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Modellprojekte

Klimatisierung mittels Fernwärme

Einen teilweisen Ausgleich zur schrumpfenden Fernwärmeversorgung schafft die wachsende Klimatisierung mittels Fernwärme. Diese ersetzt elektrische Kompressionskältemaschinen, indem der Wärmeüberschuss der Sommermonate in Absorptionskälteanlagen Verwendung findet. Es wurden unter anderem an der Technischen Universität, der Uni-Klinik sowie der gläsernen VWManufaktur derartige Aggregate installiert. Im neuen Kongresshotel sowie am Neumarkt wird diese zukunftsweisende Technik ebenfalls zum Einsatz kommen.

Energieverbrauchsmonitoring

Ein verbessertes Energieverbrauchsmonitoring konnte Ende 2004 an der 113. Grundschule eingeführt werden. Hier, wie künftig auch an weiteren Schulen, wird der tägliche Energieverbrauch auf einen Monitor im Eingangsbereich des Gebäudes übertragen. So erfolgt eine unmittelbare Rückkopplung auf die Nutzer.

Neubauten

Vorläufig dominiert der Energieverbrauch im Gebäudebereich die CO2-Bilanz. Hier haben die Neubauprojekte des Eigenbetriebes »Kindertagesstätten« Beispielcharakter erlangt, da sie mit thermischen Solaranlagen ausgerüstet sind.
Stärker noch als die Nutzung der Sonnenenergie wird sich die energiesparende Bauweise dieser neuen Gebäude auswirken. Sie verhilft zu spürbaren Betriebskostensenkungen über die gesamte Nutzungsdauer des Gebäudes.

Unterstützung durch den Innovationsfond

Unterstützung fanden viele der genannten Modellprojekte in dem gemeinsamen Innovationsfonds von DREWAG und Stadt. Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse im kommunalen Klimaschutz findet sich im letzten Bericht der Landeshauptstadt »Dresden 8 Jahre im Klima-Bündnis – eine Zwischenbilanz«.

Solarstromanlagen

Heute ist solares Bauen angesagt, um den energetischen Erfordernissen der nächsten Jahrzehnte gerecht werden zu können. So hat sich die solare Stromerzeugung in Dresden seit 2006 wiederum verdoppelt (Ende 2008 waren bereits 3 042 kWp an Fotovoltaik auf etwa 420 Dächern installiert!). Einen nennenswerten Beitrag zur gesamtstädtischen CO2-Reduktion wird diese Technik erst leisten, wenn mehr als 10 000 Dächer unserer Stadt damit ausgestattet sind. Das Potenzial dafür ist vorhanden.

Wasserkraftreserven

Sogar Wasserkraftreserven gibt es noch im Stadtgebiet. Der Ablauf der Kläranlage in Kaditz liegt je nach Wasserstand der Elbe 6 bis 8 m über dem Fluss. Die dort abströmende Wassermenge reicht aus um eine Kaplan-Turbine mit 109 KW anzutreiben. In ähnlicher Weise wird die DREWAG im Trinkwasserzufluss für die Stadt eine Wasserkraftanlage installieren.

Bürgerengagement

Auch in den Folgejahren werden vielfältige Initiativen erforderlich sein, um weitere wirksame Schritte in der Emissionsminderung zu erreichen. Dazu kann jeder Bürger durch ein energiebewusstes Verhalten aber auch durch unternehmerisches Engagement beitragen.
Ein Beispiel dafür zeigt das »Bürgerkraftwerk«. Es handelt sich hierbei um eine Gemeinschaftsinitiative von Lokaler Agenda 21 für Dresden e. V., Deutschem Hygiene Museum und der Landeshauptstadt Dresden.
Weitere Informationen zum Bürgerkraftwerk finden Sie im Internet unter:

Die Stadt unterstützt die privaten Investitionen in Fotovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden durch die kostenlose Bereitstellung von Dachflächen nach einem Mustervertrag. Nur ein vorsorgender Klimaschutz durch nachhaltige Minderung der Emission von Treibhausgasen kann den Klimawandel soweit begrenzen, dass Anpassungsschritte an veränderte Witterungsbedingungen langfristig hilfreich sein können.

Bild: Kita Leipziger Vorstadt

Der Kitaneubau in der Leipziger Vorstadt ist mit einer Solarstromanlage ausgestattet.

Bild: Kita Dresden-Loschwitz

Diese Kindertagesstätte in Dresden-Loschwitz ist nach Passivhausstandard gebaut worden.





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