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Trinkwasser

Die Landeshauptstadt Dresden hat die kommunale Pflichtaufgabe der Wasserversorgung der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH übertragen.

Bevor das Wasser Trinkwasserqualität besitzt und in das öffentliche Netz eingespeist werden kann, wird es in den Wasserwerken aufbereitet.

Herkunft des Trinkwassers

Die Wasserwerke beziehen ihr Rohwasser aus verschiedenen Vorkommen:

  • Das Wasserwerk Coschütz bekommt Wasser aus den osterzgebirgischen Talsperren Klingenberg und Lehnmühle.
  • Das Wasserwerk Tolkewitz gewinnt Rohwasser aus dem Uferfiltrat der Elbe und dem landseitig zufließenden Grundwasser.
  • Das Wasserwerk Hosterwitz entnimmt Rohwasser dem Uferfiltrat und dem Infiltrat der Elbe.
  • Das Wasserwerk Saloppe gewinnt Wasser ebenfalls aus dem Uferfiltrat. Für die Trinkwasserversorgung spielt es jedoch keine Rolle, wohl aber für die Brauchwasserversorgung eines Industriestandortes im Dresdner Norden.
  • Das Wasserwerk Albertstadt gewinnt sein Rohwasser aus dem Grundwasser der Dresdner Heide. Es dient ebenfalls der Brauchwasserversorgung der Dresdner Industrie.
  • Einen geringen Anteil an Trinkwasser liefert das Wasserwerk Gottleuba nach Dresden.
  • Für kleine Gebiete im Dresdner Norden, die nicht an das Trinkwassernetz der DREWAG angeschlossen sind, wird das Trinkwasser vom Trinkwasserzweckverband Röderaue eingespeist.

Das in das Dresdener Netz abgegebene Reinwasser stammte 2008 zu 98,9 Prozent aus den Wasserwerken in Dresden. 1,1 Prozent wurden von außen zugeliefert.

Eine Karte im Themenstadtplan zeigt die Lage der bestehenden Trinkwasserschutzgebiete sowie deren Einteilung in Schutzzonen.

Wasserverbrauch

Etwa 99,9 Prozent der Dresdner Bevölkerung sind an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen.
Der Wasserverbrauch der Bevölkerung ging seit 1990 jährlich zurück, wie die Tabelle (rechts) zeigt. Gründe dafür sind ein verändertes Verbraucherverhalten, wassersparende Technologien, moderne Haushalttechnik und sinkende Netzverluste.

Im Jahr 2008 betrug der Gesamtverbrauch an Trink- und Brauchwasser 34.380 Tm3. Die Abgabe von Brauchwasser an die Industrie betrug 2007 3.497,4 Tm3 und 2008 3.346,9 Tm3.

Trinkwasserpreis

Die Trinkwassergebühren setzen sich zusammen aus einem Grundpreis, der in Abhängigkeit von Durchflussmenge und Zählergröße gestaffelt ist, und dem Trinkwasserpreis pro m3 Verbrauch. Seit 2001 liegt der Trinkwasserpreis stabil bei 2,00 Euro pro m3 zuzüglich 7 Prozent Umsatzsteuer.

Die Trinkwassergebühren setzen sich zusammen aus einem Grundpreis, der in Abhängigkeit von Durchflussmenge und Zählergröße gestaffelt ist, und dem Trinkwasserpreis pro m3 Verbrauch. Seit 2001 liegt der Grundpreis für Trinkwasserpreis stabil bei 2,00 Euro pro m3 zuzüglich 7 Prozent Umsatzsteuer.
Das Trinkwasser wird regelmäßig durch das Gesundheitsamt überwacht, um so die Einhaltung der hohen Anforderungen an gesundes Trinkwasser zu gewährleisten. Bevor das Wasser Trinkwasserqualität besitzt und in das öffentliche Netz eingespeist werden kann, wird es in den Wasserwerken aufbereitet. Die gesetzlichen Bestimmungen zur Qualitätskontrolle und die Anforderungen an die Qualität des Trinkwassers wurden dabei auch in den Jahren 2001 bis 2008 vollständig erfüllt.
Das Gesundheitsamt überprüft ebenfalls regelmäßig die Wasserqualität von Quellen und Dresdner Brunnen.

Trinkwasserpreis (netto) in Euro pro Kubikmeter

Diagramm: Entwicklung des Trinkwasserpreises

Versorger

DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH

 
Rosenstraße 32
01067 Dresden
Stadtplan 
Stadtplan
 
0351-860-4444
 
www.drewag.de
 
drewag.de: Preise für Trinkwasser
 
drewag.de: Wasserqualität

Herkunft des Trinkwassers 2008

Diagramm: Herkunft des Trinkwassers
Diagramm: Herkunft des Trinkwassers

Wasserverbrauch der Bevölkerung pro Tag

Der Wasserverbrauch der Bevölkerung ging von 1990 bis 2000 jährlich zurück und ist seitdem stabil.

Jahr Liter pro Einwohner
1990 155
1991 142
1992 124
1993 104
1994 102
1995 101
1996 100
1997 99
1998 98
1999 99
2000 97
2001 97
2002 96
2003 96
2004 96
2005 97
2006 97
2007
97
2008
96

Gesicherte Versorgung trotz Klimawandel

Die derzeit auch in Sachsen festzustellenden Klimaveränderungen werden in Zukunft verstärkt extreme Witterungssituationen hervorrufen. Neben den Hochwässern wird es auch zu Trockenperioden kommen, die die Grundwasserneubildung reduzieren oder verändern können.

Die fehlende Wassermenge kann in Dresden perspektivisch nur durch eine Wasserfassung in Dresden-Wachwitz abgedeckt werden. Dabei handelt es sich um die einzige größere, noch nicht genutzte Wasserressource der Landeshauptstadt Dresden, die den Anforderungen an die Trinkwasseraufbereitung entspricht.

Um die Wasserqualität nicht zu beeinträchtigen, wurde 2006 das Trinkwasserschutzgebiet »Wachwitz« eingerichtet.


Folgen des Hochwassers 2002

In Auswertung der Hochwasserereignisse vom August 2002 war es notwendig, die Hochwasserstauräume u. a. auch der Trinkwassertalsperren im Osterzgebirge zu verändern. Das hat zur Folge, dass sich die Qualität der zur Verfügung gestellten Rohwässer ändern wird. Zur weiteren Sicherstellung einer stabilen Trinkwasserversorgung sind deshalb in den Trinkwasserwerken Ertüchtigungsmaßnahmen notwendig geworden. Im WW Coschütz wurden die Chemikaliendosieranlagen in ihrer Leistungsfähigkeit erhöht und eine Kaliumpermanganatdosieranlage neu errichtet. In der Filtersufe des WW Coschütz wurde der Filtersand komplett getauscht und ein feineres Filtermaterial eingesetzt, welches trotz erhöhter Rohwasserbelastung eine gleich bleibende Filtrationsleistung erwarten lässt. Weiterhin wurde im WW Coschütz eine Filterspülwasserbehandlungsanlage errichtet, die es ermöglicht, ressourcenschonend – auch bei schlechteren Rohwasserqualitäten – die Wasserwerksleistung und die Einleitekriterien für die Indirekteinleitung von Filterspülwasser einzuhalten. Insgesamt wurden für die Maßnahmen 1,4 Mio. Euro Fördermittel vergeben.

Bild: Geflutetes Wasserwerk 1 am 19. August 2002

Geflutetes Wasserwerk 1 am 19. August 2002





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