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Boden

Die Abfall- und Bodenschutzbehörde ordnet die Untersuchung und Sanierung von schädlichen Bodenveränderungen an. Die Stadt stellt vielfältige Anforderungen an die Bodennutzung, die in Übereinstimmung mit der Bodenbelastbarkeit zu bringen ist. Dies ist insbesondere Aufgabe der Flächennutzungsplanung und der verbindlichen Bauleitplanung. Ein wesentliches Ziel ist dabei, natürliche Böden in geringstem Umfang in Anspruch zu nehmen.

Naturgut Boden

Der natürliche, gewachsene Boden stellt wie das Wasser eine unverzichtbare Lebensgrundlage dar.
Er ist die Basis für ein gesundes Klima, sauberes Wasser, Erholungsstandorte, Nahrungsquelle für Nutz- und Wildpflanzen und Lebensraum für Mikroorganismen.
10.000 bis 20.000 Jahre Entwicklung und Wachstum benötigten die Böden in Dresden, um ihre heutige Qualität und ihren Umfang zu entwickeln.

Die Böden gehören zu unseren bedeutsamsten Naturgütern. Bedingt durch ihre vielfältigen Funktionen und die intensive Nutzung durch den Menschen kam und kommt es zu gravierenden Eingriffen in die natürliche Bodenstruktur.
Durch Flächenverbrauch für Siedlungen, Gewerbe und Verkehrsbauten, verbunden mit Versiegelung der Böden, durch Rohstoffabbau sowie durch Bodenerosion und -verdichtung bei landwirtschaftlicher Nutzung sind die natürlichen Bodenfunktionen an zahlreichen Standorten im Stadtgebiet von Dresden stark beeinträchtigt oder gefährdet.

Bodenschutz

Bodenschutz bedeutet, den Boden vor Versiegelung zu schützen sowie chemische und physikalische Einwirkungen auf den unversiegelten Boden zu vermeiden. Daraus ergeben sich für den Schutz und die Entwicklung des Bodenpotenzials in Dresden danach folgende Schwerpunkte:

  • Bodenzerstörung durch Begrenzung der Neuversiegelung verringern
  • Boden entsprechend der Bodeneigenschaften
    vernünftig nutzen
  • Bodenabtrag infolge Erosion minimieren
  • Schädliche Bodenveränderungen beseitigen
    und verhüten
  • Mutterboden bewahren

Bodenzustand

Die Leistungsfähigkeit eines Bodens kann ermittelt werden durch eine Bewertung der Bodenfunktionen und durch Prüfung von Hinweisen auf anthropogene stoffliche und strukturelle Veränderungen, die Böden und ihre Funktionen erheblich oder nachhaltig beeinträchtigen können.

Bodenerosion durch Wasser

Informationen zur potenziellen Erosionsgefährdung (Standortrisiko) liegen für alle Ackerflächen Dresdens vor. Die potenziellen Erosionsgefährdung wird vor allem bestimmt von Relief, Bodenart, langfristiger Nutzung und gilt für längere Zeiträume.

Altlasten

Die Altlastensanierung der vergangenen Jahre zieht Erfolge nach sich. Trotzdem gibt es zur Genüge Beispiele von Gefährdungen. Die Schädigungen durch Kohlenwasserstoffe oder Schwermetalle infolge militärischer, industrieller oder gewerblicher Altlasten können nur mit erheblichen Aufwand beseitigt werden.
Auskünfte zu bekannten Altlasten erhalten Sie im Umweltamt.

Radioaktivität

Informieren Sie sich über die Sanierung der ehemaligen Uranerzaufbereitungsanlage »Uranfabrik 95« in Coschütz/Gittersee und den Umgang mit Radon im Boden des Stadtgebietes.

Flächenentwicklung

Darstellungen von Flächenentwicklungen sind besonders dann von großem Wert, wenn Entwicklungen über lange Zeiträume verfolgt werden können. Hier wird die Entwicklung der Stadt Dresden seit dem 18. Jahrhundert gezeigt.

Revitalisierung

Die Revitalisierung bestehender Gewerbebrachen und von verwahrlosten Grundstücken – und damit die Wiedernutzung bereits benutzter Böden – trägt in besonderem Maße zum schonenden Umgang mit Boden bei.

Lektüre zum Thema
Die weiträumige Versiegelung in der Stadt ist nur punktuell wieder zu kompensieren. Auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen spült insbesondere die Wassererosion unwiederbringlich wertvollen Boden ab. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im Umweltatlas und in den Umweltberichten "Fakten", die Sie unter folgender Seite auswählen können:

Die Regelungsfunktion des Bodens im Wasserhaushalt kann in der Stadt durch eine sinnvolle Bewirtschaftung des Regenwassers unterstützt werden. Im Praxisratgeber »Mit Regenwasser wirtschaften« von 2000 finden Sie dazu konkrete Tipps. Grundsatz sollte dabei sein, so wenig Fläche wie möglich in Anspruch zu nehmen und möglichst bereits bestehende Versiegelungen zu vermindern.

ecoTREND

Informieren Sie sich auch über die Entwicklung weiterer Kennwerte der Dresdner Umwelt!

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Kontakt

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Geschäftsbereich Wirtschaft
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Grunaer Straße 2
01069 Dresden
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