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Zeitschiene, Arbeitsetappen

Zu Beginn der Erarbeitung des VEP 2025plus Anfang 2011 war es das ehrgeizige Ziel der Landeshauptstadt Dresden, bis Ende 2011 einen ersten Entwurf des VEP 2025plus vorzulegen. Dieses wurde aufgrund neu eingefügter Arbeitsschritte, die zu einer erhöhten Planungssicherheit beitragen und kommunalpolitisch relevante Entscheidungen betreffen, in das Jahr 2012 verlängert.

Nach den wesentlichen Inhaltsetappen eines VEP besteht zum Jahresende 2011 folgender Bearbeitungsstand:

  1. Erfassung der IST-Situation, Problem- und Mängelanalyse:
    abgeschlossen.
  2. Zielstellung für die künftige Verkehrsentwicklung:
    abgeschlossen, Beschluss des Stadtrates Nr.: V0811/10 vom 24. März 2011.
  3. Bilden von möglichen Szenarien der Verkehrsentwicklung im Rahmen der Zielstellung und gegründet auf die aktuellen Rahmenbedingungen und Analyseergebnisse:
    abgeschlossen. Die Ergebnisse sind in Diskussion auf der Ebene des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau. Zur Sicherung der erfolgreichen Weiterbearbeitung des VEP ist vorgesehen, aus dem Bündel möglicher Szenarien das Vorzugsszenario auszuwählen und dazu einen Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau der Landeshauptstadt Dresden (oder optional durch den Stadtrat) herbeizuführen, um darauf aufbauend die Handlungskonzepte und Maßnahmen für die künftige Verkehrsentwicklung/-planung ableiten zu können.
  4. Ableiten von Handlungskonzepten und Maßnahmenpaketen (einschließlich Zeitorientierung für die Umsetzung und grobe Kostenschätzung):
    in Vorbereitung. Im Ergebnis soll der erste komplette Entwurf des VEP 2025 vorgelegt und dem Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden zur Beschlussfassung unterbreitet werden.
  5. Evaluierung:
    kann erst nach Beschlussfassung des VEP 2025plus beginnen.

Die Meilensteine im Bearbeitungsprozess sind im Folgenden beschrieben.

Die „Ziele für die künftige Verkehrsentwicklung der Landeshauptstadt Dresden für den Zeithorizont 2025 und darüber hinaus“ wurden vom Stadtrat am 24. März 2011 beschlossen. Der Beschluss V0811/10 ist Grundlage der VEP-Erarbeitung. Er basiert auf dem vom Runden Tisch erarbeiteten Zielpapier zur zukünftigen Verkehrsentwicklung in Dresden, welches in modifizierter Form nach einem signifikanten Beteiligungsprozess beschlossen wurde.

Die Auftragsvergabe der Planungsleistungen VEP 2025plus erfolgte nach europaweiter 2stufiger Ausschreibung im April 2011 an das Planerkonsortium Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG Aachen und IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme Dresden.


Der Wissenschaftlicher Beirat berät methodisch zu den Arbeitsschwerpunkten.

  • 1. Workshop am 6. Juni 2011 zum Arbeitspaket Analyse (Zwischenstand) und zur vorliegenden Verkehrsprognose 2025
  • 2. Workshop am 22. Juli 2011 zum Arbeitspaket Szenarien/Mobilitätsstrategien
    (Der Wirkungsbereich der Szenarien setzt auf den sich an den vom Stadtrat beschlossenen Leitzielen auf, die den Zielkorridor vorgeben.)
  • 3. Workshop am 16. September 2011zum Arbeitspaket Maßnahmen, Wirkungsberechnungen
  • 4. Workshop am 2. Dezember 2011 zu Ergebnissen der Szenarienberechnung, Wirkungsbewertung und Ableitung des Vorzugsszenarios

Lenkungskreis und Runder Tisch begleiten als Arbeitsgremien die Bearbeitung des VEP.

  • 11. Mai 2011 Beratungen von Lenkungskreis und Rundem Tisch als Auftakt mit dem Planerkonsortium
  • 15. August 2011 Beratungen beider Gremien zum Arbeitspaket Analyse und zur Vorbereitung des Arbeitspaketes Szenarien
  • 13. Oktober 2011 Beratungen beider Gremien zum Arbeitspaket Szenarien und Maßnahmen
    (neue Bevölkerungsprognose wird über eine Elastizitätsrechnung für das Vorzugsszenario abgebildet; frühzeitige Diskussion erster zentraler Maßnahmenansätze.
  • 5. Dezember 2011 Beratungen beider Gremien zu den Ergebnissen der Szenarienberechnung und zur Ableitung des Vorzugsszenarios
    Der Runde Tisch gibt eine Stellungnahme zum fachlichen Vorzugsszenario ab, die in die Beschlussvorlage zum Vorzugsszenario aufgenommen wird. Der Runde Tisch sieht die Stellungnahme als wichtige Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat, als Stellungnahme aus einem breiten gesellschaftlichen Spektrum.

Umlandkontakte:

Zwischen Mitte Juni und Anfang August wurden von der Abteilung Verkehrsentwicklungsplanung mit allen umliegenden Gemeinden und Landkreisen, die Interesse bekundet hatten, bilaterale Gespräche geführt. Die Ergebnisse der Gespräche wurden dem Planerkonsortium zur Verfügung gestellt. Neben umfangreichen Defizitanalysen wurden die gemeinsamen Ziele einer Verkehrsentwicklungsplanung abgestimmt.

Am 28. September 2011 traf sich der Runde Tisch Region/Nachbarn zur Vorstellung der wesentlichen Analyseergebnisse, die überwiegend das Stadtgebiet Dresden betreffen, aber auch wichtige Aussagen zum Umland enthalten. Die Stellungnahmen der Umlandpartner und die Ergebnisse der Gespräche mit ihnen sind in die Analyse eingegangen. Das nächste Treffen findet am 26. Januar 2012 statt.

Die Städtische Projektgruppe begleitet und steuert intensiv den gesamten Bearbeitungsprozess.

Generelles:

Da der Planungsprozess iterativ bzw. fließend und mit kontinuierlicher Rückkopplungen erfolgen muss, werden keine in sich abgeschlossenen und komplett fertigen Arbeitsergebnisse zu bestimmten Zeitpunkten vorliegen. Der Arbeitsprozess ist vielmehr gekennzeichnet durch sich überlappende Arbeitsschritte. Dies stellt für alle Beteiligten am VEP-Prozess eine besondere Herausforderung dar und setzt eine hohe Bereitschaft zu kooperativer und vertrauensvoller Arbeit voraus.

Vorliegende wesentliche Arbeitsergebnisse:

  • Analysebericht
    Seit August 2011 liegt ein umfangreicher Analysebericht vor. Auf der Grundlage der Zuarbeiten von Rundem Tisch, Lenkungskreis, Rundem Tisch Region, Wissenschaftlichem Beirat, Ortsämtern und Ortschaften und städtischer Projektgruppe sowie umfangreicher Auswertung statistischer Daten wurde eine ausführliche Analyse der IST-Verkehrssituation und der Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung der letzten zehn Jahre auf der Abstraktionsebene VEP erarbeitet.

    Die Daten der letzten Jahre belegen, dass in Dresden maßgebende mobilitätsrelevante Faktoren gestiegen sind, wie Einwohnerzahl, Einkaufsflächen und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung. Der Altersdurchschnitt der Bevölkerung hat sich erhöht. Die Pkw-Motorisierung stagniert. In den vergangenen zehn Jahren sind deutliche Veränderungsprozesse in der Mobilität der Einwohner zu verzeichnen; stabile ÖPNV-Anteile, deutlich höhere Radverkehrsanteile, leichte Rückgänge im Fußverkehr und deutliche Abnahme des Pkw-Verkehrs (sowohl Fahrten als auch Fahrtlängen). Die mobilitätserhöhenden Faktoren führten nicht zu mehr Kfz-Verkehr in Dresden. Auch der Lkw-Verkehr ist weniger geworden. Das Straßennetz wurde kontinuierlich verbessert. Hinsichtlich der Verkehrssicherheit gibt es Defizite, besonders beim Rad- und Fußgängerverkehr.

    Die Kurzfassung des Analyseberichts wurde als Informationsvorlage an den Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau gegeben.

  • Facharbeitspapier „Frühzeitige Diskussion zu zentralen Maßnahmenansätzen des Verkehrsentwicklungsplanes"
    Dieses Material wurde im Oktober 2011 an Lenkungskreis und Runden Tisch sowie in der Stadtverwaltung ausgereicht. Es sind zahlreiche Rückmeldungen eingetroffen und an das Planerkonsortium weitergeleitet worden. Von der Abt. Verkehrsentwicklungsplanung wurden umfangreiche Hinweise erarbeitet, mit der städtischen Projektgruppe abgestimmt und den Planern übergeben.

Die wesentlichen Arbeitsetappen, unterlegt mit einer Zeitschiene, können Sie in der nachfolgenden Übersicht ablesen: