Umweltleitlinien der Stadtverwaltung Dresden
Umweltschutz als Führungsaufgabe
Der Schutz der Umwelt ist eine wichtige Führungsaufgabe. Die Führungskräfte initiieren und fördern das eigenverantwortliche umweltbewusste Handeln sowie die erforderliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.
Ziele
Alle Tätigkeiten und Funktionen der Organisationseinheiten werden schrittweise hinsichtlich eines ressourcenschonenden Verbrauches von Umweltgütern optimiert.
Abfälle, Abwässer und Emissionen, die Inanspruchnahme von Flächen, der Energieverbrauch und das Aufkommen an motorisiertem Verkehr sowie die daraus resultierenden Umweltbelastungen werden auf ein nach allen zu vertretenden Gesichtspunkten notwendiges Maß reduziert.
Die Erschließung der Sparpotenziale wird durch Anreiz- und Sanktionsmodelle unterstützt. Soweit wirtschaftlich vertretbar, wird zur Vermeidung von Umweltbelastungen die beste verfügbare Technik eingesetzt.
Rechtskonformität
Gesetzliche Vorgaben und behördliche Auflagen zum Umweltschutz sind einzuhaltende Mindeststandards, die nach Möglichkeit überboten werden sollen.
Regelmäßige Öko-Audits gewährleisten, dass rechtliche Vorgaben, Auflagen und Anordnungen sowie eingegangene Selbstverpflichtungen der Landeshauptstadt zum Umweltschutz eingehalten bzw. erfüllt werden.
Umweltmanagementsystem
Zur Einhaltung der Umweltleitlinien und daraus abgeleiteter Umweltziele wird ein Umweltmanagementsystem eingeführt und kontinuierlich weiterentwickelt.
Die ökologischen Auswirkungen der derzeitigen sowie künftiger Tätigkeiten, Produkte und Verfahren der Verwaltungspraxis werden im voraus erfasst und bewertet.
Für die Fälle, bei denen die Umweltleitlinien und die von den einzelnen Organisationseinheiten daraus abzuleitenden Umweltziele noch nicht eingehalten werden können, werden umgehend Verbesserungsmöglichkeiten gesucht.
Organisation
Die Zuständigkeit für die Definition umweltbezogener Ziele, die Festlegung geeigneter Maßnahmen sowie ihre Umsetzung wird weitestgehend dezentral delegiert.
Dazu werden in allen Organisationseinheiten eindeutige Zuständigkeiten für Umweltbelange festgelegt. Die Leitungsebenen bewerten die bei der Umsetzung des Umweltmanagementsystems vorgeschlagenen Änderungen des Organisationsaufbaus hinsichtlich ihrer Zweckmäßigkeit und passen bei Bedarf die bestehende Aufbau- und Ablauforganisation entsprechend an.
Dokumentation
Die für die Bewertung der Umweltwirksamkeit der Verwaltungspraxis notwendigen Daten in den entsprechenden Organisationseinheiten werden dokumentiert, um die laufende Kontrolle der Ressourcenverbräuche, der Emissionen, der ökologischen Auswirkungen sowie der umweltbezogenen Entlastungs- und Einsparpotenziale zu gewährleisten.
Durch regelmäßige Auswertung der erfassten Daten wird sichergestellt, dass noch vorhandene Schwachstellen besser erkannt und gezielt Verbesserungen eingeleitet werden können.
Kommunikation und Marketing
Die Stadtverwaltung strebt eine Vorbildfunktion ihrer Organisationseinheiten beim umweltgerechten Handeln an und wird durch den Anforderungen der EG-Öko-Audit-Verordnung entsprechende Öffentlichkeitsarbeit die interessierte Öffentlichkeit darüber informieren. Dazu notwendige Daten werden in geeigneter Form zur Verfügung gestellt.
Zusammenarbeit mit Externen
Im Rahmen der rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten wirkt die Landeshauptstadt Dresden auf ihre Lieferanten und Vertragspartnern ein, um eine ökologische Verbesserung der von ihnen bezogenen Waren und Dienstleistungen zu erreichen.
Weiterentwicklung und Erfahrungsaustausch
Zur Umsetzung dieser Umweltleitlinien und zur Weiterentwicklung des Umweltmanagementsystems werden die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch mit den am Lokale Agenda 21-Prozess beteiligten Institutionen und Gruppen gepflegt.
Die Stadtverwaltung pflegt darüber hinaus den intensiven Austausch mit Unternehmen, Verbänden und anderen Kommunen sowie wissenschaftlichen und Bildungseinrichtungen zur Förderung des Umwelt- und Ressourcenschutzes.
