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Gebührenentwicklung

Die Abwassergebühren bleiben in der Landeshauptstadt Dresden auch weiterhin auf relativ niedrigem Niveau. Trotz erheblicher Investitionen liegt die Stadtentwässerung Dresden in der rechnerischen Mischgebühr im bundesweiten Vergleich im unteren Mittelfeld:
pro Kopf im Jahr < 100 Euro (bundesweit rund 130 Euro)

Entscheidendes Ergebnis der Gebührenanpassung 2006 ist, dass die Schmutzwassergebühr, die seit dem 01.01.2004 1,73 Euro/ m3 beträgt, bis Ende 2010 unverändert bleibt.
Dies bedeutet in der Summe eine Nullrunde von sieben Jahren. Erreicht wurde dies durch einen effizienten Mitteleinsatz, trotz erhöhter Investitionen und erhöhter Betriebsaufwendungen für Energie- und Betriebsstoffe.

Darüber hinaus kommt es seit 1.1.2006 zu einer verursachergerechteren Aufwandsverschiebung zum Niederschlagswasser. Dazu war eine Preisanpassung von vorher 1,15 Euro/m² auf 1,44 Euro/m² unvermeidlich. Von 2007 an werden nur noch geringfügige Anpassungen vorgenommen.

Gebühren und Investitionen

Die Preisanpassung beruht im Wesentlichen darauf, dass der Aufwand für die Niederschlagswasserbeseitigung im Verhältnis zur Schmutzwasserbeseitigung überproportional angestiegen ist.

So wirken sich mehrere große Baumaßnahmen zum Gewässerschutz unmittelbar auf die Niederschlagswassergebühr aus. Zu nennen sind dabei insbesondere die Regenrückhaltebecken in Johannstadt und Kaditz mit einem Investitionsvolumen von zusammen 33,5 Millionen Euro sowie die aus computergesteuerten Schiebern im Kanalnetz bestehende Stauraumbewirtschaftung mit einer Investitionssumme von 6,5 Millionen Euro und die zahlreichen Regenversickerungs- und Rückhalteanlagen in den Dresdner Randlagen.

Alle Maßnahmen zusammen tragen erheblich dazu bei, die Gewässergüte der Elbe und kleinerer Gewässer der Stadt zu verbessern sowie den Hochwasserschutz zu optimieren.