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EU-Projekt UrBike zum Radverkehr

Wohl fast alle europäischen Städte haben mit den Auswirkungen der hohen Motorisierung und der häufigen Pkw-Nutzung auch für kurze Wege zu kämpfen. Die UrBike-Projektpartner sind sich einig, dass kein Verkehrsmittel so unterschätzt wird wie das Fahrrad. Insbesondere in urbanen Räumen ist es oft eine sinnvolle Alternative zum Pkw (umweltfreundlich, ohne Lärm und Abgase, geringe Parkplatzflächen und gesundheitsförderlich).

In diesem INTERREG III-C geförderten Projekt arbeiten europäische Städte mit unterschiedlichen Entwicklungsständen bei der Fahrradintegration zusammen. So sind die Ergebnisse für eine Vielzahl europäischer Städte nutzbar. UrBike läuft von Mitte 2004 und bis Ende 2006 und fokusiert auf die Arbeit von Stadtverwaltungen.

Mit diesem Projekt will Dresden erreichen, dass das Fahrrad für alltägliche Wege stärker genutzt wird. Die Landeshauptstadt hat ein umfangreiches und anspruchsvolles Arbeitsprogramm. Bearbeitet wird es durch die Hauptabteilung Mobilität im Geschäftsbereich Stadtentwicklung und den Lehrstuhl für Verkehrs- und Infrastrukturplanung der TU Dresden. An der Verbesserung des Fahrradklimas wirken viele Dresdner Unternehmen und Einrichtungen mit. Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Schwerpunkte

  • Radfahren zur Schule
  • Radfahren zur Arbeit
  • Radfahren zum Einkauf und zur Erholung

Für Schüler gibt es einen »Leitfaden zur Erstellung eines Radschulwegplanes«. Im Rahmen von Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften oder Kursen können Schüler mit Hilfe des Leitfadens sowie von Lehrern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung selbst einen Radschulwegplan erarbeiten. Dazu gibt es auch ein ergänzendes Material für Lehrer und Projektleiter.

Tagungen

Am 23. Juni 2005 fand im Dresdner Rathaus die UrBike-Konferenz »Dresdner Radverkehr – aus der Nische ins Rampenlicht« statt. An der Tagung nahmen über 100 Fachleute aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Planungsbüros, Verbänden und Vereinen sowie interessierte Bürger teil. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und erhielt sehr positive Resonanzen.

Unter folgendem Link finden Sie das Programm der Tagung:

Die Präsentationen der Referenten:

Vertreter der beteiligten Städte aus Sevilla (Spanien), Florenz (Italien), Frederiksberg (Dänemark), Kielce (Polen), Budapest (Ungarn) und Mesa Yitonia Limassol (Zypern) waren am 22. und 23. Juni 2006 in Dresden zu Gast. Im Rathaus präsentierten sie auf dem »UrBike First European Technical Seminar« am 23.06.2006 ihre Projekte, Ergebnisse und Erfahrungen einer über zweijährigen Zusammenarbeit vor Fachleuten aus England, Schottland, Belgien, Polen, Tschechien und Deutschland.

Programm

Dresden informierte über sein lokales Netzwerk pro Radverkehr. Es verbindet Partner wie Schulen, Wohnungsgesellschaften, Unternehmen, Krankenkassen, Tourismus- und Einzelhandelsvertreter, Interessenvertretungen und Verbände. Vorgestellt wurden auch die Plakataktionen »Dein Rad will raus« und »Abstand halten« und der Fahrrad-Stadtplan. Im Rahmen von UrBike entwickelte Dresden eine Reihe von Projekten zur Radverkehrsförderung und setzte diese erfolgreich um. So entstand ein Konzept für Radschulwegpläne, wurden tausend neuen Fahrradbügel geplant, entstanden ein Faltblatt mit Marketingtipps für Einzelhändler und neue Fahrradabstellanlagen in Unternehmen.

Auf der Konferenz wurde von allen Teilnehmern eine Deklaration verabschiedet. Es besteht Konsens, dass durch nachhaltige Mobilität mit Stärkung des Umweltverbundes (öffentliche Verkehrsmittel, Fußgänger- und Fahrradverkehr) die Lebensqualität in Städten langfristig gesichert und verbessert wird. Dabei leistet der Radverkehr einen wesentlichen Beitrag. Für stärkere örtliche Radverkehrsförderung (wie Infrastrukturplanung und -bau, Servicedienstleistungen, Öffentlichkeitsarbeit) sind Erfahrungsaustausch und Kooperationen, wie die im europäischen INTERREG Programm in UrBike geförderten, erfolgreich und sollen fortgesetzt werden.

Abschlussbericht

EU-Logo
Interreg III-C
UrBike
UrBike

Informationen zu kunden-
freundlichen Angeboten für Fahrradfahrer: