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Umweltverträgliche Entsorgung

Kanalnetz

Die Landeshauptstadt Dresden verfügt über ein öffentliches Kanalnetz von etwa 1.730 Kilometer Länge. Mehr als 99 Prozent der bebauten Grundstücke der Landeshauptstadt Dresden sind an die Kanalisation angeschlossen.
Die privat verlegten Grundstücksentwässerungskanäle werden auf 1.200 Kilometer geschätzt.

Gemischte und getrennte Entwässerung

Innerhalb der Stadt erfolgt die Entwässerung vorwiegend im Mischsystem: Schmutzwasser und Niederschlagswasser fließen gemeinsam in einem Kanal.

In den Randlagen der Stadt wird überwiegend das Trennsystem praktiziert: Schmutzwasser und Niederschlagswasser fließen in zwei getrennten Kanälen, in einigen Bereichen sind nur Schmutzwasserkanäle vorhanden.

Länge der Kanäle

  • Mischwasser: 878 km
  • Schmutzwasser: 484 km
  • Regenwasser: 344 km
  • Straßenentwässerung: 62 km
  • Regenauslass: 21 km

Kläranlage Dresden-Kaditz

In der Kläranlage wird das Abwasser der Stadt Dresden sowie aus Freital, Radebeul-Ost und anderen Randgemeinden behandelt.

Abwasserbehandlung

Derzeitige Verfahrensschritte der Abwasserbehandlung in Dresden-Kaditz sind:

  • erste Reinigungsstufe: mechanisches Verfahren
    In den Rechenanlagen werden grobe Verunreinigungen wie Papier, Textilien, Holz und Plastik zurückgehalten. Im Sandfang setzen sich Sand, Kies und Steine ab. Im Vorklärbecken werden Stoffe entfernt, die sich als Schlamm absetzen oder an der Oberfläche schwimmen.
  • zweite Reinigungsstufe: biologisches Verfahren
    In den Belebungsbecken werden unter Zuführung von Sauerstoff gelöste organische Stoffe durch Mikroorganismen aus dem Abwasser biologisch abgebaut.
  • dritte Reinigungsstufe: chemisches Verfahren
    Durch speziellen Einsatz von Fällmitteln wird Phosphat abgebaut.

Klärschlamm und Sandaufbereitung

1994 wurde in Kaditz eine Anlage zur Schlammbehandlung in Betrieb genommen.
Täglich fallen etwa 4.500 m³ Mischschlamm an, die eine Trockenmasse von rund 50 Tonnen aufweisen (Stand 12/2007). Der Schlamm wird entwässert und getrocknet; seine organischen Bestandteile bleiben erhalten.

Der anfallende Klärschlamm erfüllt alle Anforderungen, um in der Landwirtschaft, zu Rekultivierungszwecken oder zur Weiterverarbeitung in Kompostieranlagen verwendet zu werden.

Im Dezember 2001 nahm eine Anlage zur Sandaufbereitung in Dresden-Kaditz ihren Betrieb auf.
Sie reinigt neben dem eigenen Kanal- und Sandfangräumgut auch Fremdstoffe anderer Unternehmen.
Der gereinigte Sand kann nun zu Kanalbaumaßnahmen wiederverwendet werden.

Ausbau der Kläranlage 2005/2006

Im Zeitraum 2002 bis 2005 entstanden auf einem Areal von 200 x 240 Metern eine komplett neue Anlage mit 96.000 m3 Belebungsbecken- und 49.500 m3 Nachklärbeckenvolumen, ein neuer Ablaufkanal zur Elbe, ein neues Wartengebäude und eine erweiterte zentrale Energieversorgung.
Im Jahr 2006 folgte als 2. Bauabschnitt der Beckenumbau in der alten Biologie zur vorgeschalteten Denitrifikationsstufe. Sechs ehemalige Belebungs- und acht Nachklärbecken (etwa 40% der Altbeckenanlage) sind nach nur viereinhalb Monaten Umbauzeit seit August 2006 wieder Teil der biologischen Abwasserreinigung.

Video

»Der Weg des Dresdner Abwassers«

Ein Video zeigt die Funktionsweise der Abwasseranlagen.
Online-Bestellung bei der Stadtentwässerung Dresden

 
www.dresden.de