Kohlendioxid (CO2) und Treibhauseffekt
Kohlendioxid-Reduktion
Um dem globalen Temperaturanstieg entgegenzuwirken, sind weltweit deutliche Reduzierungen bei den Emissionen von Treibhausgasen erforderlich – sonst laufen lokale Anpassungsschritte ins Leere. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wurde 2005 mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls zur weltweiten Emissionsminderung für CO2 vollzogen. Ein Anschlussprotokoll konnte auf der entsprechenden Vertragsstaatenkonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 nicht vereinbart werden.
CO2-Jahrestrends 2009 und 2010
Es wird deutlich, dass die 1994 mit dem Beitritt der Stadt Dresden zum Klima-Bündnis der europäischen Städte beschlossenen Reduktionsmaßnahmen seit 1998 keine weitere Absenkung des Emissionsniveaus im Stadtgebiet bewirkt haben. Vielmehr trat in den Folgejahren eine Stabilisierung der absoluten Emissionen bei jährlich zwischen 4,8 und 5,2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalentmenge ein. Die Pro-Kopf-Emissionen lagen im Jahr 2010 bei knapp 10 Tonnen im Jahr. Damit gelang es erstmals seit 2005 wieder, die spezifischen Treibhausgasemissionen, die durch die Dresdner Bevölkerung hervorgerufen werden, merklich zu reduzieren.
Erhebliche Potenziale zur CO2-Reduktion liegen weiterhin in der energetischen Gebäudesanierung, der fortgesetzten Modernisierung der Energieversorgung sowie der effizienten Energienutzung bei Haushalten, Gewerbe und Industrie sowie im individuellen Verhalten, insbesondere bei PKW-Nutzung und Flugverkehr.
Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept
Um diese Reduktionspotenziale zu erschließen und damit die Landeshauptstadt Dresden auch langfristig ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort mit einer preiswerten, sicheren und umweltverträglichen Energieversorgung ist, hat der Ausschuss für Umwelt und Kommunalwirtschaft am 31. Januar 2011 die Erstellung eines Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes mit der strategischen Zielrichtung "Dresden auf dem Weg zu höchster Energieeffizienz" beschlossen. Nach Vergabebeschluss des Ausschusses für Wirtschaftsförderung vom 28. Juli 2011 wurde die Arbeitsgemeinschaft Rambøll Management Consulting GmbH (Hamburg/Berlin) und Klima und Energieeffizienz Agentur (Kassel) beauftragt, die das Konzept bis April 2012 vorlegen soll.
Die Erstellung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter dem Förderkennzeichen 03KS1349 gefördert.
Förderprogramm
Um weitere CO2-Minderungspotenziale der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ergänzend zum zentralen Fernwärmesystem der DREWAG zu erschließen, soll die Errichtung dezentraler KWK-Anlagen unterstützt werden. Dazu wurde 2009 das Förderprogramm "New generation of cogeneration" (Neue Generation der Kraft-Wärme-Kopplung) gestartet.
Erneuerbare Energien
Unsere größte verfügbare Energiequelle ist die Sonne. In Dresden gibt es vielfältige Potenziale, Möglichkeiten und Aktivitäten zur Nutzung dieser Quelle. Neben der Minderung von CO2-Emissionen werden Ressourcen geschont, die Importabhängigkeit verringert und die regionale Wertschöpfung gestärkt. Ein Schwerpunkt ist die regenerative Stromerzeugung auf der Grundlage des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG).
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