Allgemeine Belastung
Die Belastung durch klassische Luftschadstoffe – Schwefeldioxid und Staub – stabilisiert sich mittlerweile auf niedrigem Niveau.
Die Luftbelastung durch den Straßenverkehr nimmt dagegen kontinuierlich zu.
Schwefeldioxid
Stand 2006: Für SO2 (Schwefeldioxid) bleibt es bei niedrigen Werten. Grenzwerte werden weit unterschritten. Es sind immer noch geringe Mengen Ferntransport vor allem aus Tschechien zu registrieren, die die Dresdner Werte gegenüber Leipzig etwas erhöhen.
Benzol
Stand 2006: Bei Benzol geht es in der Tendenz immer noch etwas abwärts. Die Grenzwerte, die 2010 erreicht sein müssen, werden jetzt schon stadtweit unterschritten. Eine weitere Absenkung wäre trotzdem wichtig, weil für Benzol als krebsauslösender Stoff keine Konzentrationsschwelle angegeben werden kann, ab der keine Gesundheitsgefahren mehr befürchtet werden müssen.
Schweb- und Feinstaub
Stand 2008: Dieselfahrzeuge beeinträchtigen durch ihren Rußausstoß die lufthygienische Situation. Sie verursachen einen wesentlichen Anteil an den Staubimmissionen
mit einem Partikeldurchmesser kleiner 10 μm
(PM10).
Bei PM10 gibt es keine Probleme mit
der Einhaltung der Jahresmittelwerte, sondern
mit der Einhaltung des Grenzwertes für die
Tagesmittelwerte (der Tagesmittelwert von
50 μg/m³ darf 35 mal im Jahr überschritten
werden). Ab einem Jahresmittelwert von 30 μg/m³
sind mehr als 35 Überschreitungen des Tagesmittelwertes
zu erwarten. 2007 und 2008 wurden keine Überschreitungen der Grenzwerte an den drei Messstellen des Landes registriert. Am Bahnhof Neustadt wurden 2008 insgesamt 35 Überschreitungen des Tagesmittelwertes gezählt.
Stickstoffdioxid
Stand 2008: Stickstoffdioxid NO2 ist einer der problematischen Stoffe in der Stadt. Am Bahnhof Neustadt wurden erstmals die Grenzwerte, die 2010 erreicht werden müssen, knapp unterschritten. An der Messstelle Bergstraße liegen die Immissionen dagegen immer noch über diesen Werten.
Der größte Teil
der NO2-Emissionen wird in Dresden deshalb
weiterhin durch den Kfz-Verkehr beigesteuert. Der verstärkte Einsatz von Dieselfahrzeugen
auch im privaten Bereich lässt keine Fortschritte
in der Luftqualität zu. Ein Euro-4-Diesel-PKW
darf zum Beispiel etwa dreimal so viel Stickoxide
ausstoßen wie ein Euro-4-Benzin-PKW.
Ozon
Stand 2008: Die Ozonbelastung ist im Stadtzentrum
relativ niedrig und nimmt nach außen hin zu.
Das ist aber nur ein weiteres Zeichen dafür,
dass die Schadstoffbelastung im Stadtzentrum
höher ist als im Umland. Hier stehen für
die Rückbildung von Ozon »genügend« Schadstoffe bereit, was in den Außenbereichen nicht
mehr so der Fall ist. Quelle für die Vorläufersubstanzen
ist auch hier in großem Maße der
Straßenverkehr. Dort, wo die meisten Vorläufersubstanzen
produziert werden, treten die
geringsten O3-Konzentrationen auf.
Die relativ niedrigen Werte innerhalb der Stadt
sind also kein Verdienst der Luftreinhalteplanung.
Insgesamt steigen die O3-Konzentrationen
weiter an.
Entwicklung in der Übersicht
Messstelle: Dresden-Nord

Asbest
Der Umgang mit Asbeststoffen – z.B. das Entfernen asbesthaltiger Baumaterialien – kann zur Freisetzung von Fasern und damit zu einer gesundheitlichen Gefährdung führen. Hier ist also besondere Vorsicht geboten.
Deshalb besteht für Asbeststoffe mittlerweile ein Herstellungs- und Verwendungsverbot.
Informationen zum Umgang mit Asbest bietet Ihnen ein Informationsblatt, das hier zum Download bereitliegt:
