Springe direkt zu: Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Suchfunktion

Bodenerosion

Fast zwei Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen sind aufgrund ihrer Hanglage, schluffigen Bodenart und ackerbaulichen Bewirtschaftungsweise mittel bis hoch durch Bodenerosion gefährdet. Besonders die heftigen Niederschläge im Mai 2007, im August 2007 und 2008 führten zu erheblichen Beeinträchtigungen von Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Informationen zur potenziellen Erosionsgefährdung (Standortrisiko) liegen für alle Ackerflächen Dresdens vor. Im Jahr 2007 wurde stadtflächendeckend für alle Ackerflächen Dresdens die potenzielle Erosionsgefährdung neu ermittelt. Sie wird vor allem bestimmt von Relief, Bodenart und langfristiger Nutzung.

Die tatsächliche Bodenabtragsgefährdung (Nutzungsrisiko) wird beeinflusst von der jeweiligen Bodennutzung und -bewirtschaftung, die sich verändern kann. Als geeigneter Indikator dient die Bedeckung der Bodenoberflächen mit Pflanzen oder Pflanzenrückständen.

Die kombinierte Bewertung von Standort und Bodennutzung als Grad der tatsächlichen Gefährdung ermöglicht die Entscheidung, ob Bodennutzung und -bewirtschaftung dem jeweiligen Risiko angepasst sind und damit die Vorsorge gegen Bodenerosion gewährleistet ist. Ist ein zu hohes Risiko erkennbar, muss die Bodenbewirtschaftung verändert werden.
Durch das Erfassen von sichtbaren Bodenerosionsformen wird die tatsächliche Erosionsgefährdung als aktuelle Gefährdung genau angegeben.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die konservierende Bodenbearbeitung (bei der die Ackerkrume lediglich aufgelockert wird, ohne sie zu wenden) sowie die Verwendung von Mulchsaaten und Zwischenfruchtanbau. Damit soll die Bodenerosion durch eine möglichst ganzjährige Bodenbedeckung verringert sowie eine stabile Bodenstruktur aufgebaut und erhalten werden.

Foto: Bodenerosion in Kaitz

Erosion nach Schneeschmelze und Starkregen in Kaitz





Städte erfliegen!