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Pieschen

Viel ist hier in den letzten Jahren passiert. Altbauten wurden umfassend saniert und Neues wurde gebaut. Entlang der Oschatzer, der Leipziger und der Bürgerstraße konnten sich Geschäfte und Kleingewerbe etablieren. Grünflächen wurden geschaffen oder umgestaltet, so dass sie von Jung und Alt gerne genutzt werden. Die Attraktivität des Stadtteils ist in den letzten Jahren ebenso sprunghaft gestiegen wie die Einwohnerschaft. Grund genug sich mit den verbliebenen Flächenpotentialen im Herzen von Pieschen zu beschäftigen. Die Lage in Elbnähe und in einem prosperierenden Viertel bietet enorme Entwicklungschancen.

Die Stadt Dresden unterstützt diesen Prozess auf unterschiedliche Weise. Neben finanzieler Förderung soll die Entwicklung auch durch das Angebot für unterschiedliche Wohn- und Bauformen angeregt werden. Hierzu sind in der Pieschener Mitte zwei Bebauungspläne aufgestellt worden, die vielfältige Bebauungsmöglichkeiten eröffnen.

Luftbild

- Pieschener Boom -

ablesbare Entwicklungstendenzen

Bis 1998 hatte das Ortsamt Pieschen ca. 12% seiner Einwohnerschaft im Vergleich zu 1990 verloren. Seitdem nimmt die Bevölkerung stetig zu. Heute wohnen hier mehr Menschen als zur Wende. Zusammen mit der Äußeren Neustadt gehört Pieschen zu den am stärksten prosperierenden Ortsamtsbereichen. Zwischen 1999 und 2005 stieg die Bewohnerzahl um 12,8 %. Für den in der Pieschener Mitte gelegenen Bezirk Pieschen-Süd gilt dies im besonderen Maße. Er gewann allein von 2005 bis 2006 5,1 % hinzu (Quelle: LHS Dresden, Statistische Mitteilungen, Bevölkerung und Haushalte 2006).

Kontakt

Stadterneuerung/Sanierung

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt
Abteilung Stadterneuerung
Frau Birke, Herr Hofmann

Postanschrift 
PF 12 00 20
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
5. Etage, Zimmer 5401
Stadtplan 
Stadtplan
Telefonnummer 
0351-488 3624
0351-488 3657
Faxnummer 
0351-488 3816
Barriereführer-ID 
Zugang für Körperbehinderte

Städtebauliche Planung/
Bauleitplanung

Abteilung Stadtplanung Stadtgebiet
Frau Flemming

Postanschrift 
PF 12 00 20
01001 Dresden
Besucheranschrift 
Freiberger Straße 39
01067 Dresden
4. Etage, Zimmer 4331
Stadtplan 
Stadtplan
Telefonnummer 
0351-488 3278
Faxnummer 
0351-488 3456
Barriereführer-ID 
Zugang für Körperbehinderte

Städtebauförderung

Um das Baugeschehen in Richtung einer behutsamen Stadterneuerung zu lenken, die die Interessen der Bewohner berücksichtigt, wurde bereits 1991 das Sanierungsgebiet Nr. 2. Dresden-Pieschen ausgewiesen. Es umfasst im Wesentlichen das Gebiet zwischen der Eisenbahn, Leipziger Straße, Rehefelder Straße und Moritzburger Straße. In diesem dicht bebauten Bereich wurden und werden zum einen private Sanierungsmaßnahmen der historischen Bausubstanz gefördert. Zum anderen wurde mit Mitteln der Städtebauförderung der öffentliche Raum umfassend neu gestaltet und Angebote für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen - denn die attraktivste Wohnung nützt nichts, wenn das Wohnumfeld mangelhaft ist.

Kita

Kindertagesstätte Leisniger Straße


Behutsame bauliche Ergänzung durch Bebauungsplanung

Die im Folgenden beschriebenen Bebauungspläne legen fest, wie viel bzw. welche Art der Bebauung die beiden letzten großen Brachflächen in der dicht besiedelten Pieschener Mitte vertragen. Darüber hinaus galt es, alle anderen Bedürfnisse in die Planungen zu integrieren (z. B. der Umfang notwendiger Grün- und Freiflächen).


a) Bebauungsplan Nr. 167, Markuspassage

Der Bebauungsplan Nr. 167, Markuspassage beinhaltet die zum Teil brachliegenden Flächen südlich des Rathauses Pieschen zwischen Bürger-, Torgauer, Konkordien-, Leipziger und Rehefelder Straße.

Zwischen dem Rathaus und der Elbe wird eine neue Sicht- bzw. Wegeverbindung geplant. An Anfang und Ende entstehen jeweils Stadtplätze, die für Kommunikation und Aufenthalt zur Verfügung stehen. Die neue Straße wird nur für Anlieger-PKW geöffnet und so gestaltet, dass alle Verkehrsarten gleichberechtigt nebeneinander existieren. Großzügige Begrünung im Straßenraum und auf den Plätzen sichert die Aufenthaltsqualität.

Die städtische Bebauungsplanung gibt nur den Rahmen vor, in dem sich spätere Gebäude und Nutzungen bewegen. Um Impulse für Baukonzepte zu geben, die den Anforderungen an Wohnqualität, Funktionalität, hochwertiger Architektur und Wirtschaftlichkeit genügen, wurde im Auftrag des Stadtplanungsamtes ein sogenanntes Entwurfsseminar durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltung erarbeiteten Architekten in Zusammenarbeit mit Eigentümern und Ämtern der Stadt Vorschläge für eine Neubebauung.

Mehr zu den Planungen erfahren Sie

Markusareal von Süden

Bebauungsplan Nr. 167


b) Bebauungsplan Nr. 168, Konkordienstraße

Der Bebauungsplan Nr. 168 umfasst das Quartier zwischen Konkordienstraße, Moritzburger, Leipziger und Oschatzer Straße. Entlang dieser äußeren Straßen wird die bestehende Gründerzeitbebauung vervollständigt. Der rückwärtige Bereich ist für niedrigere und kleinteilige Bebauung reserviert. Er bietet Platz für zwei- bis dreigeschossige Stadthäuser – also Einfamilienhäuser mit städtischem Charakter. Die Festsetzungen zur Gestaltung ermöglichen eine moderne Architektur. Bereits genutzte und sanierte Hinterhäuser bleiben erhalten.


Eigenheim in der Stadt, auch in Pieschen

In Pieschen leben überdurchschnittlich viele Familien mit kleinen Kindern. Der Wunsch dieser Bevölkerungsgruppe, irgendwann von der Mietwohnung in selbstgenutztes Eigentum - nach Möglichkeit mit eigenem Garten - zu wechseln, ist bei der Stadt Dresden bekannt. Aber wie erfahren, welche Grundstücke sich eignen und wie den Eigentümer herausfinden? Diese Fragen stellen Bauwillige oft vor schwer überwindliche Hindernisse.

Aus diesem Grund wurde in der Stadt Dresden eine Stelle eingerichtet, die künftigen Bauherren die grundlegenden Informationen zur Schaffung von Wohneigentum anbietet. Außerdem können Kontakte für die Gründung von Bauherrengemeinschaften vermittelt werden. Wer dies wünscht, erhält außerdem Auskünfte zu den aktuellen Wohnungsbauförderprogrammen.

Weitere Informationen erhalten Sie

Eigenheime

Eigenheime in Pieschen


Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)

Im Rahmen dieses Förderprogramms schüttet die Europäische Union Finanzmittel aus, um Gebiete zu unterstützen, die bisher unter besonderen Benachteiligungen litten. Durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Infra- und Wirtschaftsstruktur sollen diese Missstände auf Dauer ausgeglichen werden. Mit dem Stadtteilentwicklungsprojekt Leipziger Vorstadt/Pieschen wurde in Dresden ein Gebiet festgelegt, in dem nach vorheriger intensiver Bürgerbeteiligung derartige Maßnahmen umgesetzt werden können. Das Förderprogramm ist in erster Auflage Ende 2006 ausgelaufen. Die Bewerbung auf eine zweite Förderperiode (2007-2013) wurde Ende März 2009 positiv beschieden.

Die EFRE-Mittel wurden bisher schwerpunktmäßig eingesetzt, um den öffentlichen Raum aufzuwerten sowie Spiel- und Freiflächenangebote für  Kinder bzw. Jugendliche zu schaffen. Darüber hinaus stehen Maßnahmen im Vordergrund, die die Wirtschaftstruktur verbessern. Somit konnten Investitionen von Klein- und Mittelstandsunternehmen gefördert werden,  die heute zu einer vielfältigeren Geschäftsausstattung in Pieschen beitragen. In der zweiten Förderperiode des EFRE (nunmehr unter dem Namen "Stadtteilentwicklungsprojekt Nördliche Vorstadt Dresden") wird die Förderung von Kleinbetrieben in dem zentralen Bereich von Pieschen weiterhin Priorität besitzen.

Nähere Informationen zu den Projekten erhalten Sie unter

Spielbereich Eselnest

Wasserspiel

Wasserspiel auf dem Lindenplatz


Verkehrsbauvorhaben Leipziger Straße/ Platzgestaltung Alexander-Puschkin-Platz

Im Rahmen der Hochwasserbeseitigung infolge des Augusthochwassers 2002 hat die LH Dresden den Ausbau der Leipziger Straße geplant und teilweise vollzogen. Gegenwärtig wird der 4. Bauabschnitt Konkordienstraße/Alexander-Puschkin-Platz umgesetzt.

Der Ausbaubereich beginnt südlich der Haltestelle Altpieschen (Elbcenter) und endet südlich des Alexander-Puschkin-Platzes. Die Leipziger Straße und der Bahnkörper werden umfassend umgestaltet.

Die Neugestaltung des Alexander-Puschkin-Platzes ist nicht Bestandteil dieses Verkehrsbauvorhabens. Durch das Landschaftsarchitekturbüro Noack wurde im Auftrag des Stadtplanungsamtes eine Gestaltungskonzeption für den Platz erarbeitet. Die Umsetzung erfolgt nunmehr im Anschluss an die Ausbauarbeiten der Leipziger Straße im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprojektes Nördliche Vorstadt Dresden. Die Fertigstellung ist für Ende 2009 vorgesehen.

Entwurf zum Alexander-Puschkin-Platz





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