Anlagen planen, bauen, warten
Dieser Abschnitt geht vorrangig auf solche Anlagen ein, die sich günstig auf den natürlichen Wasserhaushalt auswirken. Dazu zählt z.B. die Flächenversickerung, auch wenn sich dahinter eigentlich keine »Anlage« verbirgt.
Auf das Speichern von Regenwasser zur Nutzung im Haushalt wird hingegen an dieser Stelle nicht eingegangen, weil hierbei das Wasser letztendlich der Kanalisation und nicht dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird.
Anlagen zur Bewirtschaftung von Regenwasser können ihre Funktionen nur dann sicher und langfristig erfüllen, wenn Sie neben den hydrogeologischen und topografischen Grundlagen bereits bei der Planung und bei der Bauausführung die später erforderlichen Wartungs- und Kontrollmaßnahmen berücksichtigen.
Die Anlagenplanung beachtet neben der Minimierung des Eingriffs in den Wasserhaushalt auch die Dämpfung von Starkregenereignissen. Das ist aber aus ökonomischen Gründen nur für einen bestimmten Lastfall möglich. In der Regel erfolgt die Dimensionierung für ein 15 Minuten dauerndes Regenereignis, das statistisch einmal in fünf Jahren auftritt. Wird dieser Lastfall überschritten, kommt es zu Überflutung der Anlage. Für diesen Fall ist eine sogenannte Notentlastung der Anlage einschließlich einer Untersuchung der damit verbundenen Risiken vorzusehen.
Das kann sein:
- eine Überleitung auf Freiflächen mit entsprechender Modulation (aber nicht auf das Nachbargrundstück!),
- Mulden oder Gräben mit Überleitung in ein Gewässer.
Wenn keine der vorgenannten Möglichkeiten realisiert werden kann, müssen im äußersten Notfall folgende Entlastungen vorgesehen werden:
- Ableitung über Verkehrsflächen in das Kanalnetz,
- Ableitung über einen rückstaugesicherten Überlaufschacht in das Kanalnetz.
Detaillierte Ausführungen finden Sie auf einem Informationsblatt, das zum Download bereitliegt
- Anlagen planen, bauen, warten (*.pdf, 128 KB)
Dezentrale Anlagen planen
Viele der naturnahen Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung können Sie selber planen. Als Planungshilfe für eine Flächen- oder Muldenversickerung können Sie unseren Online-Rechner benutzen.
Dieser Online-Rechner wird derzeit aktualisiert und steht Ihnen in Kürze wieder zur Verfügung!
Zentrale Anlagen planen
Zentrale Versickerungsanlagen sammeln das Regenwasser von den Flächen über ein Regenkanalnetz an einem Punkt, von dem aus es versickert. Der Untergrund muss hierbei ausreichend wasserdurchlässig sein.
Anlagen bauen
Problemlos selbst einzurichten sind durchlässige Flächen und Anlagen zur Muldenversickerung. Illustrierte Bauanleitungen liegen zum Download bereit:
- Bau durchlässiger Befestigungen (*.pdf, 141 KB)
- Bau einer Versickerungsmulde (*.pdf, 141 KB)
Komplexere Systeme zur Regenwasserbewirtschaftung können Sie nicht im Selbstbau erstellen, sondern sollten eine Fachfirma beauftragen.
Kontakt
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Umweltamt
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Informationsblatt zum Thema:
- Anlagen planen, bauen, warten (*.pdf, 128 KB)
