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Ergebnisse der Verkehrserhebung SrV 2008

Ergebnisse für die Landeshauptstadt Dresden

Einige grundlegende Kennwerte

Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die wichtigsten grundlegenden Kennwerte der SrV-Erhebungen 2003 und 2008.

SrV 2008 Dresdner Kennwerte
2003 2008
Befragte Haushalte: 1.127 1.467
Befragte Personen: 2.181 2.641
Wege pro Person und Tag: 3,1 3,1
Entfernung pro Weg: 6,8 km 6,3 km
Dauer pro Weg: 22,8 min 22,2 min
Zeit im Verkehr pro Tag: 70,7 min 68 min
Pkw / 1.000 Einwohner: 394 390
Fahrräder / 1.000 Einwohner: 689 750

Bei den ermittelten Kennwerten fällt die Änderung bei der Fahrzeugausstattung pro 1 000 Einwohner besonders auf. Während die Anzahl der Privat-Pkw/1 000 Einwohner leicht rückläufig ist, ist eine signifikante Zunahme des Fahrradbesitzes zu verzeichnen. Kamen im Jahr 2003 auf 1 000 Dresdner nur 689 Fahrräder, so waren es fünf Jahre später bereits 750. Diese starke Zunahme scheint einem allgemeinen gesellschaftlichen Trend zu entsprechen, der eine gesundheitsfördernde Alltagsmobilität und den Wunsch nach mehr Flexibilität in sich trägt.

Die mittlere Anzahl an Wegen pro Werktag blieb gegenüber 2003 konstant; die mittlere Entfernung pro Weg nahm jedoch leicht ab. Dies geht mit der Entwicklung bei der Dauer pro einzelnem Weg und der Gesamtzeit pro Tag, die im Verkehr verbracht wird, einher. Waren es im Jahre 2003 noch rund 71 Minuten, die eine Person durchschnittlich mit Ortsveränderungen pro Tag verbracht hat, so waren dies im Jahre 2008 nur noch 68 Minuten.

Die Motorisierung der Dresdner Haushalte

Während das Verhältnis von Haushalten mit Privat-Pkw zu Haushalten ohne Pkw seit 1991 im Wesentlichen gleich geblieben ist, so ist bei der Anzahl der Haushalte mit mehreren Privat-Pkw seit 1998 ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Beachtenswert bleibt der vergleichsweise hohe Anteil an Haushalten ohne Privat-Pkw, der seit 1991 relativ konstant geblieben ist. Die vermuteten Ursachen hierfür sind vielfältig, z. B. eine zentrale Wohnlage mit günstigen Alternativen, finanzielle Gründe, Altersgründe oder auch Gründe, die im ganz persönlichen Lebensstil zu suchen sind.

Modal Split als Kernaussage

Der so genannte Modal Split bzw. die Verkehrsmittelwahl gehört zu den Kernaussagen des Systems repräsentativer Verkehrsbefragungen. Hier wird Auskunft über den Anteil der unterschiedlichen Verkehrsarten an der Gesamtzahl aller zurückgelegten Wege gegeben.

Die Entwicklung des Modal Split zwischen 1991 und 2008 zeigt, dass der Anteil des Motorisierten Individualverkehrs bis 1998 stetig zunahm, seitdem aber wieder leicht rück-läufig ist. Alle anderen Verkehrsarten zeigen eine stetige Entwicklung über den gesamten Zeitraum hinweg.

Während der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege in diesem Zeitraum von 35 % auf 22 % abnahm, stieg der Anteil des Radverkehrs kontinuierlich von 6 % auf 16 % im Jahr 2008. Diese Entwicklung korrespondiert mit der Zunahme des Fahrradbesitzes zwischen 2003 und 2008 von 689 auf 750 Fahrräder pro 1.000 Einwohner. Es ist aber auch davon auszugehen, dass die Abnahme der Fußwege überwiegend durch eine Zunahme des Radverkehrs kompensiert wurde.

Der Anteil des ÖPV blieb über den gesamten Zeitraum hinweg in etwa gleich. 2008 lag er bei 21 %. Daraus kann geschlussfolgert, dass der ÖPV den gestiegenen Qualitätsanforderungen der vergangenen Jahre gerecht werden und damit seine Position behaupten, sogar wieder leicht verbessern konnte.

Ergebnisse für das Dresdner Umland

Die folgende Grafik zeigt die Verkehrsmittelwahl (Modal Split) der untersuchten Umlandgemeinden im VVO-Gebiet im Vergleich mit der Landeshauptstadt Dresden.

Der Anteil öffentlicher Verkehrsmittel ist in Dresden mit Abstand am höchsten. Auffällig ist in diesem Zusammenhang der relativ hohe ÖPV-Anteil der Städte Pirna, Heidenau und Meißen, der auch auf ihre sehr gute S-Bahn-Anbindung an die Landeshauptstadt Dresden zurückzuführen sein wird.

Deutschlandweiter Städtevergleich

Die deutschlandweiten Befragungen zum SrV bieten eine hervorragende Möglichkeit zum Vergleich der Mobilitäts-verhältnisse in unterschiedlichen Städten Deutschlands. Zu diesem Zweck wird ein sogenannter Städtepegel erstellt, der die Ergebnisse aller befragten Kommunen zusammenfasst.

Die nachfolgende Grafik zeigt den Modal Split einer Auswahl der beteiligten Städte. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden sie in Abhängigkeit von ihrer Einwohnerzahl in vier Gruppen eingeteilt.

Hierbei ist deutlich zu erkennen, dass der Anteil des MIV in den größten Städten in der Regel am niedrigsten liegt. So beträgt er in Berlin lediglich 32 % und in Frankfurt/ Main 34 %. Dementsprechend verzeichnen Städte dieser Größe einen wesentlich höheren ÖPV-Anteil.

Im Städtepegel 2008 steht die Landeshauptstadt Dresden im direkten Vergleich mit Düsseldorf, Bremen und Leipzig. Dabei ist zu erkennen, dass die Dresdner Werte dem Durchschnitt von Städten dieser Größenordnung entsprechen. Keine der vier Verkehrsarten ist in Dresden gemes-sen an der Stadtgröße überdurchschnittlich vertreten.





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