Belastung durch Verkehr
Kraftfahrzeuge geben die Schadstoffe in einer sehr geringen Höhe und oft in unmittelbarer Nähe von Menschen ab. Dadurch wirken die Schadstoffe nur wenig verdünnt auf die Dresdner Bürger ein.
Screeningrechungen
Vom Straßennetz der Stadt Dresden wurden 2002 neue Screeningrechungen für Stickstoffdioxid (NO2), Benzol, und Partikel (PM10-Feinstaubfraktion < 10 μm Durchmesser) durchgeführt. Vom Gesamtnetz wurden 458 Kilometer Straßen untersucht.
Deutlich zu erkennen ist, dass neben der Belastung mit Stickstoffdioxid als neues Problemfeld die Belastung durch Staub (PM10) immer mehr in den Vordergrund rückt. Je kleiner die Partikel sind, um so gefährlicher sind sie für die Gesundheit – je kleiner die Teilchen um so besser werden sie von der Lunge aufgenommen.
Kraftfahrzeuge geben die Schadstoffe in einer sehr geringen Höhe und oft in unmittelbarer Nähe von Menschen ab. Dadurch wirken die Schadstoffe nur wenig verdünnt auf die Dresdner Bürger ein.
Berechnungen sind derzeit noch mit Unsicherheiten behaftet. Neben den Emissionen aus dem Auspuff der Kraftfahrzeuge sind Abrieb (Kupplung, Bremsen, Reifen, Straße) und Aufwirbelungen mit zu betrachten.
Ergebnisse der Screeningrechnung 2002:

Verkehrsbelastung in Dresden
| Grenzwert | Überschreitung 1999 | Überschreitung 2002 | |
|---|---|---|---|
| Jahresmittelwert NO2 | 40 µg/m³ (2010) | 152 km | 96 km |
| Jahresmittelwert Benzol | 5 µg/m³ (2010) | 11 km | 0 km |
| Jahresmittelwert PM 10 | 40 µg/m³ (2005) | - | 46 km |
| Kurzzeit- belastung PM 10 | 30 µg/m³ (2005) | - | 208 km |
In Dresden wird bezüglich Feinstaub der Jahresmittelwert an bewohnten Straßen weitgehend eingehalten. Anders sieht das bei den Tagesmittelwerten aus: Es sind 35 Überschreitungen des zulässigen Tagesmittelwertes von 50 μg/m³ erlaubt. Es wird zur Zeit davon ausgegangen, dass ab einer Belastung von 30 μg/m³ im Jahresmittel die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass dieses Kurzzeitkriterium nicht eingehalten wird. Das heißt, dass es dann mehr als 35 Überschreitungen des Tagesmittewertes geben kann.
Gegenwärtig werden Luftreinhaltepläne erstellt, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Aus den Erkenntnissen, die aktuell vorliegen, muss man schlussfolgern, dass der Verkehr (insbesondere der Schwerverkehr) maßgeblich verantwortlich für diese hohen Belastungen ist. Ohne Einschränkungen auf diesem Gebiet sind keine Fortschritte hin zu niedrigeren Konzentrationswerten möglich.
Überblick zur Staubbelastung
Folgend ist die Verteilung der PM10-Belastung an Dresdener Hauptstraßen für 2002 abgebildet. Selbst wenn man eine gewisse Unsicherheit der Berechnungen in Betracht zieht, ist ein Handlungsbedarf zu erkennen.

Grün: Abschnitte, an denen gegenwärtig alle für 2005 gültigen Grenzwerte eingehalten werden.
Orange: Abschnitte, an denen der Jahresmittelwert 30 μg/m3 übersteigt. Es ist mit mehr als den erlaubten 35 Überschreitungen des Tagesmittelwertes zu rechnen.
Dunkelrot: Abschnitte, bei denen auch der Grenzwert 2005 für das Jahresmittel überschritten wird.
