raumkapazität des ausgelagerten Sportbereiches wird umfunktioniert. Im Sockelgeschoss wird damit der bisherige Speisesaal zu einer anforderungsgerechten Mensa erweitert; die neue Cafeteria schließt räumlich direkt an.  Der Abbau von Barrieren für Hörgeschädigte wird durch den Einsatz personengebundener audioaktiver Systeme erreicht. Diese werden bei Bedarf im Gymnasium ausgehändigt. Im gesamten Unterrichts- und Gemeinschaftsbereich wird die Sprachverständlichkeit durch raumakustische Maßnahmen verbessert.

Neubau Dreifeldsporthalle

Die Dreifeldsporthalle ist in kompakter Baukörperform zu ebener Erde vorgesehen. Sie vereint eine Kombination von Mauerwerks- und Holzbau. Auf der Bodenplatte aus Stahlbeton baut sich der Sporthallenboden, als Schwingbodenkonstruktion, mit integrierter Fußbodenheizung auf. Außerhalb des Sportflächenbereiches fügt sich ein zweigeschossiger Funktionalbau mit Galerie aus Stahlbeton und Mauerwerk an. Dachtragwerk und Dach der Halle bestehen aus werkseitig vorgefertigten, schnell montierbaren, Holzbauelementen. Der Dachaufbau des Flachdaches besteht aus einer Bahnenabdichtung mit Kiesschüttung. Die Außenwände erhalten eine hochwertige hinterlüftete Fassade. In die Fassade zur Tornaer Straße ist eine großflächige Verglasung eingeordnet. Die Sporthalle entspricht einer Dreifachhalle 27 m x 45 m x 7 m teilbar in drei Teilen (15 m x 27 m) gemäß DIN 18032-1:2003-09. Eine über den Schulsport hinausgehende Nutzung für den Vereins- und Behindertensport ist ohne Einschränkung möglich. Die Sporthalle fällt in den Anwendungsbereich der Sächsischen Versammlungsstätten-Verordnung und hält entsprechende technische Einrichtungen, wie z. B. die Gefahrenmelde- und Alarmanlage mit Rauchabzugsanlagen, Sicherheitsbeleuchtung und einer Eigenstromversorgung vor.

Außenanlagen

Durch die Wiederherstellung der vom Baumbestand geprägten Gesamtanlage wird das Bauvorhaben genehmigungsfähig und gleichzeitig werden die Auflagen der Denkmalschutzbehörde erfüllt. Die notwendigen Fällungen erkrankter Bäume sowie die Regeneration und Entwicklung des Baumbestandes erfolgen in Abstimmunmg mit den Umweltbehörden. Die Sportanlagen werden komplett erneuert. Die Einordnung der Sportplatzanlagen im Grundstück berücksichtigt die historisch geprägte Grundstruktur mit Landschaftsraum-Charakter und beinhaltet alle notwendigen Anlagen. Weiterhin erfolgt die Instandsetzung aller noch unbearbeiteten Grundstücks-Außenanlagen einschließlich der Einfriedung. Durch die Neueinordnung der Dreifeldsporthalle wird die Verlegung des vorhandenen Schulhofprojektes notwendig. Die stufenfreie Wegeführung schließt die durchgängige behindertengerechte Ertüchtigung des Gesamtobjektes ab. Die Bearbeitung der Außenanlagen endet mit der Herbstpflanzung und erstreckt sich über einen Zeitraum von 33 Monate (mit Unterbrechungen)       

  • Nach Ausführung der aufgeführten Leistungen ist der gymnasiale Standort einschließlich Sporthalle, Pausen- und Sportfreiflächen komplett fertig gestellt.
  • Die Gesamtbaumaßnahme wird  parallel zum laufenden Schulbetrieb durchgeführt.
  • Durch die Nichtverfügbarkeit von Ausweich-Sporthallenkapazitäten erfolgt die Ausführung der Bauleistungen in zwei aufeinander folgenden Abschnitten:
    1. Bauabschnitt (13 Monate): Neubau der Dreifeldsporthalle einschließlich großer Teile der Außenanlagen, insbesondere der gesamten Sportanlagen.
    2. Bauabschnitt: (15 Monate; beginnend nach Fertigstellung der Dreifeldsporthalle)
    Umnutzung der Turnhallen im Schulgebäude und Aufzugseinbau.  

Beteiligte Planungsbüros:

Schulgebäude: 

Architekt                 

Lph. 2-4: Architekturbüro Dr.L.Heubaum/S.Heubaum, Dresden

Lph. 5-9: MPA Müller+Partner Architekten, Dresden 

Sigekoordination TÜV Life Service GmbH Deutschland, Dresden
Tragwerksplanung W+R Wapenhaus + Richter Planungsbüro, Dresden
Planung H/L/S GESA Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
Planung Elektro  D.I.E. Projekt GmbH, Dresden
Aufzugsplanung  Ingenieurbüro Petzold & Partner, Dresden
Brandschutz Ingenieurbüro f. baulichen Branschutz Bauer, Dresden
Akustik / Bauphysik     Müller-BBM GmbH, Dresden

Dreifeldsporthalle:

Architekt 

ASD Architektur- u. Ingenierbüro Dresden
Tragwerksplanung Ingenieurbür für Tragwerksplanung Hentschel, Dresden
Bauphysik Ingenieurbür für Tragwerksplanung Hentschel, Dresden

Planung H/L/S/Elektro 

iproplan Planungsgesellschaft, Chemnitz
Vermessung Vermessungsbüro T. Naumann, Pirna
Brandschutz Ingenieurbüro Eulitz, Dresden
Sigekoordination TÜV Life Service GmbH   Deutschland, Dresden
Akustik / Bauphysik Müller-BBM GmbH, Dresden

Außenanlagen:    

Planung                   Landschaftsarchitekturbüro Dr.-Ing.Heinrich, Radebeul

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt

Projektleiter:
Herr Babetzke

Postanschrift 
Postfach 120020
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Lingnerallee 3
01069 Dresden
Telefonnummer 
0351-488 3305
Faxnummer 
0351-488 3805

Alle Fotos dieser Seite:
M. Salisch, Leipzig

Foto: Sportfreianlage

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